Muttental und Bommerholz bei Witten

Egal was man macht, es geht immer wieder um Kohle.

Endlich ergab sich für mich mal wieder die Gelegenheit mit einer für mich recht sportiven Wandergruppe zu wandern. Ich schaue immer mal wieder nach was bei denen so geplant ist. Aber meistens sind mir die Strecken zu lang, oder zu weit weg. Und weil ich sie kenne, weiß ich dass deren Tempo an meine Grenzen geht, so dass es keine Entspannung mehr für mich ist.
Geplant war diesmal eine Gesamtstrecke von 28 km mit mehreren Abkürzungsmöglichkeiten in angenehmer Nähe irgendwo bei Witten. Diese Gegend ist mir noch völlig fremd. Ich komme gelegentlich auf der A 43 dort vorbei und verbinde es sofort mit Bochum und Ruhrgebiet eben. Und dort kann man wandern? Anscheinend schon.
Von Anfang an war klar das mindestens noch ein Teilnehmer und ich abkürzen würden. Nur nicht genau wo. Bei der letzten Möglichkeit stiegen wir, inzwischen zu fünft, aus und kamen immerhin noch auf ca. 19 km in einer für mich sehr kurzen Zeit.
Das Tempo ist dann auch ein Grund warum ich nur wenige Fotos machen konnte. Das gehört bei mir normalerweise zum Wandern dazu. Stehen bleiben, schauen, genießen und knipsen. Nicht so an diesem Tag. Sport stand auf meinem Programm.
Man traf sich auf dem Wanderparkplatz schräg gegenüber von Bommerholzer Str. 59. Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es los.

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Bald entdeckte ich etwas abseits unseres Weges diese gemütliche Bank. Aber für eine Rast war es noch viel zu früh. Dafür gab es schon bald die ersten Anschauungsobjekte des frühen Bergbaus.
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Die schnelle Truppe, die ich fast ausschließlich von hinten sah. Ein paar Fotos nur bei einer Bergbauausstellung und an den Stationen, an denen wir vorbei kamen. Eigentlich schade. Ich fand es recht interessant. EIn Fachmann war wenigstens dabei, der ein paar Dinge erläutern konnte.
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Kinder ergreifen die Flucht mit ihrem Sportwagen als wir den Wunsch äusserten auch einmal fahren zu wollen.
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Ob es hier Schwarzwälerderkirsch-to-go gibt?
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Hin und wieder mal eine offene Fläche und immer wieder Bergbau.
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Leider auch einige Asphaltabschnitte und befestigte Wege, während im Wald die Pfade überwiegten. Und eben auch der interessante Teil auf einem Abschnitt des Bergbauwanderwegs.
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So erreichten wir die Ruhr und die Burgruine Hardenstein, wo wir eine kleine Rast einlegten. Unser Wanderführer zückte ein Büchlein und las uns eine kleine Geschichte zur Entstehung und Namensgebung des Muttentals vor. Leider konnte ich mich nur sehr schlecht auf den Vortrag konzentrieren, da ich zu sehr mit hecheln beschäftigt war. Aber es ging um die Entdeckung von Kohle. Das weiß ich noch.
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Auch hier durfte ich nicht rasten. Alle anderen wollten auf meinem Schoß sitzen.
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Bis wir die Stelle erreichten an der sich die Gruppe aufteilte in Abkürzer und Durchmarschierer. Wir verabschiedeten uns von den Durchmaschieren und gingen den Rest unseres Weges etwas gemächlicher durch den Wald auf breiten Wegen und schmalen Pfaden.
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Mit einigem Rauf und Runter. Von wegen das Ruhrgebiet ist flach. Falsch gedacht. Da waren ein paar echt knackige Anstiege dabei.
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Hier habe ich meinen aufgezeichneten Track hinterlegt. Und hier ist die Gesamtstrecke für Langläufer
Ich werde auf jeden Fall die Wanderung in mindestens zwei Teilen wiederholen. Dann habe ich mein eigenes Tempo und genügend Zeit für Umgebung und Bergbau.