Moselsteig von Cochem nach Beilstein

Es war einmal …
eine Gruppe eines sozialen Netzwerkes, genannt die Wanderteufel.
Alljährlich begab es sich dass einige unstetige Mitglieder dieser Gruppe sich trafen um gemeinsam ein Stück durch die Lande zu wandern. So auch im warmen Frühsommer des Jahres 2015. Man traf sich mehr oder weniger pünktlich, wie verabredet, oder auch ein wenig später am Bahnhof zu Cochem unterhalb der mächtigen Reichsburg zu Cochem. Ein freudiges Hallo erhob zwischen altbekannten und ein neugieriges beschnuppern der Neulinge und noch unbekannten. Als dies geschehen, schulterten alle fröhlich ihr Säcklein und machten sich frohen Mutes auf den auserkorenen Weg.

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Schnell war auf die andere Flußseite gewechselt und Cochem, mit seinen Schlösschen und Palästchen aus leichter Entfernung zu betrachten.
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Der überaus selten gewordene und daher geschützte Apollofalter solle hier heimisch sein. Dies bestätigten einige fremde Gesellen, die schwerbewaffnet mit gewaltigen photooptischen Gerätschaften auf der Pirsch dem raren Falter nachstellten, um ihn zum Beweis abzulichten. Eine gute Fee aus unseren Reihen hatte bereits dieses Glück und händigte jedem von uns ein hochglänzendes Abbild jenes Falters, zum eindeutigem Beweis seiner Existenz aus.
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Eine Heilige Madonna mit ihrem jüngsten wacht über uns, dass wir nicht naschen an des Winzers Früchten, oder will uns vielleicht nur auf den Kopf spucken ….  wer weiß?
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Der Weg führt uns durch die Weinberge immer höher und gibt an ausgewiesenen Stellen weite Blicke ins Flusstal frei. Brauselay, Drachenfliegerrampe, Eisener Mast, Valwiger Berg, usw.
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Sagenumwobene Gestalten und Wesen begegnen uns immer wieder.
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Bis wir nach einer Weile wieder eintauchen in den Märchenwald und nicht weiter auffallen zwichen all den Kobolden, Zauberwesen und anderen Gestalten und folgen dem Kaprainer Bach.
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Unweit des Ortes Ellenz-Poltersdorf, auf der gegenüberliegenden Flussseite und der Schleusenanlage Frankel, gibt uns der Wald wieder frei.
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Hie kommt eitweise die Sonne durch die Wolkendecke und läßt uns dann auch ordentlich schwitzen. Glücklicherweise ist das letzte Stück noch recht schattig und wir kommen gesund und wohl in Beilstein an, um uns im Klostercafé zu stärken.
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Hier endete zwar unsere Wanderung, nicht jedoch der Tag. Für die Rückreise enterten wir ein Schiff genossen alles Gesehene nochmals aus der Kahnperspektive und ließen ein letztes mal die Gläser klingen.
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Zurück in Cochem, verteilten sich die Wanderteufel wieder in alle Himmelsrichtungen, um in ihrem Reich die Geschichte zu erzählen.
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Und wenn sie nicht gestorben sind, wandern sie bald schon wieder.
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Moral:
Ein verwanderter Teufel ist kein verteufelter Wanderer aber ein Wanderteufel ein verteufelt wandernder.

Diashow
Die Etappe
Apolloweg

Traumschleife Baybachklamm

Pläne schmieden und ändern … eine meiner liebsten Beschäftigungen, wenn das Endresultat zufriedenstellend, oder besser ist.
Meine Wanderpartnerin und ich hatten ursprünglich vor an diesem Tag durch irgend welche Weinberge an der Mosel zu kraxeln. Ein weiterer Wanderfreund, der zur selben Zeit in der Gegend auf Urlaub war, bekam das irgendwie mit und meinte dass das keine gute Idee bei angesagten 30°C und mehr sei. Er ludt uns ein ihn durch die Baybachklamm zu begleiten. Nach kurzer, kaum erwähnenswerter Abstimmung sagten wir zu und trafen uns fast pünktlich zur verabredeten Zeit auf dem Wanderparkplatz bei Heyweiler, dem Anfang der Traumschleife, die wir im Uhrzeigersinn erwandern werden.

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Nach wenigen Metern geht es schon recht steil bergab ins Buchbachtal.
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Kaum sind wir unten, geht es auchschon wieder steil noch oben auf das Hunsrückplateau, an Steffenshof vorbei. Hier kann man die ersten, wenigen Fernblicke in den Hunsrück genießen.
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Wer sich bis zu diesem Pavillion die Schuhe beschmutzt hat, bekommt hier Gelegenheit zur Zwischenreinigung.
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Kurz hinter Steffenshof tauchen wir wieder ein in den schattigen, kühlen Wald und folgen dem Prinzbach immer tiefer ins Tal.
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Der Weg führt vorbei an alten Zeitzeugen des Schieferabbaus im Hunsrück.
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Schließlich gelangen wir an den Baybach.
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Vorbei an schroffen, moosbewachsenen Felsen bekommen wir einen ersten Eindruck wie tief der Bach sich im Laufe der Zeit in den Fels gegraben hat.
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Auf der Hälfte der Strecke erreichen wir die gut besuchte Schmausemühle. Sogar Reitergruppen sind hier herzlich willkommen. Mit Ach und Krach finden wir noch drei Sitzplätze teils im Schatten und gönnen und eine kleine gastronomische Erfrischung. Hier spüren wir die sengende Hitze der Sonne und sind heilfroh dass wir an diesem heißen Mittag nicht in irgend welchen Weinbergen halb verdursten und uns die Haut verbrennen. Vor lauter Hitze habe ich es versäumt die Mühle selbst abzulichten.
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Danach folgen die ersten leichten Kletterstellen, die ein wenig Trittsicherheit erforden und durch Stahlseile gesichert sind, die ausreichenden Halt geben.
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Die wiederaufgebaute Heyweiler Mühle wurde auch schon länger nicht betreten.
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Es folgen im weiteren Verlauf noch ein paar Seilgesicherte Stellen, die jedoch für den halbwegs geübten Wanderer kein Problem sein dürften. Dann verlassen wir den Baybach und Folgen dem Frankweiler Bach. Auch dieser führt durch ein wildromantisches Tal.
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Ach ja! Wir müssen ja auch wider hinauf. Es erfolgte der unvermeidliche Schlussanstieg auf eine weitere Freifläche und wieder zurück in den Wald. Auf diesem letzten anstrengenden Abschnitt wurden wir dafür immer wieder mit sehr schönen Aussichten belohnt.
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Fazit:
Die Traumschleife Baybachklamm ist mit ihren ca. 10 km eine sehr gute Alternative in der Sommerhitze. Eine schöne Klammwanderung durch den Hunsrückschiefer. Entlang des Baches führt die Tour über schmale Pfade vorbei an felsigen, mit Moos bewachsenen Hängen. Sehr kühl und schattig, trotzdem mit einigen Freiflächen inklusiver schöner Aussichten. Sehr gut und empfehlenswert eine Einkehr in die Schmausemühle auf der Hälfte der Strecke.

Links zur Tour:
Traumschleife Baybachklamm
Schmausemühle
meine Diashow

Herbstwanderung im Siebengebirge

Diesmal war ich von einer Wanderfreundin eingeladen, zu einer Tour durch das herbstliche Siebengebierge. Grundlage dafür war eine Runde von wandernbonn.de (http://wandernbonn.de/2014/03/21/gluecklicher-fruehlingsanfang-im-siebengebirge/).
Wir haben die Tour noch um einen Abstecher zur Rosenau und zur Löwenburg etwas erweitert.
Das Wetter zeigte sich von einer seiner besten Seiten und ließ den Wald in schönsten Herbstfarben leuchten. Dazu gab es grandiose Fernsichten an den vielen Aussichtspunkten. Der Weg bestand zum größten Teil aus schmalen Pfaden, die auf Grund des vielen Laubs manchmal kaum zu sehen waren. Kurzum: Wir waren begeistert.

Gestartet sind wir am Wanderparkplatz auf der Margarethenhöhe. Es wird dort an den Wochenenden eine Parkgebühr von 1,50 Euro fällig und der Parwächter weisst höflich aber bestimmt darauf hin, keinen Platz zu verschwenden und sein Fahrzeug vernünftig abzustellen.
Von dort ging es erst mal steil bergauf über den Rheinsteigzubringer auf den großen Ölberg, wo wir von der Terrasse des dortigen Restaurants zum ersten Mal für den Tag die tolle Fernsicht genießen konnten.
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Nachdem die Mädels der Toilette einen Besuch abgestattet hatten ging es wieder bergab bis zur Stuttgarter Hütte. Um den Wasserfall, so heist hier ein kleiner Berg, führte ein schöner Pfad, den wir uns nicht entgehen lassen wollten.
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Dann ging es auf direktem Weg zur Burg-Wüstung Rosenau, wo wir bei einer kurzen Pause Sonne und Aussicht genießenen konnten.
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Hier kam anschließend ausnahmsweise mal Otto, mein GPS-Gerät, zum Einsatz um uns wieder auf den geplanten Weg zurück zu führen. Otto meinte, es müsse da einen Pfad nach unten geben, wenn man um die Burgruine herum geht. Gesagt, getan … und etwas pfadähnliches wurde gefunden. Man könnte auch sagen, es ging schlicht geradeaus den Berg hinunter bis zur Eduard-Spoelgen-Hütte. Meine Mitwanderer meinnten, dass das höchstens ein Wildwechsel für Mufflons oder sonstige Klettertiere war. Aber Spaß hat es ihnen auf jeden Fall doch gemacht. Und eine Punktlandung an der Hütte hatten wir auch.
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Nun ging es geradewegs Richtung Rheinsteig und zur Brücke über die L 331. Dort haben wir den Rheinsteig aber gleich wieder verlassen und sind hinter der Brücke nach rechts abgebogen, zunächst bergab und in steilen Serpentinen wieder bergauf. Immer zielstrebig Richtung Milchhäuschen zu einem sehnsüchtig erwarteten Kaffee.
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Irgendwie hatten die gesamten Eindrücke wie Herbstfarben, Waldduft, Kaffeedurst und hochpreisiger Kaffeegenuss im Milchhäuschen zusammengenommen den Effekt, dass ich völlig den Faden verlor und nur noch unkontrolliert in der Natur herumknipste. Im nachhinein kann ich die Bilderflut gar nicht mehr genau zuordnen. Zum Glück musste ich mich nicht selbst orientieren, sondern fast nur hinterher dackeln.
Auf der Löwenburg übermannte mich dann fast völlig unvorbereitet ein Mampfanfall. Dieser war so heftig dass ich dort anscheinend gar keine Fotos machte, aber meine Vorräte gänzlich vernichtete.
Aber da macht alles nichts, wie ich finde. Die Bilder in meinem Kopf und auf meinem Chip in der Kamera sprechen für eine sehr gelungene Herbstwanderung.
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Dort oben befindet sich das Gasthaus auf dem Ölberg. Das weiß ich genau.

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Dass der bergische Weg bis ins Siebengebirge reicht, war mir auch nicht bewusst.
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Erfolgreich und nur leicht erschöpft erreichten wir wieder die Margarethenhöhe, wo wir uns zum Abschluss mit einer weiteren Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen belohnten.

Fazit:
Eine sehr gelungene Runde, reich an Pfaden. Ein Muss für Wanderer, die viel Wald und Fernblicke mögen. Bestimmt sehr schön zu jeder Jahreszeit.

Hier geht es zur Diashow mit mehr Bildern und hier ist mein aufgezeichneter GPS-Track zu finden.

Bergisch-Neukirchener Rundweg

Schön ist es immer wieder wenn Tracks schon eine gefühlte Ewigkeit auf der Festplatte schlummern und man sich nicht mehr eindeutig an die Quelle erinnern kann. In diesem Fall stolperte ich über den Bergisch-Neukirchener Rundweg in meiner Sammlung. Gefunden hab ich ihn ursprünglich bestimmt, wie viele andere Wege, auf der Seite von berg-mark-wege.de. Für die genaue Wegbeschreibung, ÖPNV-Hinweise, Karten und den Track verweise ich dort hin und gebe hier meine subjektiven Eindrücke wieder.
Ich hatte an diesem Sonntagmorgen einen Frühstart und war schon um neun Uhr am Haus Diepental, dem Start- und Endpunkt dieser knapp 17 km langen Wanderung. In Anbetracht der Uhrzeit, war dort noch nichts los. Mir begegneten dort zwei Jogger und drei Hunde, nebst Halter. Dierekt am anderen Ufer der winzigen Talsperre durchquere ich das erste, kleine herbstliche Waldstück.
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Im angrenzenden Wohngebiet Linde wird klar dass dieses Gebiet gut erschlossen ist und eine Vielfalt von Wanderwegen bereit hält. Wenige Meter weiter unterquere ich die Balkan-Trasse, eine stillgelegte Bahnstrecke.
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Dann geht es weiter, teils auf schmalen Pfaden, über Feld-, Wald- und Wiesenwege.
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An diesem Schild hab ich mich erst mal vorsichtig umgesehen, ob mich jemand beobachtet. Leider hatte ich mein Kleid und meine Puppe nicht dabei.
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Etwas weiter, kurz vor einem Teich, schlummerte wie im Dornröschenschlaf eine alte, verlassene, geräumige Wohnbaracke
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Bei der Ortschaft Atzlenbach gelange ich an den Leverkusener Obstweg, der mich auf eine Hochebene führt.
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Von hier aus sehe ich durch den Dunst in der Ferne den Kölner Dom und die Schornsteine von Bayer in Leverkusen.
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Dann geht kurz durch ein Wohngebiet von Bergisch Neukirchen.
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Hinter dem Ort geht es vorbei an einigen Pferdekoppeln, zur nächsten Ortschaft Imbach. Dort kann man einige alte Fachwerkhäuser bestaunen.
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Nach dieser Ortschaft geht es weiter über Wiesen und Felder bis über die Bahnstrecke Köln – Wuppertal. Kurz dannach gehe ich ein paar Meter parallel zur Güterbahnstrecke Opladen – Düsseldorf.
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Schließlich biege ich ab und gehe einen Hang hinunter bis ich wie zufällig auf die Wupper treffe. An dieser Stelle unterquere ich dann die Bahnstrecke nach Wuppertal und gehe noch eine Weile am Wupperufer entlang.
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Schließlich verlasse ich den Wupperlauf, überquere eine Landstraße und gehe in Serpentinen weiter einen Hang hinauf in ein sehr schönes Wald- und Naturschutzgebiet zwischen Leverkusen und Leichlingen.
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Ich hoffe dass der Maurer rechtzeitig nach draussen gelangt ist.
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Hinter diesem schönen Abschnitt gelange ich auf ein Feld in direkter Nachbarschaft zu einem weiteren, langweiligen Wohngebiet, das ich leider auch durchwandern muss.
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Dieses Wohngebiet von ca. 900 m Länge, war so langweilig, dass es mir kein Foto wert war.
Als ich endlich wieder die Zivilisation verlasse, komme ich ins Murbachtal zur Wietsche Mühle, wo man innerhalb der Öffnungszeiten einkehren könnte.
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Von hier aus gehe ich weiter entlang des Murbachs.
Es war inzwischen früher Nachmittag und Meter für Meter nahm ab hier die Sonntagsspaziergängerdichte zu. Es konnte also nicht mehr sehr weit bis in Diepental sein.
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Schließlich kam ich wieder an die Diepentalsperre. Menschen saßen in der Herbstsonne an ihrem Ufer und am Wegesrand. Der Parkplatz war mittlerweile hoffnungslos überfüllt und in der angeschlossenen Restauration war es schwer einen Platz zu ergattern. Ich gönnte mir schnell noch einen Abschlusstrunk und suchte dann das Weite.
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Fazit:
Der Bergisch-Neukirchener Rundweg von knapp 17 unanstrengenden Kilometern bietet viel Abwechslung und führt in erster Linie über gut befestigte Wald- und Feldwege. Er beinhaltet auch einige schmale Pfade und Weitblicke. Innerhalb der Wohngebiete geht es natürlich über Asphalt. Im Bereich der Wupper und später im Naturschutzgebiet war der Weg aufgrund hoher Feuchtigkeit stellenweise recht geschmeidig.

Eine völlige Trockenlegung der Diepentalsperre stand in 2013 kurz bevor. Wie es dazu kam und wie es weiter geht ist in der örtlichen Presse nachzulesen.

Zu guter letzt noch meine kleine Diashow

Erdener Treppchen und etwas Moselsteig Etappe 12

Ich war in Kröv an der Mosel zu einem kleinen Familientreffen verabredet und wollte die Gelegenheit nutzen, dort auch etwas zu wandern. Nachdem ich am frühen Morgen schon mein Gepäck in die Unterkunft bringen durfte, hatte ich noch Zeit bis zum späten Nachmittag.
Geplant hatte ich die 12. Etappe des Moselsteigs von Ürzig nach Traben-Trarbach und den Klettersteig, Erdener Treppchen. Hin und zurück wollte ich mit dem Bus.
Von meinem Gastgeber erfuhr ich dann dass ich den ersten Bus verpasst hatte und der nächste erst in über drei Stunden fuhr. Also spendierte ich mir ein Taxi nach Ürzig. Nachdem ich dem Fahrer bestimmt sehr umständlich erklärt hatte wo ich hin wollte, fragte er nach meinem Vorhaben. Bereitwillig gab ich ihm Auskunft.
„Ach so.“ sagte er. „Dann bringe sie ich am besten gleich nach oben zum Wanderparkplatz. Dort verläuft der Wanderweg.“ Ich vertraute der Ortskenntnis des Einheimischen und willigte ein. Kurz bevor er auf den Wanderparkplatz abbog, zeigte er mir noch wo der Weg in den Wald führte. Ich wiederum erkannte gleich das Wanderzeichen und konnte mich über ca. zwei eingesparte Bergaufkilometer freuen die über Straßen führen und in Straßennähe verlaufen.
Es war dort oben noch sehr nebelig. Vom Wanderparkplatz ins Tal schaute ich ich vor eine graue Wand.
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Die Aussicht von der Burgberghütte war auch noch nicht so toll. Aber von hier kommt man zum Erdener Treppchen. Da mir die gestrige Wanderung noch etwas in den Knochen steckte war ich zunächst etwas unschlüssig. Aber man hatte mir ja bereits zwei Kilometer geschenkt. Also machte ich mich auf zum Treppchen. Weil ich mal wieder überhaupt nicht wusste was mich erwartete, beschloss ich erst einmal dem Track so zu folgen, dass ich eine ganze Weile fast parallel zum Moselsteig ging. So wäre ich schnell wieder zurück auf die Strecke gelangt.
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Zu meiner Überraschung ging es zunächst über den bewaldeten Hang gemütlich bergab, bis ich in die Weinberge kam. Von dort geht es dann auf asphaltierten Wirtschaftswegen weiter bis zum entscheidenden Richtungswechsel. Ich folgte dem Klettersteig, der mir noch nichts zum Klettern bot, weiter hinunter bis zur Mosel.
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Hier unten an der Mosel bei den römischen Kelteranlagen beginnt der eigentliche Klettersteig. Es geht steil nach oben in die Weinberge.
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Hier haben sich einige Wanderer ein kleines Denkmal gesetzt.
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Hinter der Brücke versteckt sich auf der rechten Moselseite Lösnich im Nebel.
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Eine kleine Passage mit Halteseil und seltene Weinbergklettersteigpflanzen.
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Mineralien und Edelstahl könnte man hier im Tagebau ernten, während ander Blumen gut dazu riechen.
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Dort unten liegt der Ort Erden.
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Als ich wieder auf dem Weg zur Burgberghütte bin, kommt allmählich die Sonne durch. Der Blick ins Tal war immer noch leicht diesig, aber nun immerhin vorhanden.
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Links neben der Bildmitte wachsen die ersten Pfeiler der im Bau befindlichen Hochmoselbrücke empor. Über sie soll einmal die neue B 50 verlaufen. Schön für den Verkehr, schade für das schöne Tal.
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Von nun an geht es auf Pfaden und Wirtschafswegen über den Moselsteig und den Moselhöhenweg durch die Wälder der südlichen Eifel, bis der Bewuchs sich lichtet und den Blick in Moseltal wieder freigibt.
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Hier, in etwa einem Kilometer oberhalb von Kröv habe ich mich entschieden die Tour abzubrechen und bin auf kürzestem Wegen hinunter in den Ort gegangen. Der Klettersteig, auch wenn er recht harmlos war, hat mich doch einiges an Zeit gekostet. Ich habe es in dem Moment vorgezogen rechtzeitig meine Bande zu treffen, um mit ihr noch ein paar schöne Tage an der Mosel zu verbringen.
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Fazit:
Nun ja, die 12. Moselsteigetappe bin ich aus Zeitnot und Faulheit ungefähr nur zur Hälfte gegangen. Aber das Stück war schön und gut gemischt aus Wald und Passagen mit Weitblick.
Den Erdener Klettersteig bin ich im Prinzip am falschen Ende angegangen. Empfehlenswert ist es unten bei den römischen Kelteranlagen zu starten und anschließend gemütlich wieder hinab zu gehen. Die Warnhinweise klingen viel schlimmer als es ist. Es geht halt nur steil bergauf. Im letzten Viertel nach oben lädt ein kleiner Unterstand zur Rast ein. Schöner ist es jedoch weiter oben an der Bergburghütte.
Wer das Erdener Treppchen mit dem Moselsteig, bzw. Moselhöhenweg in Richtung Traben-Trarbach kombinieren möchte, dem empfehle ich ebenfalls von der Kelteranlage zu starten, um über die Burgberghütte auf die Strecke zu gelangen.
Zu guter Letzt noch ein Link mit Karten und GPS-Daten zum Erdener Treppechen und zur 12. Etappe Moselsteig.

Moselsteig Etappe 16 und Calmont Klettersteig

Eigentlich lautete mein Ziel den Calmont Klettersteig zu begehen. Da ich Anfang Oktober für ein paar Tage ein kleines, aber feines Familientreffen in Kröv an der Mosel hatte, ließ sich das prima miteinander verbinden. So machte ich mich einen Tag voher, noch vor Sonnenaufgang, auf den Weg nach Neef. Von dort konnte ich den Klettersteig mit der kürzesten Etappe des Moselsteigs kombinieren und mit mit der Bahn wieder zurückgelangen. Aber es kam wieder mal anders…

Ich startete gegen 10 Uhr auf dem Moselsteig im kleinen Moselörtchen Neef. Weder der Himmel, noch die Gipfel der Weinberge waren zu sehen, da das Moseltal noch mit einer ordentlichen Nebelschicht gefüllt war.
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Es ging zunächst über die Mosel in Richtung Bremm, wo ich recht zügig durch die noch nicht sehr steilen Weinberge auf einen Kreuzweg gelangte. Ab dort geht es steil bergan durch bewaldetes Gelände oberhalb der Rebengewächse.k-DSCF5698 k-DSCF5702 k-DSCF5715 k-DSCF5718k-DSCF5717

Mittlerweile war ich hoch genug um die ersten Sonnestrahlen zu bemerken. Angekommen auf der Lichtung am Bremmer Gipfelkreuz musste ich erst einmal verschnaufen und konnte den schönen Blick ins Moseltal erst mal nur erahnen. k-DSCF5723k-DSCF5721 k-DSCF5726

Ich ließ mich nieder und wartete noch eine Weile bis der Nebel sich langsam auflöste und ich endlich einen Blick auf die Moselschleife werfen konnte.
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Dann kam der Moment dass ich die Akkus meiner Kamera wechseln musste. Dabei bemerkte ich ganz zufällig dass ich ungefähr keinen einzigen Cent Geld bei mir hatte. In der Aufregung beim Start in Neef hatte ich offensichtlich versäumt meine Geldbörse aus dem Handschuhfach in den Rucksack zu packen. Naja, man wird halt eben nicht jünger, dafür um so schusseliger. Umkehren wollte ich deshalb aber nicht. Die Strafe folgte auf dem Fuße, bei dem Gedanken an die mit Vorfreude erwartete Einkehr in Eller, die nun leider aus finanziellen Gründen abgesagt wurde. Mal ganz abgesehen von der plötzlich unbezahlbaren Rückfahrt mit der Bahn. Ich bin schon lange nicht mehr per Anhalter gefahren. Aber dieses Problem löste sich später anders. Ich folgte weiter dem Moselsteig, der hier gleichzeitig Moselhöhenweg ist. Oberhalb der Weinberge geht es weiter durch den Wald, vorbei an tollen Ausblicken.
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Ein paar hundert Meter vor der Galgenlay geht es sehr steil, teilweise über Schieferschotter, hinab. Wohl dem, der hier Wanderstöcke dabei hat. An der Schutzhütte habe ich den Moselsteig verlassen und begab mich auf den Klettersteig.
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Zum Klettersteig gibt es nicht sehr viel zu berichten. Insgesamt besteht er aus einem sehr schmalen Pfad, der sich auf etwa halber Höhe, am Calmont entlang schlängelt. Der Abschnitt ist auf jeden Fall kein Sonntagsspaziergang! Es wäre gut wenn man hier Kondition, festes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit dabei hat. An besonders schwierigen Stellen stehen Hilfsmittel wie Leitern, Tritteisen und Haltestahlseile bereit.
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Der Tip einer Wanderkameradin, diesen Weg nicht an einem langen Wochenende zu begehen, war sehr gut. Ich war zwar nicht ganz alleine dort unterwegs, aber es war angenehm ruhig auf den Wegen.
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Ob hier ein Winzer oder ein Wanderer seine Wäsche trocknete konnte ich nicht eindeutig erkennen.
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Hin und wieder gilt es den Blick zu genießen. Auch wenn es mal bergab geht.
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Ich kann nicht sagen wie dieses Schild zu deuten ist. Für mich war an dieser Stelle, oder später nichts schlimmer als es schon war.

 

 

 

 

In Anbetracht der vorangeschrittenen Zeit und Bremm in Reichweite, entschied ich mich hier an dieser Stelle den Klettersteig zu verlassen und das letzte Stück nach Neef zu gehen. Ich hatte den Klettersteig und die steilen Abschnitte mächtig unterschätzt. Inklusive der langen Pause am Bremmer Gipfelkreuz hat mich das mehr Zeit gekostet als ich dachte. Mein Otto hat mir nur etwas mehr als 13 km Strecke aufgezeichnet, für die ich 6,5 Stunden benötigt habe.
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Noch ein Blick zurück.
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Vom Klettern abgekämpft und müde erreichte ich wieder mein Auto. Mein erster Gedanke galt meiner Urlaubskasse, die unberührt an erwarteter Stelle lag. Ich hatte mir im Vorfeld ein paar Telefonnummern von Pensionen auf dem Weg zu meiner zweiten Station notiert. Dummerweise waren alle belegt. So machte ich mich noch in Neef auf die Suche nach einer Bleibe für die Nacht. Dabei wurde ich nach wenigen Schritten von wohltuenden Küchendüften und meinem schier unglaublichen Durst auf Bier unterbrochen.
Nachdem ich für mein leibliches Wohl gesorgt hatte, war es auch um meine Fahrtüchtigkeit geschehen. Ich trottete zum Auto und faltete mich in meinem Notschlafsack irgendwie auf die Rückbank und entschlummerte alsbald.
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Fazit:
Die Kombination Mosel- und Klettersteig hat prima geklappt. Mit etwas mehr Tempo und weniger Pausen ist das auch in 4-5 Stunden gut zu schaffen. Ich bin wohl etwas zu schwer zum Klettern.
Wer hat, sollte seine Wanderstöcke benutzen. Die vielen Blicke ins Moseltal sind grandios.
Bei hoher Regenwahrcheinlichkeit rate ich wegen der Rutschgefahr besser woanders zu wandern.

Mehr Bilder zu dieser Tour sind in meiner kleinen Diashow zu sehen, hier sind die Tracks und weitere Informationen vom Moselsteig zu finden und hier geht es zum Calmont Klettersteig.

Bergischer Panoramasteig Etappe 2

Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Ich saß frühzeitig im Auto, hatte ausreichend Zeit und konnte mich ganz gemütlich ohne Zeitdruck auf den Weg machen. In Lindlar am Freilichtmuseum war ich mit meinem Wanderpartner verabredet. Ich habe mein Navi gebeten mich auf dem kürzesten Weg dorthin zu führen, was eben nicht der schnellste ist. So kam ich tatsächlich wenige Minuten zu spät.
Diese Etappe führt bei „Bergisches Wanderland“ von Lindlar nach Biesfeld. Unter dem Link ist auch alles weitere, wie Karten, GPX-Daten, Anfahr- und Parkmöglichkeiten, ÖPNV und Rückfahrmöglichkeuten zu finden. Wir sind allerdings in Gegenrichtung gegangen.
Die nächste Hürde war auf dem Weg nach Biesfeld in Form einer gesperrten Straße. Wir nahmen einen anderen Abzweig, was zur Folge hatte dass mein Navi mich pausenlos dazu aufforderte zu wenden. Normalerweise dauert es nicht sehr lange bis es die Route neu berechnet. Aber diesmal quäkte es sehr beharrlich: „Wenn möglich, bitte wenden.“ Zum Glück verfügte mein Wanderpartner über einen besseren Orientierungssinn und wies mir den Weg bis das Navi kurz vor dem Ziel endlich fertig mit rechnen war.
Nun ging es endlich los.
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Leider war das Wetter an diesem Tag nicht sehr fotogen, dafür aber trocken und für mich angenehm temperiert. Der Weg war sehr abwechlungsreich, wenn auch ein wenig waldlastig. Trotzdem gab es auch auf dieser Etappe ausreichend Panorama.
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Bis auf ausgesetzte Kletterstellen waren wohl alle Wegarten vertreten.
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Bedauerlicherweise müssten wir auch einige Male über Asphalt gehen.
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Dieser Platz war für eine Rast optisch sehr einladend. Zu diesem Zeitpunkt leider etwas unappetitlich da auf allen umliegenden Wiesen frische Gülle ausgebracht war. Also gingen wir, im wahrsten Sinne des Wortes, immer der Nase nach weiter.
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Verwegen unter umgestürzte Bäume und durch hölzerne Sicherheitsschleusen.
In Gedanken ertönte immer das Alarmsignal bis wir uns allen metallenen Utensilien entledigt hatten.
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Schließlich kamen wir zum einzigen wirklich negativen Teil der Strecke. Es ging durch ein kleines, aber hässliches Gewerbegebiet in Hommerich, das eigentlich besser umwandert werden sollte.
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Dafür ging es in dem direkt angrenzenden Wald sehr kräftig bergauf. Der Hang hatte für mich schon einen recht alpinen Charakter. Fluchend quälte ich mich hoch und wünschte innerlich, besser andersherum gegangen zu sein. Mein Navi sagte heut morgen schon: „Bitte wenden.“
Aber das relativierte sich beim nächsten längeren Gefälle wieder.
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Teilweise war der Weg durch Forstarbeiten aufgewühlt und schlammig. Aber zum Glück ging es hier durchs trockenere Abseits.
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Dieses schmucke Fachwerk lädt den müden Wanderer ein zu Bett und Frühstück.k-DSCF5622k-DSCF5623

Den Sehnerv langsam wieder zur Ruhe kommen lassen.
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Und weiter geht es.
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Ich hab schon viel gesehen. Doch die alte Dampflok im Garten stellt das alles Gesehene in den Schatten.
Es handelt sich hierbei um den Banhof Linde an der ehemaligen Bahnstrecke Köln – Hoffnungstal – Lindlar. Die Strecke wurde 1960 für den Personenverkehr und 1966 für den Güterverkehr stillgelegt. Der Bahnhof und das umliegende Gelände befinden sich seit 1972 in Privatbesitz.
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Die ehemalige Trasse der Sülztalbahn dient heute als Rad- und Gehweg.
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Und fast sind wir am Ziel dieser Etappe.
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Fazit:
Die zweite Etappe des Bergischen Panoramasteigs ist sehr abwechslungreich was die Wegbeschaffenheit betrifft. Auch hier ist die Beschilderung sehr gut. Und das sogar in Gegenrichtung. Es gibt viele Waldabschnitte und herrliche Aussichten. Als sehr negativ bewerte das Gewerbegebiet in Hommerich. Laut Karte ist das aber gut zu umgehen.

Der offizielle Track und mehr Informationen sind zu finden bei: Bergisches Wanderland – Panoramasteig Etappe 2

und weitere Fotos in meiner kleinen Diashow.

Eulenkopfweg Teil 1 und 2

Der Eulenkopfweg ist ein Wanderweg mit einer Gesamtlänge von 42 Kilometern in Nordrhein-Westfalen in den Städten Wuppertal, Wülfrath und Haan. Er besitzt als Wegzeichen einen stilisierten Eulenkopf (Stringocephalus burtini), ein Leitfossil der mitteldevonische Riffkalke. Der Wanderweg informiert über erdgeschichtliche, biologische, industriegeschichtliche und heimatkundliche Aspekte des Nordwestrandes Wuppertals und entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach einer Idee von C. Brauckmann unter Mitwirkung einer Arbeitsgemeinschaft des Fuhlrott-Naturkundemuseums Wuppertal. (Quelle: Wikipedia)

Da ich ganz in der Nähe wohne, nahm ich die Gelegenheit war, einen Wandertag völlig ohne Räder einzulegen. Leider war mir das Wetter nicht gut gesonnen, so dass ich insgesamt viermal unter den Regenponcho schlüpfen musste. Daher sind die Fotos auch nicht so toll. 200 Meter vor dem eigentlichen Ziel, habe ich dann aus meteorlogischen und ortskundigen Gründen die Tour abgebrochen und bin noch ein Stück auf einer alten, zum Fahrradweg umgebauten Bahntrasse in Richtung nach Hause gegangen.
Hierzu noch eine Warnung an alle Freunde und Anwender von GPS-Geräten. Die Trasse führt durch mehrere Tunnel in denen das GPS-Signal stark gestört ist. Um sich dort nicht zu verlaufen ist es ratsam einen magnetischen Kompass und eine analoge Karte benutzen. Vorteil der Tunnel ist, dass sie selbst bei sehr starkem Regen noch sehr dicht sind, so dass man mehrere hundert Meter trocken vorankommt … wenn man den Weg kennt.

Interessierte finden die KMZ-Daten und weitere Informationen zur Strecke, sowie Anfahrt per ÖPNV, Park- und Einkehrmöglichkeiten bei Berg-Mark-Wege.de. Die Angaben dort zur Gastronomie sind teilweise nicht auf dem neusten Stand.
Ich bin entgegen der dort beschriebenen Richtung gegangen.

Dies schöne Haus steht ein kleines Stück abseits der Route.
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Die Wege sind zum größten Teil breit und gut befestigt, da zum Teil noch in der Stadt.
In der Nähe von Wohngebieten ist der Asphaltanteil entsprechend hoch. Aber schnell befindet man sich auf dem für Lackschüchen ungeeignetem Land.
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Wer dann in die andere Richtung geht, hat diesen Blick.
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Aber ich bewege mich ja von der Stadt weg. Abwechlungsreich durch kleinere Waldabschnitte, über Felder und Wiesen, immer wieder an kleineren oder größeren Höfen und Ansiedlungen vorbei.
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Hier wäre es beinahe zu einem folgenschweren Zusammenstoß gekommen.
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Dort wo sich der erste und zweite Teil des Eulenweges begegnen, bin ich in Form einer Acht gewandert. Ein netter kurzer Plausch mit der joggenden Omi hat ergeben dass wir beide wasserdicht sind …. wenigsten von aussen nach innen.
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Dann kam ich an dieser geheimnisvollen Ruine vorbei. Ich konnte nicht anders und musste den Bauzaun unbedingt überwinden.
Es hat dort offensichtlich einmal gebrannt. Hinter dem Haus lag ein großer Haufen verkohltes Holz, viele sauber gestapelte alte Ziegelsteine und Fensterrahhmen. Der Boden im Haus war sauber mit Schlacke oder ähnlichem bedeckt und völlig entkernt von Holz und losen Steinen.
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Nach der Überquerung des Bachs Düssel, erreiche ich die pitoreske Ortschaft Düssel mit einem historischen Dorfkern, der zur Einkehr einlädt.
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Hofbesitzer arbeiten hier mit und lassen den Wanderer nicht aussen herum gehen. Anschließend am Friedhof vorbei auf die kleine Anhöhe. Ein sehr guter Ort für eine Rast, mit einem schönen Blick auf Düssel und Umgebung.
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Regen…. Na und? Ist doch nur Wasser. Andere wissen das auch.
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Der Aprather Mühlenteich, an dem ich schon als kleiner Junge die Enten gefüttert habe, wenn meine Eltern Sonntags mit mir hier heraus fuhren. Nun war ich zum ersten mal richtig hier. Nämlich zu Fuß. Ein kleines Stück weiter steht ein Kaiser Wilhelm Denkmal, von dem aus man einen kleinen Blick auf die Reste von Schloss Aprath hat.
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Dann, auf einer Anhöhe entdecke ich den modernen Fernmeldeturm und den alten Wasserturm in trauter Zweisamkeit.
Der Kleine wird übrigens wegen seiner Form im Volksmund liebevoll „Atadösken“ genannt … und der Lange „Bleistift“
, weil erst die Säule mit der Spitze gebaut wurde und der Aufbau später am Stück hoch gewuchtet wurde.
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Ein sehr unschöner Abschnitt durch und am Rande eines Wohngebietes hinunter zum historischen Kalktrichterofen, der nur an bestimmten Tagen auch von innen zu besichtigen ist.
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Hier reisst dann auch die Bilderflut ab. Wie bereits anfangs erwähnt brach ich hier die Tour ab. Wegen eines sehr starken Gewitterregens zog ich es vor die Kamera sicher zu verstauen und wählte ca. 200 m vor dem eigentlichen Ziel eine Abkürzung über die sogenannte Nordbahntrasse. Wegen des rutschig, geschmeidigen Weges war ich gezwungen meine Hose und den Poncho gesäßwärtig kräftig und flächendeckend mit Schlamm und Lehm einzureiben, weil ich den Fuß eines kleinen Hangs halbliegend, oder fast sitzenderweise erreichte.

Ach ja, dann war da noch das kleine Kind, das sich mit seiner erwachsenen Begleitung am Ende des Tunnels wohl vor dem Regen rettete. Das Kind schaute mich mit immer größer werdenden Augen an als ich dreckig, nass und eingehüllt in eben einen solchen Poncho aus dem Halbdunkel des Tunnels trat. Ich erwartete ein zartes, bebendes Kinn, rollende Tränen und Geschrei. Aber nichts dergleichen. Das Kind erkannte mein freundliches Lächeln und erwiederte es. Wenn auch etwas schräg und leicht irritiert.
Ungefähr 150 m vor meiner Haustüre wurde ich für die letzten Schritte wieder von der Sonne verwöhnt.

Fazit:
Für die Stadtnähe überraschend viele Pfade und unbefestigte Wege. Sehr abwechslungsreich mit vielen Aussichten. Interessant mit dem geologisch, historischem Hintergrundwissen.

Muttental und Bommerholz bei Witten, Bergbauwanderweg

Im März bin ich bereits dort gewesen, konnte jedoch die Eindrücke nicht recht verarbeiten, weil alles so schnell ging. Wer mag kann hier noch einmal nachlesen.
Damals hatte ich bereits schon beschlossen hier noch einmal in meinem Tempo zu wandern. Gesagt, getan. Ich hab die Strecke etwas geändert und mehr vorm Bergbauwanderweg eingebaut. Das ein oder andere Fotomotiv erscheint bestimmt zum zweiten mal.
Eine kleine Begebenheit hat sich zu meiner Überraschung zugetragen:
Als ich auf dem Wanderparkplatz meine Schuhe schnürte, sprach mich ein älterer Hundehalter an, wo es denn hin ginge. Auf meine Antwort: „Ins Muttental zum Bergbauwanderweg.“ antwortete er: „Au, da ist heute Oldtimertreffen und die olle Dampmaschine wird angeschmissen. Da müssen sie den Weg runter.“ Und wies mit der Hand in die entgegengesetzte Richtung, in die ich wollte. Ich bedankte mich höflich und zog los. Auf der Zufahrt zum Parkplatz fuhr der Hundehalter langsam heran und rief aus dem offenen Fenster: „Das ist die falsche Richtung! Sie müssen da hinten runter!“ Ich sagte ihm freundlich dass eben auf der anderen Straßenseite etwas gesehen hatte, das ich mir noch einmal genauer anschauen wollte. Mit einem verständnisvollem Nicken fuhr er seines Weges. Und ich ging den meinen. Mein Otto kennt sich aus.
Ein wenig hatte ich damals schon zu dieser Gegend geschrieben. Deshalb möchte ich mich diesmal wegen der Wiederholungsgefahr nicht soviel texten, sondern mehr bebildern.

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Hier setzte leichter Regen ein, der mich dazu nötigte meinen Poncho für 10 bis 15 Minuten zu lüften. Den Rest des Weges hatte er ausgiebig Zeit am Rucksack wieder zu trocknen.
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Die vom SGV betriebene Einkehrmöglichkeit hatte leider geschlossen.

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versteckte Kleinkunst

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Hier war auch leider geschlossen. Also musste ich um den Berg herum statt mitten durch.
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So erreichte ich dann aussen herum die Zeche Nachtigal, auf dessen Gelände die Ziegelei Dünkelberg steht. Dort war das zu Beginn erwähnte Oldtimertreffen und wahrscheinlich auch die Dampmaschine. Auf dem Gelände war ordentlich was los. Zutritt wollte man mir nur nach Zahlung eines Eintrittgeldes gewähren.  Damit war ich nicht einverstanden und suchte das Weite, sowie meine Ruhe.
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Doch noch einen Oldtimer gesehen.
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Die Burgruine Hardenstein
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Nach der Ruine geht es wieder in den dichten Wald, auf teilweise schmalen Pfaden.
Hier bitte Vorsicht! Tieffliegende Mountainbiker kreuzen! … manchmal sogar völlig ausser Kontrolle. Zum Glück ist nichts schlimmes passiert.

Eine knorrige Wurzeltreppe war auch zu besteigen. ich sah eine Reiterin, die ihr Sportgerät gut im Griff hatte und viele Bienchen bei der Arbeit.
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An diesem einladend, lauschigem Plätzchen konnte ich einfach nicht vorbeigehen.
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Jede Menge Holz im Bommerholz, übermannshohes Farn und ein letzter kleiner Anstieg.
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Diesmal auch mit zusätzlicher Diashow und zum Schluss mein Track.

Wupperpfade Teil 2

Dies ist nun der zweite Teil einer Riesenwanderung links und rechts der Wupper zwischen der Rutenbeck / Buchenhofen und Müngsten. Ich habe die ursprüngliche Strecke von 35 km mit einem sehr hohen Pfadanteil kurzer Hand geteilt, weil ich keinerlei olympischen Ambitionen habe.
Gestartet bin ich wieder am Strandcafe in der Kohlfurth und ging dieses mal in südliche Richtung. Bei meiner Ankunft am Start wurde gerade emsig ein kleiner Flohmarkt aufgebaut, der dort in den Sommermonaten regelmäßig am ersten Samstag im Monat stattfindet. Aufgrund der Ferienzeit war nicht viel los, es reichte jedoch meinen Start leicht zu verzögern. Ich witterte Beute, machte welche und führte noch ein paar kurze Gespräche. Nachdem ich die neue Errungenschaft ins Auto gepackt hatte, ging es endlich los.
Schnell lag der kleine Ort Kohlfurth hinter mir und ich befand mich zunächst auf dem Wuppertaler Rundweg, der mich schnell auf die Wupperhänge zur ersten Aussicht führte.
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Dieser Abschnitt des Wuppertaler Rundweges ist reich an Pfaden und Wald. Hin und wieder gibt die Vegetation ein Blick auf den gegenübeliegenden Hang frei. Wie hier, auf den Flecken Papiermühle, welcher später auf meinem Rückweg liegt.  k-DSCF5047k-DSCF5043 k-DSCF5050 k-DSCF5051 k-DSCF5053

Im Grunde könnte ich diesem Weg bis kurz vor Müngsten folgen. Aufregender war es aber ihn immer wieder zu verlassen und auf den Reitwegen die die gleiche Richtung hatten zu wandern.
So kam es, wie es kommen musste. Ich begegnete einer Reiterin. Wir begrüßten uns höflich und sie fragte mich warum ich denn auf den Reitwegen wandere und nicht auf dem Wanderweg nebenan? Dort sei doch bestimmt viel angenehmer zu gehen.
Darauf erwiederte ich, dass ich es als überaus angenehmer empfinde auf einem Reitweg einer jungen, hübschen Reiterin zu begegnen, als auf dem Wanderweg einem ollen, bärtigen Wanderer.
Laut lachend und leicht errötent stimmte sie mir zu und antwortete schlagfertig mit einem  Augenzwinkern, dass ich mich auch ein mal in ihre Lage versetzen solle. So lachten wir beide und gingen gut gelaunt unserer Wege. Sie hoch zu Ross und ich wieder mal in kurzen Hosen durch Brennesseln.
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So kam ich an den Morsbach, kurz bevor er sich in die Wupper ergießt. Hier in unmittelbarer Nähe befindet sich auch ein großer Parkplatz, von dem man auch starten könnte, oder nur den Brückenpark mit ein paar kurzen Rundwegen besuchen kann.
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Einer von den beiden Diederichstempeln. Der andere steht bei Schloss Burg.
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Hier hatte ich etwas Mühe den versteckten, alten Weg unten an der Wupper entlang zu finden. Aber ich fand ihn und bekam so mal einen anderen Blick auf den Brückenpark mit dem uralten Minigolfplatz, den ich schon seit meiner Kindheit kenne. Da das Wetter recht gut war, wurde hier und da sogar in der Wupper geplanscht.
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Eben weil dieser alte Weg nicht mehr gepflegt wird, sind die Zugänge recht zugewachsen. Das hatte zur Folge dass ich recht irritierte Blicke erntete, als ich bei der Schwebefähre aus dem Unterholz gekrochen kam. Ein Reh bricht aus dem Wald …. dachte ich dabei mit einem Lächeln.
Nun ja. Die Schwebefähre. Eine durch reine Muskelkraft zu bewegende Seilbahn über die Wupper. Meine persönliche Jungfernfahrt stand kurz bevor. Ich konnte mich gerade noch kurz mit den aushängenden Beförderungsbedingungn vertraut machen, da kam sie auch schon angesaust….. ganz gemächlich. Nur gut, dass ich noch nichts getrunken hatte.
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Geschwindigkeitsrekorde wird es hier keine geben. Und durch die pumpende Auf- und Abbewegung kommt die Fähre hervorragend ins wippen, so dass es kaum noch möglich ist zu fotografieren. Am Ende einer aufregenden und anstrengenden Wupperüberquerung (man musste selbst pumpen) durfte ich nach geleisteter Arbeit noch den Fahrpreis in Höhe von einem Euro berappen. Aber ich tat es gerne.
Da der Brückenpark an diesem Tag gut besucht war und ich es gerne etwas ruhiger hätte, blieb mir nur der Durchmarsch.
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Auch hier später wieder selten benutzte und schlecht bis nicht gepflegte Wege zu den Wupperklippen..
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Schließlich kam ich auf eine höher gelegene Freifläche mit einem grandiosem Rundumblick auf Cronenberg, Solingen und Remscheid.
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Dann ging es wieder hinunter zur Wupper und dem kleinen Ort Papiermühle. Dieser Flecken wird so genannt, weil hier Mönche des Altenberger Klosters um 1520 die erste Papiermühle im Herzogtum Jülich und Berg errichteten. Hier wurde Papier hergestellt und Bücher gedruckt. Zuletzt unter anderem speziallisiert auf Packpapier für die Stahlwarenindustrie wurde hier bis in die 1990er Jahre produziert.
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Dann stand ich vor diesem großen Tor. Es wäre ein Leichtes gewesen es zu umgehen um zu erkunden was sich dort hinter dem Hügel verbirgt. Leider drängte die Zeit und das im Anmarsch befindliche Gewitter mich meinem Weg fortzusetzen. Aber eins ist Gewiß. Ich komme wieder.
Ich kam an einer vergessenen Allee vorbei. Otto, mein GPS-Gerät veriet mir dass sie meinen geplanten Weg geringfügig abkürzte obwohl mein Kartenmaterial hier keinen Weg anzeigte. Die Allee endete im Nichts. Also im Unterholz durch das ich mich wieder kämpfen musste. So löste sich mein kleiner Zeitgewinn wieder in Wohlgefallen auf.k-DSCF5140 k-DSCF5143

An diesem mit Seerosenblättern bedeckten Teich stand vor ca. 100 Jahren ein großer Schleifkotten, in dem zeitweise um die 50 Menschen ihrer Arbeit nachgingen. Er verfügte über ein Wasserrad und eine Dampfmaschine, weshalb er einen sehr leistungsfähigen leistungsfähigen Maschinenpark hatte. Durch einen Brand wurde er in wenigen Stunden vollkommen zerstört und nicht wieder aufgebaut. Leider habe ich versäumt die Informationstafel zu fotografieren und kann meinem manchmal etwas sturen Gedächtnis nur wenige Eckdaten entlocken. Dafür verdunkelte sich langsam der Himmel.
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Die letzten 400 Meter führen über Asphalt am Cafe Hubraum, einem sehr bekannten Bikertreff, vorbei. Dann nur noch kurz über die Wupper und mein Ziel ist erreicht.
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Auf der Kohlfurther Brücke sitzen die Spinnen wegen des aufziehenden Gewitters auf Posten um ihre Netzte zu schützen. Vielleicht. Ich kenne mich in diesen Dingen nicht sonderlich gut aus.
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Gerade noch rechtzeitig erreiche ich das Strandcafe wieder, als die ersten Regentropfen auf die Sonnenschirme klopfen. Gegenüber im Cafe Hubraum herrscht hektische Aufbruchstimmung, während hier recht gelassen ein wenig Kram weggeräumt wird. Ich trinke rasch mein kastriertes Weizenbier, begebe mich auf die Heimfahrt und erlebe einen sehr heftigen Gewitterschauer unterwegs im Auto. Glück gehabt.
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Fazit:
Bei dieser Wanderung war der Pfadanteil nicht ganz so hoch wie im ersten Teil. Dafür gab es als Highlight die Fahrt mit der Schwebefähre und für die, die ihn noch nicht kennen, den Brückenpark an der Müngstener Brücke. Hervorragend ist das grandiose Dreistädtepanorama im letzten Drittel. Und am Rande bekommt man auch noch ein wenig industriegeschichtliches geboten.

Es gibt noch eine Diashow dazu mit noch mehr Fotos und den aufgezeichneten, leicht von ein paar Irrläufern bereinigten Track.