Moselsteig von Palzem nach Nittel

Gleich zu Anfang möchte ich erwähnen dass mir diese Etappe aus verschiedenen Gründen nicht sonderlich gut gefallen hat.
Das hat jedoch nichts mit der etwas verkorksten Anfahrt zu tun.
Wir stellten das Auto am Ziel in Nittel ab, gingen zur Haltesation und fuhren mit der nächsten Bahn Richtung Palzem. Zwei Stationen vorm Ziel quäkte es aus dem Lautsprecher: „Dieser Zug endet hier. Bitte alles aussteigen.“ Aha, an Samstagen fahren hier die Züge etwas anders. Nun hatten wir in Wincheringen eine Stunde Zeit den Fahrplan genauer zu studieren, bis die nächste Bahn kam. Was uns am Ende nicht wirklich schlauer machte.
Endlich in Palzem angekommen, waren es nur ca. 600 m bis zum Moselsteig.

k-DSCF3542

k-DSCF3544Hier dachte ich zuerst dass das eine Wagenburg für Erntehelfer ist. Jedoch stehen die recht heruntergekommenen Wohnwagen eher abgestellt als hingestellt.

 

 

 

Noch ein kurzer Blick zurück auf Palzem und dann geht es weiter über breite Waldwege, ein Stück entlang der Via Caliga bis zur Helfantermühle.
k-DSCF3545
k-DSCF3549 k-DSCF3551 k-DSCF3552 k-DSCF3555 k-DSCF3557

Ein kleines Stück weiter fällt unser Blick auf Helfant, mit der als Helfanter Dom genannten Pfarrkirche St. Bartholomäus. Es folgen weitere Kapellen, wovon eine langsam von einem Neubaugebiet umschlungen wird und von den Kindern dort als Garage genutzt wird.
Wir stellten uns die Frage ob in Helfant wohl lauter hilfsbereite Helfanten leben.
k-DSCF3559 k-DSCF3563 k-DSCF3567 k-DSCF3579

Im Folgenden ein paar Bider, die mir dieser Etappe einen faden Beigeschmack gegeben haben.
Zum einen die Stelle, die zum Verdruss der Anwohner wohl des öfteren als Toilette benutzt wurde, offensichtlich mit „Unkraut-Ex“ behandelte Weinberge und der Weg entlang einer langweilen Weinbergstützmauer.
k-DSCF3580 k-DSCF3581 k-DSCF3583
Mag sein dass diese Aussicht bei Sonnenschein recht schön ist. Zu dem Zeitpunkt regnete es leicht. Uns gefielen die kargen bewirtschafteten Flächen nicht, die oftmals frisch gepflückt, frisch bepflanzt oder behandelt, eher wie eine ausserirdische und unnatürliche Landschaft auf uns wirkten.
k-DSCF3588
Frisch lieblos aufgeschüttete Wege nehmen der Natur ihre Natürlichkeit und ihre Ursprünglichkeit, während angelegte Stufen die wie eingewachsen wirken nicht störend sind. Na gut, die Zeit wird es wohl richten.
k-DSCF3594 k-DSCF3597
Nicht zu verzeihen sind allerdings die auffallend vielen Neubaugebiete die wir unterwegs sehen mussten. Sie wirkten sehr surreal auf uns. Da hätte ich mir eine andere Wegführung gewünscht. Es kam nicht mal ein sehenswerter, historischer Ortskern auf dieser Etappe .
k-DSCF3603 k-DSCF3604

In Rehlingen möchte ich auf diesen Weg hinauf zur Friedhofskapelle aufmerksam machen. Die vom Regen nassen Steinplatten auf dem recht steilen Anstieg waren sehr, sehr rutschig. Obacht bitte!
Dafür wird man oben mit einem tollen Panoramablick auf die Mosel entschädigt.
k-DSCF3605 k-DSCF3606 k-DSCF3607 k-DSCF3611

Subjektive Mondlandschaft und objektive Großbaustelle. Zum Glück folgt darauf bald ein schöner, schmaler Pfad.
k-DSCF3613 k-DSCF3614 k-DSCF3615 k-DSCF3620 k-DSCF3624 k-DSCF3629 k-DSCF3633
Diese Art der Schuttverklappung hat nicht wenig Hinterhofcharakter.
k-DSCF3634 k-DSCF3635
Noch ein Beispiel für beispiellose Unkrautvernichtung.
Ob ich bei derartigem Einsatz von Chemie noch Wein trinken mag?
k-DSCF3640

Für diese Kapelle verließen kurz den Moselsteig und machten ein klitzekleinen Umweg.
k-DSCF3641 k-DSCF3646 k-DSCF3647

Zum Schluß ging es nochmal unvermeidlich durch ein Neubaugebiet in den Zielort Nittel hinein.
Mehr Bilder sind wieder in der Diashow zu sehen.

Anzumerken hätte ich noch dass uns während fast der ganzen Tour die unschöne Geräuschkulisse der B 419 begleitete, weil man auf dieser Etappe nur zu Anfang ein kurzes Stück weit genug aus dem Tal heraus kommt, wie anhand des aufgezeichneten Tracks zu sehen ist.