Bergisch-Neukirchener Rundweg

Schön ist es immer wieder wenn Tracks schon eine gefühlte Ewigkeit auf der Festplatte schlummern und man sich nicht mehr eindeutig an die Quelle erinnern kann. In diesem Fall stolperte ich über den Bergisch-Neukirchener Rundweg in meiner Sammlung. Gefunden hab ich ihn ursprünglich bestimmt, wie viele andere Wege, auf der Seite von berg-mark-wege.de. Für die genaue Wegbeschreibung, ÖPNV-Hinweise, Karten und den Track verweise ich dort hin und gebe hier meine subjektiven Eindrücke wieder.
Ich hatte an diesem Sonntagmorgen einen Frühstart und war schon um neun Uhr am Haus Diepental, dem Start- und Endpunkt dieser knapp 17 km langen Wanderung. In Anbetracht der Uhrzeit, war dort noch nichts los. Mir begegneten dort zwei Jogger und drei Hunde, nebst Halter. Dierekt am anderen Ufer der winzigen Talsperre durchquere ich das erste, kleine herbstliche Waldstück.
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Im angrenzenden Wohngebiet Linde wird klar dass dieses Gebiet gut erschlossen ist und eine Vielfalt von Wanderwegen bereit hält. Wenige Meter weiter unterquere ich die Balkan-Trasse, eine stillgelegte Bahnstrecke.
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Dann geht es weiter, teils auf schmalen Pfaden, über Feld-, Wald- und Wiesenwege.
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An diesem Schild hab ich mich erst mal vorsichtig umgesehen, ob mich jemand beobachtet. Leider hatte ich mein Kleid und meine Puppe nicht dabei.
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Etwas weiter, kurz vor einem Teich, schlummerte wie im Dornröschenschlaf eine alte, verlassene, geräumige Wohnbaracke
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Bei der Ortschaft Atzlenbach gelange ich an den Leverkusener Obstweg, der mich auf eine Hochebene führt.
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Von hier aus sehe ich durch den Dunst in der Ferne den Kölner Dom und die Schornsteine von Bayer in Leverkusen.
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Dann geht kurz durch ein Wohngebiet von Bergisch Neukirchen.
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Hinter dem Ort geht es vorbei an einigen Pferdekoppeln, zur nächsten Ortschaft Imbach. Dort kann man einige alte Fachwerkhäuser bestaunen.
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Nach dieser Ortschaft geht es weiter über Wiesen und Felder bis über die Bahnstrecke Köln – Wuppertal. Kurz dannach gehe ich ein paar Meter parallel zur Güterbahnstrecke Opladen – Düsseldorf.
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Schließlich biege ich ab und gehe einen Hang hinunter bis ich wie zufällig auf die Wupper treffe. An dieser Stelle unterquere ich dann die Bahnstrecke nach Wuppertal und gehe noch eine Weile am Wupperufer entlang.
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Schließlich verlasse ich den Wupperlauf, überquere eine Landstraße und gehe in Serpentinen weiter einen Hang hinauf in ein sehr schönes Wald- und Naturschutzgebiet zwischen Leverkusen und Leichlingen.
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Ich hoffe dass der Maurer rechtzeitig nach draussen gelangt ist.
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Hinter diesem schönen Abschnitt gelange ich auf ein Feld in direkter Nachbarschaft zu einem weiteren, langweiligen Wohngebiet, das ich leider auch durchwandern muss.
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Dieses Wohngebiet von ca. 900 m Länge, war so langweilig, dass es mir kein Foto wert war.
Als ich endlich wieder die Zivilisation verlasse, komme ich ins Murbachtal zur Wietsche Mühle, wo man innerhalb der Öffnungszeiten einkehren könnte.
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Von hier aus gehe ich weiter entlang des Murbachs.
Es war inzwischen früher Nachmittag und Meter für Meter nahm ab hier die Sonntagsspaziergängerdichte zu. Es konnte also nicht mehr sehr weit bis in Diepental sein.
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Schließlich kam ich wieder an die Diepentalsperre. Menschen saßen in der Herbstsonne an ihrem Ufer und am Wegesrand. Der Parkplatz war mittlerweile hoffnungslos überfüllt und in der angeschlossenen Restauration war es schwer einen Platz zu ergattern. Ich gönnte mir schnell noch einen Abschlusstrunk und suchte dann das Weite.
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Fazit:
Der Bergisch-Neukirchener Rundweg von knapp 17 unanstrengenden Kilometern bietet viel Abwechslung und führt in erster Linie über gut befestigte Wald- und Feldwege. Er beinhaltet auch einige schmale Pfade und Weitblicke. Innerhalb der Wohngebiete geht es natürlich über Asphalt. Im Bereich der Wupper und später im Naturschutzgebiet war der Weg aufgrund hoher Feuchtigkeit stellenweise recht geschmeidig.

Eine völlige Trockenlegung der Diepentalsperre stand in 2013 kurz bevor. Wie es dazu kam und wie es weiter geht ist in der örtlichen Presse nachzulesen.

Zu guter letzt noch meine kleine Diashow

Bergischer Panoramasteig Etappe 2

Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Ich saß frühzeitig im Auto, hatte ausreichend Zeit und konnte mich ganz gemütlich ohne Zeitdruck auf den Weg machen. In Lindlar am Freilichtmuseum war ich mit meinem Wanderpartner verabredet. Ich habe mein Navi gebeten mich auf dem kürzesten Weg dorthin zu führen, was eben nicht der schnellste ist. So kam ich tatsächlich wenige Minuten zu spät.
Diese Etappe führt bei „Bergisches Wanderland“ von Lindlar nach Biesfeld. Unter dem Link ist auch alles weitere, wie Karten, GPX-Daten, Anfahr- und Parkmöglichkeiten, ÖPNV und Rückfahrmöglichkeuten zu finden. Wir sind allerdings in Gegenrichtung gegangen.
Die nächste Hürde war auf dem Weg nach Biesfeld in Form einer gesperrten Straße. Wir nahmen einen anderen Abzweig, was zur Folge hatte dass mein Navi mich pausenlos dazu aufforderte zu wenden. Normalerweise dauert es nicht sehr lange bis es die Route neu berechnet. Aber diesmal quäkte es sehr beharrlich: „Wenn möglich, bitte wenden.“ Zum Glück verfügte mein Wanderpartner über einen besseren Orientierungssinn und wies mir den Weg bis das Navi kurz vor dem Ziel endlich fertig mit rechnen war.
Nun ging es endlich los.
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Leider war das Wetter an diesem Tag nicht sehr fotogen, dafür aber trocken und für mich angenehm temperiert. Der Weg war sehr abwechlungsreich, wenn auch ein wenig waldlastig. Trotzdem gab es auch auf dieser Etappe ausreichend Panorama.
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Bis auf ausgesetzte Kletterstellen waren wohl alle Wegarten vertreten.
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Bedauerlicherweise müssten wir auch einige Male über Asphalt gehen.
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Dieser Platz war für eine Rast optisch sehr einladend. Zu diesem Zeitpunkt leider etwas unappetitlich da auf allen umliegenden Wiesen frische Gülle ausgebracht war. Also gingen wir, im wahrsten Sinne des Wortes, immer der Nase nach weiter.
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Verwegen unter umgestürzte Bäume und durch hölzerne Sicherheitsschleusen.
In Gedanken ertönte immer das Alarmsignal bis wir uns allen metallenen Utensilien entledigt hatten.
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Schließlich kamen wir zum einzigen wirklich negativen Teil der Strecke. Es ging durch ein kleines, aber hässliches Gewerbegebiet in Hommerich, das eigentlich besser umwandert werden sollte.
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Dafür ging es in dem direkt angrenzenden Wald sehr kräftig bergauf. Der Hang hatte für mich schon einen recht alpinen Charakter. Fluchend quälte ich mich hoch und wünschte innerlich, besser andersherum gegangen zu sein. Mein Navi sagte heut morgen schon: „Bitte wenden.“
Aber das relativierte sich beim nächsten längeren Gefälle wieder.
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Teilweise war der Weg durch Forstarbeiten aufgewühlt und schlammig. Aber zum Glück ging es hier durchs trockenere Abseits.
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Dieses schmucke Fachwerk lädt den müden Wanderer ein zu Bett und Frühstück.k-DSCF5622k-DSCF5623

Den Sehnerv langsam wieder zur Ruhe kommen lassen.
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Und weiter geht es.
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Ich hab schon viel gesehen. Doch die alte Dampflok im Garten stellt das alles Gesehene in den Schatten.
Es handelt sich hierbei um den Banhof Linde an der ehemaligen Bahnstrecke Köln – Hoffnungstal – Lindlar. Die Strecke wurde 1960 für den Personenverkehr und 1966 für den Güterverkehr stillgelegt. Der Bahnhof und das umliegende Gelände befinden sich seit 1972 in Privatbesitz.
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Die ehemalige Trasse der Sülztalbahn dient heute als Rad- und Gehweg.
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Und fast sind wir am Ziel dieser Etappe.
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Fazit:
Die zweite Etappe des Bergischen Panoramasteigs ist sehr abwechslungreich was die Wegbeschaffenheit betrifft. Auch hier ist die Beschilderung sehr gut. Und das sogar in Gegenrichtung. Es gibt viele Waldabschnitte und herrliche Aussichten. Als sehr negativ bewerte das Gewerbegebiet in Hommerich. Laut Karte ist das aber gut zu umgehen.

Der offizielle Track und mehr Informationen sind zu finden bei: Bergisches Wanderland – Panoramasteig Etappe 2

und weitere Fotos in meiner kleinen Diashow.

Eulenkopfweg Teil 1 und 2

Der Eulenkopfweg ist ein Wanderweg mit einer Gesamtlänge von 42 Kilometern in Nordrhein-Westfalen in den Städten Wuppertal, Wülfrath und Haan. Er besitzt als Wegzeichen einen stilisierten Eulenkopf (Stringocephalus burtini), ein Leitfossil der mitteldevonische Riffkalke. Der Wanderweg informiert über erdgeschichtliche, biologische, industriegeschichtliche und heimatkundliche Aspekte des Nordwestrandes Wuppertals und entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach einer Idee von C. Brauckmann unter Mitwirkung einer Arbeitsgemeinschaft des Fuhlrott-Naturkundemuseums Wuppertal. (Quelle: Wikipedia)

Da ich ganz in der Nähe wohne, nahm ich die Gelegenheit war, einen Wandertag völlig ohne Räder einzulegen. Leider war mir das Wetter nicht gut gesonnen, so dass ich insgesamt viermal unter den Regenponcho schlüpfen musste. Daher sind die Fotos auch nicht so toll. 200 Meter vor dem eigentlichen Ziel, habe ich dann aus meteorlogischen und ortskundigen Gründen die Tour abgebrochen und bin noch ein Stück auf einer alten, zum Fahrradweg umgebauten Bahntrasse in Richtung nach Hause gegangen.
Hierzu noch eine Warnung an alle Freunde und Anwender von GPS-Geräten. Die Trasse führt durch mehrere Tunnel in denen das GPS-Signal stark gestört ist. Um sich dort nicht zu verlaufen ist es ratsam einen magnetischen Kompass und eine analoge Karte benutzen. Vorteil der Tunnel ist, dass sie selbst bei sehr starkem Regen noch sehr dicht sind, so dass man mehrere hundert Meter trocken vorankommt … wenn man den Weg kennt.

Interessierte finden die KMZ-Daten und weitere Informationen zur Strecke, sowie Anfahrt per ÖPNV, Park- und Einkehrmöglichkeiten bei Berg-Mark-Wege.de. Die Angaben dort zur Gastronomie sind teilweise nicht auf dem neusten Stand.
Ich bin entgegen der dort beschriebenen Richtung gegangen.

Dies schöne Haus steht ein kleines Stück abseits der Route.
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Die Wege sind zum größten Teil breit und gut befestigt, da zum Teil noch in der Stadt.
In der Nähe von Wohngebieten ist der Asphaltanteil entsprechend hoch. Aber schnell befindet man sich auf dem für Lackschüchen ungeeignetem Land.
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Wer dann in die andere Richtung geht, hat diesen Blick.
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Aber ich bewege mich ja von der Stadt weg. Abwechlungsreich durch kleinere Waldabschnitte, über Felder und Wiesen, immer wieder an kleineren oder größeren Höfen und Ansiedlungen vorbei.
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Hier wäre es beinahe zu einem folgenschweren Zusammenstoß gekommen.
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Dort wo sich der erste und zweite Teil des Eulenweges begegnen, bin ich in Form einer Acht gewandert. Ein netter kurzer Plausch mit der joggenden Omi hat ergeben dass wir beide wasserdicht sind …. wenigsten von aussen nach innen.
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Dann kam ich an dieser geheimnisvollen Ruine vorbei. Ich konnte nicht anders und musste den Bauzaun unbedingt überwinden.
Es hat dort offensichtlich einmal gebrannt. Hinter dem Haus lag ein großer Haufen verkohltes Holz, viele sauber gestapelte alte Ziegelsteine und Fensterrahhmen. Der Boden im Haus war sauber mit Schlacke oder ähnlichem bedeckt und völlig entkernt von Holz und losen Steinen.
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Nach der Überquerung des Bachs Düssel, erreiche ich die pitoreske Ortschaft Düssel mit einem historischen Dorfkern, der zur Einkehr einlädt.
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Hofbesitzer arbeiten hier mit und lassen den Wanderer nicht aussen herum gehen. Anschließend am Friedhof vorbei auf die kleine Anhöhe. Ein sehr guter Ort für eine Rast, mit einem schönen Blick auf Düssel und Umgebung.
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Regen…. Na und? Ist doch nur Wasser. Andere wissen das auch.
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Der Aprather Mühlenteich, an dem ich schon als kleiner Junge die Enten gefüttert habe, wenn meine Eltern Sonntags mit mir hier heraus fuhren. Nun war ich zum ersten mal richtig hier. Nämlich zu Fuß. Ein kleines Stück weiter steht ein Kaiser Wilhelm Denkmal, von dem aus man einen kleinen Blick auf die Reste von Schloss Aprath hat.
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Dann, auf einer Anhöhe entdecke ich den modernen Fernmeldeturm und den alten Wasserturm in trauter Zweisamkeit.
Der Kleine wird übrigens wegen seiner Form im Volksmund liebevoll „Atadösken“ genannt … und der Lange „Bleistift“
, weil erst die Säule mit der Spitze gebaut wurde und der Aufbau später am Stück hoch gewuchtet wurde.
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Ein sehr unschöner Abschnitt durch und am Rande eines Wohngebietes hinunter zum historischen Kalktrichterofen, der nur an bestimmten Tagen auch von innen zu besichtigen ist.
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Hier reisst dann auch die Bilderflut ab. Wie bereits anfangs erwähnt brach ich hier die Tour ab. Wegen eines sehr starken Gewitterregens zog ich es vor die Kamera sicher zu verstauen und wählte ca. 200 m vor dem eigentlichen Ziel eine Abkürzung über die sogenannte Nordbahntrasse. Wegen des rutschig, geschmeidigen Weges war ich gezwungen meine Hose und den Poncho gesäßwärtig kräftig und flächendeckend mit Schlamm und Lehm einzureiben, weil ich den Fuß eines kleinen Hangs halbliegend, oder fast sitzenderweise erreichte.

Ach ja, dann war da noch das kleine Kind, das sich mit seiner erwachsenen Begleitung am Ende des Tunnels wohl vor dem Regen rettete. Das Kind schaute mich mit immer größer werdenden Augen an als ich dreckig, nass und eingehüllt in eben einen solchen Poncho aus dem Halbdunkel des Tunnels trat. Ich erwartete ein zartes, bebendes Kinn, rollende Tränen und Geschrei. Aber nichts dergleichen. Das Kind erkannte mein freundliches Lächeln und erwiederte es. Wenn auch etwas schräg und leicht irritiert.
Ungefähr 150 m vor meiner Haustüre wurde ich für die letzten Schritte wieder von der Sonne verwöhnt.

Fazit:
Für die Stadtnähe überraschend viele Pfade und unbefestigte Wege. Sehr abwechslungsreich mit vielen Aussichten. Interessant mit dem geologisch, historischem Hintergrundwissen.

Wupperpfade Teil 2

Dies ist nun der zweite Teil einer Riesenwanderung links und rechts der Wupper zwischen der Rutenbeck / Buchenhofen und Müngsten. Ich habe die ursprüngliche Strecke von 35 km mit einem sehr hohen Pfadanteil kurzer Hand geteilt, weil ich keinerlei olympischen Ambitionen habe.
Gestartet bin ich wieder am Strandcafe in der Kohlfurth und ging dieses mal in südliche Richtung. Bei meiner Ankunft am Start wurde gerade emsig ein kleiner Flohmarkt aufgebaut, der dort in den Sommermonaten regelmäßig am ersten Samstag im Monat stattfindet. Aufgrund der Ferienzeit war nicht viel los, es reichte jedoch meinen Start leicht zu verzögern. Ich witterte Beute, machte welche und führte noch ein paar kurze Gespräche. Nachdem ich die neue Errungenschaft ins Auto gepackt hatte, ging es endlich los.
Schnell lag der kleine Ort Kohlfurth hinter mir und ich befand mich zunächst auf dem Wuppertaler Rundweg, der mich schnell auf die Wupperhänge zur ersten Aussicht führte.
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Dieser Abschnitt des Wuppertaler Rundweges ist reich an Pfaden und Wald. Hin und wieder gibt die Vegetation ein Blick auf den gegenübeliegenden Hang frei. Wie hier, auf den Flecken Papiermühle, welcher später auf meinem Rückweg liegt.  k-DSCF5047k-DSCF5043 k-DSCF5050 k-DSCF5051 k-DSCF5053

Im Grunde könnte ich diesem Weg bis kurz vor Müngsten folgen. Aufregender war es aber ihn immer wieder zu verlassen und auf den Reitwegen die die gleiche Richtung hatten zu wandern.
So kam es, wie es kommen musste. Ich begegnete einer Reiterin. Wir begrüßten uns höflich und sie fragte mich warum ich denn auf den Reitwegen wandere und nicht auf dem Wanderweg nebenan? Dort sei doch bestimmt viel angenehmer zu gehen.
Darauf erwiederte ich, dass ich es als überaus angenehmer empfinde auf einem Reitweg einer jungen, hübschen Reiterin zu begegnen, als auf dem Wanderweg einem ollen, bärtigen Wanderer.
Laut lachend und leicht errötent stimmte sie mir zu und antwortete schlagfertig mit einem  Augenzwinkern, dass ich mich auch ein mal in ihre Lage versetzen solle. So lachten wir beide und gingen gut gelaunt unserer Wege. Sie hoch zu Ross und ich wieder mal in kurzen Hosen durch Brennesseln.
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So kam ich an den Morsbach, kurz bevor er sich in die Wupper ergießt. Hier in unmittelbarer Nähe befindet sich auch ein großer Parkplatz, von dem man auch starten könnte, oder nur den Brückenpark mit ein paar kurzen Rundwegen besuchen kann.
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Einer von den beiden Diederichstempeln. Der andere steht bei Schloss Burg.
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Hier hatte ich etwas Mühe den versteckten, alten Weg unten an der Wupper entlang zu finden. Aber ich fand ihn und bekam so mal einen anderen Blick auf den Brückenpark mit dem uralten Minigolfplatz, den ich schon seit meiner Kindheit kenne. Da das Wetter recht gut war, wurde hier und da sogar in der Wupper geplanscht.
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Eben weil dieser alte Weg nicht mehr gepflegt wird, sind die Zugänge recht zugewachsen. Das hatte zur Folge dass ich recht irritierte Blicke erntete, als ich bei der Schwebefähre aus dem Unterholz gekrochen kam. Ein Reh bricht aus dem Wald …. dachte ich dabei mit einem Lächeln.
Nun ja. Die Schwebefähre. Eine durch reine Muskelkraft zu bewegende Seilbahn über die Wupper. Meine persönliche Jungfernfahrt stand kurz bevor. Ich konnte mich gerade noch kurz mit den aushängenden Beförderungsbedingungn vertraut machen, da kam sie auch schon angesaust….. ganz gemächlich. Nur gut, dass ich noch nichts getrunken hatte.
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Geschwindigkeitsrekorde wird es hier keine geben. Und durch die pumpende Auf- und Abbewegung kommt die Fähre hervorragend ins wippen, so dass es kaum noch möglich ist zu fotografieren. Am Ende einer aufregenden und anstrengenden Wupperüberquerung (man musste selbst pumpen) durfte ich nach geleisteter Arbeit noch den Fahrpreis in Höhe von einem Euro berappen. Aber ich tat es gerne.
Da der Brückenpark an diesem Tag gut besucht war und ich es gerne etwas ruhiger hätte, blieb mir nur der Durchmarsch.
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Auch hier später wieder selten benutzte und schlecht bis nicht gepflegte Wege zu den Wupperklippen..
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Schließlich kam ich auf eine höher gelegene Freifläche mit einem grandiosem Rundumblick auf Cronenberg, Solingen und Remscheid.
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Dann ging es wieder hinunter zur Wupper und dem kleinen Ort Papiermühle. Dieser Flecken wird so genannt, weil hier Mönche des Altenberger Klosters um 1520 die erste Papiermühle im Herzogtum Jülich und Berg errichteten. Hier wurde Papier hergestellt und Bücher gedruckt. Zuletzt unter anderem speziallisiert auf Packpapier für die Stahlwarenindustrie wurde hier bis in die 1990er Jahre produziert.
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Dann stand ich vor diesem großen Tor. Es wäre ein Leichtes gewesen es zu umgehen um zu erkunden was sich dort hinter dem Hügel verbirgt. Leider drängte die Zeit und das im Anmarsch befindliche Gewitter mich meinem Weg fortzusetzen. Aber eins ist Gewiß. Ich komme wieder.
Ich kam an einer vergessenen Allee vorbei. Otto, mein GPS-Gerät veriet mir dass sie meinen geplanten Weg geringfügig abkürzte obwohl mein Kartenmaterial hier keinen Weg anzeigte. Die Allee endete im Nichts. Also im Unterholz durch das ich mich wieder kämpfen musste. So löste sich mein kleiner Zeitgewinn wieder in Wohlgefallen auf.k-DSCF5140 k-DSCF5143

An diesem mit Seerosenblättern bedeckten Teich stand vor ca. 100 Jahren ein großer Schleifkotten, in dem zeitweise um die 50 Menschen ihrer Arbeit nachgingen. Er verfügte über ein Wasserrad und eine Dampfmaschine, weshalb er einen sehr leistungsfähigen leistungsfähigen Maschinenpark hatte. Durch einen Brand wurde er in wenigen Stunden vollkommen zerstört und nicht wieder aufgebaut. Leider habe ich versäumt die Informationstafel zu fotografieren und kann meinem manchmal etwas sturen Gedächtnis nur wenige Eckdaten entlocken. Dafür verdunkelte sich langsam der Himmel.
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Die letzten 400 Meter führen über Asphalt am Cafe Hubraum, einem sehr bekannten Bikertreff, vorbei. Dann nur noch kurz über die Wupper und mein Ziel ist erreicht.
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Auf der Kohlfurther Brücke sitzen die Spinnen wegen des aufziehenden Gewitters auf Posten um ihre Netzte zu schützen. Vielleicht. Ich kenne mich in diesen Dingen nicht sonderlich gut aus.
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Gerade noch rechtzeitig erreiche ich das Strandcafe wieder, als die ersten Regentropfen auf die Sonnenschirme klopfen. Gegenüber im Cafe Hubraum herrscht hektische Aufbruchstimmung, während hier recht gelassen ein wenig Kram weggeräumt wird. Ich trinke rasch mein kastriertes Weizenbier, begebe mich auf die Heimfahrt und erlebe einen sehr heftigen Gewitterschauer unterwegs im Auto. Glück gehabt.
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Fazit:
Bei dieser Wanderung war der Pfadanteil nicht ganz so hoch wie im ersten Teil. Dafür gab es als Highlight die Fahrt mit der Schwebefähre und für die, die ihn noch nicht kennen, den Brückenpark an der Müngstener Brücke. Hervorragend ist das grandiose Dreistädtepanorama im letzten Drittel. Und am Rande bekommt man auch noch ein wenig industriegeschichtliches geboten.

Es gibt noch eine Diashow dazu mit noch mehr Fotos und den aufgezeichneten, leicht von ein paar Irrläufern bereinigten Track.

Bergischer Panoramasteig – Etappe 9

Sehr oft bin ich dem Bergischen Panoramasteig bereis begegnet bei meinen Wanderungen und durfte ich ihn ein kleines Stück begleiten. Dabei stellte ich fest dass diese Abschnitte meist auch besonders schön waren. So reifte in mir der Wunsch mehr von diesem Weg zu sehen. Bei meinen ersten Recherchen zu diesem Wanderweg fand ich zunächst einmal nur den Hinweis dass dieser Weg erst im Frühjahr 2013 offiziell eröffnet werden würde und sonst weiter nichts. Lange hat es gedauert bis ich endlich die erste vollständige Etappe des Bergischen Panoramasteigs gewandert bin.
So eine Streckenwanderung bedarf ja auch immer etwas mehr Vorbereitung weil ja irgendwie auch wieder nach Hause möchte. Nun ist das Bergische die ÖNPV betreffend schon eine Herausforderung. Daher hab ich mir gedacht dass es besser ist einen oder mehrere mobile Wanderpartner zu finden um den logistischen Part zu teilen.
Ich beschreibe die Prozedur einmal für Streckenwanderungsneulinge:
Man trifft sich am Endpunkt der Wanderstrecke, parkt dort ein, oder mehrere Fahrzeuge und fährt mit einem, oder mehreren anderen gemeinsam zum Startpunkt. Nun wandert man zum Ende, sowie dem bereitgestellten Fahrzeug und fährt wieder gemeinsam zum Startpunkt zurück, um die restlichen Fahrzeuge abzuholen. Alles in Abhängigkeit der Teilnehmerzahl und zur Verfügung stehenden Sitzplätzen. Als Notlösung für einen Alleingang besteht noch die Möglichkeit mit einem Taxi zum Startpunkt zu gelangen. blablabla ….

Wir trafen uns auf einem Wanderparkplatz wenige hundert Meter vor Nespen und fuhren von dort nach Morsbach, wo wir auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Ortsmitte parkten. Gleich zu Beginn begegneten wir einem Schirmherren und wenig später ein paar verteufelt vorwitzigen kleinen Kerlchen.
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Gleich zu Anfang noch in Morsbach übersahen wir den ersten Abzweig und gingen ein klein wenig anders als vorgegeben. Bei diesem einen versehentlichem Verläufer blieb es auch fast, da der Weg insgesamt sehr gut und kaum übersehbar ausgeschildert ist. Die Ortschaft ist sehr klein, so dass man schnell im Grünen ist und das bergische Panorama genießen kann.
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Während ich noch im  Auto auf der Auobahn war, regnete es unterwegs recht heftig. Wenn ich noch 5 Minuten länger am Treffpunkt im Regen hätte warten müssen, hätte ich wohl übellaunig alles abgeblasen und wäre wieder nach Hause gefahren. Zum Glück war unser Timing so perfekt, dass ich keine Zeit mehr hatte zu überlegen. Aber es war verdammt knapp. Im leichten Nieselregen fuhren wir weiter zum Startpunkt, konnten beinahe trocken starten, bekamen so noch die aufsteigende Feuchtigkeit und später sogar noch die Sonne zu sehen.
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Wir wissen nicht warum; aber an den paar Tropfen, die kaum der Rede wert waren, konnte es nicht gelegen haben dass jemand seine Wanderschuhe an den Nagel gehangen hatte. Vielleicht ist dieser jemand, so wie wir, den kleinen Abstecher nach Rom gegangen und dann dort hängengeblieben. Wir wissen es nicht.
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Ein Stück weiter hatten wir das unverschämte Glück eine ganze Weile ein Reh beobachten zu können, das uns erst sehr spät bemerkte bevor es das Weite suchte. An anderer Stelle bremsten uns einige Kirschbäume sehr, sehr stark. Wir kamen kaum noch von der Stelle weil es so gut schmeckte. Zum Glück duftete ein paar Meter weiter die blühende Kamille recht magenberuhigend.
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Die Ventilatoren standen. Es war also fast Windstill.
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Fleissige Bienen und startende Kühe am Wegesrand.
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Auch hier haben die letzten Stürme ihre Spuren hinterlassen.
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Schon vor einer ganzen  Weile hatten wir beschlossen eine Rat einzulegen. Aber lange kamen wir an keiner Bank, oder sonst einem geeignetem Platz vorbei. Bis zu dieser schönen Stelle mit einer unter Bäumen und Büschen geschüzten Bank und einer tollen Ausssicht. Ein wirklich schöner Platz für eine ausgedehnte Rast.
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Auf der Sonnenseite des Weges hebt sich das Gemüt.
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Nahe der Wieler Talsperre kommen wir auf einen langweiligen, schotterigen Forstweg der der Talsperre bis zum Ende folgt. Dort liegt die aus der Film- und Fernsehwerbung bekannte Krombacherinsel. Ein Weg führt zu einem Aussichtsplatz. Enttäuscht stelle ich fest dass die Insel sich leicht hinter den Bäumen am Ufer versteckt und nicht ganz zu sehen ist. Schade eigentlich.
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Am Ende der Etappe entdeckten wir dieses Schild auf einem großen Stein. Inzwischen weiß ich dass so ein Stein jede Etappe ziert. Aus Unwissenheit übersahen wir offensichtlich den Stein am anderen Ende in Morsbach.
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Fazit:
Der Bergische Panoramasteig macht seinem Namen alle Ehre. Es gibt unterwegs eine Vielzahl schöner Blicke. Der Weg ist gut beschildert und bietet eine gute Mischung aus Wald-, Wiesen-, Feldweg und schmalem Pfad.
Einziger Abzug ist der zugewachsene Blick auf die Krombacher Insel und die letzten ca. 1,5 Kilometer Wirtschaftsweg an der Talsperre entlang. Und auf dieser Etappe gab es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit.

Wer mag, darf auf der Diashow noch mehr Bilder anschauen.

Mein aufgezeichneter Track weicht hier und da ein klein wenig vom Original ab.

Burgholz – Klosterbusch – Eichenheidbusch

Das waren wieder sehr viele Pfade und sehr viel Wald nahe der Wupper zwischen Sonnborn und Kohlfurth.
Als Start und Ziel hab ich mir völlig uneigennützig wegen der Schlusseinkehr das Strandcafe direkt an der Wupper ausgesucht. Von dort ist man nach wenigen Metern schon im Wald.

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Zunächst führte der Weg ins Kaltenbachtal am Manuelskotten vorbei. Hinter dem Kotten verlasse ich das Tal in Richtung Burgholz.
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Nach dem ich die Solinger Straße überquert habe, bin ich schon im Staatsforst  Burgholz, einem recht großen Waldgebiet, in dem sich auch das größte Arboretum Deutschlands befindet. Dort stehen einige Bäume die man hierzulande eher nicht findet.
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So schlängelt sich mein Pfad weiter durch diesen Wald bis hinunter zum Burgholzbach, wo sich bis vor wenigen Jahren noch der Nöllenhammer befand und von dort wieder steil hinauf in Richtung Hensges-Neuhaus. Und wieder hinab zum Bach.
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‚Wie man sieht gibt es hier viele Pfade und Wege. Dem Navi sei Dank dass ich mich nicht verlaufen habe.
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Oft ist der Pad auch nur noch schwer zu erkennen, oder gar nicht vorhanden. Wer den Weg nachgehen möchte sollte ein Navi mit diesem Track, oder eine sehr gute Karte benutzen.
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Bei dem vielen Auf-und-Ab muss ich auch hin und wieder auch mal ein wenig verschnaufen. Da kam mir dieser niedliche Baumstumpf gerade recht.
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Bis ich zur Trasse der ehemaligen Burgholzbahn, auch Samba wegen des schaukelnden Schienenbusses genannt, kam. Die stillgelegte Bahnstrecke, die heute als Rad- und Wanderweg dient, verbindet die Stadtteile Elberfeld und Cronenberg. Aus einem Teil der Gleise hat man Zaunpfosten gemacht. Die werden wohl noch eine Weile halten.
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Nach der kurzen Stippviste an der Sambatrasse werde ich auf einen Pfad umgeleitet und komme an einem Stolleneingang vorbei.
Nein, das ist nicht der Burgholztunnel.
Kurz danach komme ich wieder auf die Trasse in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Bhf Burgholz. Heute ist das eine Gaststätte mit Biergarten und zivilen Preisen. Das musste ich mir natürlich etwas genauer ansehen und ein wenig Flüssigkeit zuführen.
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An der Kaisereiche verließ ich schließlich die Trasse endgültig. Der folgende Abschnitt war nicht so schön weil mich die L 418 pausenlos anbrüllte.
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Bei diesem Schild musste ich innehalten und scharf nachdenken. Ich dachte so messerscharf dass mein Gehirn fast blutete. Aber ich kam einfach nicht hinter das wofür und warum. Ausserdem wollte ich vor Sonnenuntergang wieder zurück sein.

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In der Rutenbeck hinter der Jugendfarm überquerte ich endlich die Wupper.
So, jetzt nur noch schön gemütlich am Fluss entlang …
Aber falsch gedacht. Mein Weg führte mich nochmal richtig hoch in Richtung Solingen durch den Klosterbusch und den Eichenheidbusch.
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Hier gab es dann zur Abwechslung auch mal einen breiteren Wirtschaftsweg.
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Am Friedenstal kam nochmal ein kurzer, aber knackiger Anstieg die schmale Straße hinauf und ein Stück weiter ging es wieder einen steilen Pfad hinunter bis ans Wupperufer. Endlich wieder heil am Amazonas des Bergischen Landes angekommen, musste ich erst einmal meinen Otto befragen ob ich nun unten bleiben darf. Erleichtert war ich als ich die Lizenz zum Untenbleiben erhielt.
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Wie gesagt war der Rest des Weges von nun an relativ flach, aber teilweise auch Regenwald gleich.
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Und dann nach den ersten Metern wieder in der Zivilisation. Balkonpflänzchen in hohlen Betondingern säumen wie Bäume eine Allee, die frostgeschädigte Straße. Sie weisen mir den Zieleinlauf zur finalen Kohlfuther Brücke, wenige Meter vor meinem eigentlichen Ziel, dem Strandcafe.
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Selbst die Gelegenheitskanuten haben mir bei ihrer pünktlichen Durchfahrt zugejubelt.
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Fazit:
Es waren am Schluss anstrengende 19 km Strecke mit 680 zu überwindende Höhenmeter, wovon einige recht steil waren. Viel zu sehen gibt es unterwegs nicht, da man meistens im dichten Wald ist und viel auf schmalen Pfaden geht, wo man aufpassen sollte wo man hintritt. Eine angenehme Überraschung war der Boxenstop im Burgholz am ehemaligen Bahnhof der Sambatrasse.
Ein Minus bekommt ganz klar das Stück parallel zur L 418 sowie deren Überquerung. Die später deutlich zu hörenden Fahrgeräusche der L 74 waren nicht ganz so schlimm, weil der steile Abstieg und der darauf folgende Regenwald meine volle Konzentration forderten.

Und hier geht es zur Diashow mit noch mehr Bilder.

Von Gruiten ins Neandertal

Eine Streckenwanderung, auch gut für ÖPNV-Benutzer, gefunden im Wanderführer „Bergisches Land“ von Hikeline. Es geht vom S-Bahnhof Gruiten zum S-Bahnhof Hochdahl. Erwähnenswert ist dass die Wanderung im Neandertal endet, wo man noch eine kleine Zusatzrunde drehen, oder das Neanderthalmuseum besuchen kann.
Den anreisenden Autofahrern sei noch gesagt dass die P+R Parkplätze im Großraum Düsseldorf werktags schon gegen acht Uhr recht voll sind. Der Parkplatz am Gruitener Bahnhof ist jedoch recht groß und war an diesem Dienstag gegen 10.30 Uhr noch nicht ganz voll.
Von dort ging es ging es recht schnell an den Ortsrand, wo lustige, kleine Kerlchen den Verkehr zur Vorsicht warnen.
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Gruiten wird verlassen und in einem Bogen geht es durch den Haaner Teil Osterholz an Haus Pook, einem Hotel mit Gastronomie und einem Wildgehege vorbei.
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Dann war erst mal Ende Gelände. Das letzte Unwetter hatte auch hier deutliche Spuren hinterlassen, die noch nicht beseitigt wurden. Aber mit großen Schritten ließ sich das Hindernis überwinden.
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An einem älteren Warnschild vorbei bemerkten wir dass wir uns ein paar Meter auf dem Eulenkopfweg befanden. Auch befindet sich hier in unmittelbarer Nähe das Naturschutzgebiet „Grube 7“, ein ehemaliger Kalksteinbruch.
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Am Ende des Bogens gelangten wir an den nördlichen Teil Gruitens, das sogenannte historische Dorf, mit sehr sauber geplegtem Fachwerk. Hier lohnt es sich das Tempo zu drosseln um zu schauen.  k-DSCF4455 (2)k-DSCF4453 k-DSCF4456 k-DSCF4458 k-DSCF4461 k-DSCF4462
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Bei der ehemaligen Nikolauskirche, dem ältesten Bauwerk der Stadt Haan, aus dem Jahre 1075, sucht man das Kirchenschiff vergebens. Dieses fehlt bereits seit dem 19. Jahrhundert.

 

 

 

 

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Weiter geht es auf dem bequemen, gut befestigten Wegen, bis zur Gastwirtschaft im kühlen Grunde, die leider nur Freitags bis Sonntags geöffnet hat.
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Auch hier im Wald unübersehbare Sturmschäden. Dort kommt man an einem ehemaligen Kalksteinofen vorbei.
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Entlang der Düssel vorbei an Mühlen, Schnecken, Wiesen, Fachwerkhäuschen und Teichen.
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…. kamen wir bis zu dieser überdeutlichen Absperrung wegen Baumsturzgefahr. Anhand der Beschilderung erkannte ich dass wir uns bereits im Neandertal befanden. Eigentlich hätten wir an dieser Stelle geradeaus zum bis zum Museum weitergehen wollen. So waren wir gezwungen einen anderen Weg einzuschlagen, der die Gesamtstrecke ein wenig verkürzte, aber dafür das Museum, das wir ohnehin nicht besuchen wollten, aussparte. Ein Stück weiter hätten wir nochmals die Möglichkeit gehabt zum Museum zu gelangen. Da uns jedoch die Abkürzung so ausgesprochen unangehm war und wir uns wieder auf der vorgegebenen Strecke befanden, zogen wir die letzten paar hundert Meter durch bis zum S-Bahnhof Hochdahl, wo die Wanderung endete.
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Hier ist mein aufgezeichneter Track.

Wupperpfade

Das war für mich eine echt traumhafte Wanderung. Ich bin wohl doch mehr ein Waldschrat, weil ich so gerne im Wald bin.
Wer also wie ich, Wald und schmale Pfade mag, sollte mich unbedingt nachwandern. Denn Pfade sind durchaus nicht fade.
Damit habe ich fast schon alles gesagt. Der Pfadanteil dieser Wanderung war für mich ungewöhnlich hoch. Einen Teil der Strecke, den Wupperhängen entlang, kannte ich ja bereits. Aber ich war extrem überrascht über den Gesamteindruck, den ich so nicht erwartete. Und das obwohl ich die Strecke an einem Sonntag ging, wo ich eigentlich mit mehr Menschen gerechnet hatte. Ich hatte einfach auch Glück dass ich jeweils früh genug an den neuralgischen Punkten vorbei kam.
Doch nun zu den Fakten. Es wurden mit ein paar Suchmetern und Träumereien 22 km mit insgesamten über 800 m rauf und auch wieder runter.
Ich startete gegen kurz nach neun am Bahnhof Solingen Schaberg. Das erste Abenteuer begann schon vorher im Auto, weil ich mich in einem Wohngebiet verfranste, in einer Sackgasse verkeilte und am Ende doch ungewollt auf der falschen Seite des gesuchten Bahnhofs landete. Ich parkte also quasi auf der Baustelle der Müngstener-Brücken-Gleis- und Sanierungsarbeitenarbeiten.

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k-DSCF4041 Nach wenigen Metern bereits wurde mir eine metallene Beschleunigungshilfe angeboten, die ich dankend annahm. Leider hielt die Wirkung nicht sehr lange an, so dass ich sehr bald wieder genussvoll die Umgebung wahrnehmen konnte. k-DSCF4058

Im Brückenpark unter der Müngstener Brücke war noch nichts los. Ich war fast alleine dort. Überrascht stellte ich fest dass es einen Kiosk und den Minigolfplatz, welches ich beides noch aus meiner Kindheit kannte, immer noch gab.
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Als ich schon ein gutes Stück weiter war, bemerkte ich zufällig die Schwebefähre in Betrieb. Das, obwohl mich mich auf der Wanderautobahn von der Müngstener Brücke nach Schloss Burg befand. Aber dort war ja noch nichts los, so dass ich die Stimmen der mittels Muskelkraft, über die Wupper schwebenden Passagiere wahrnahm. Ich begegnete nur einer Hand voll Menschen auf dem Stück bis zum Wiesenkotten, wo ich eine andere Richtung einschlug und so dem langsam ansteigenden Touristenrummel entging.
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Bei Glüder gönnte ich mir als zweites Frühstück ein kleines Eis und ging über die Wupper auf das längste Pfadteilstück dieser Wanderung  von ca. 5 km Länge bis zum Rüdenstein. Die meiste Zeit geht es oberhalb der Wupperhänge entlang, wo die üppige Vegetation hin und wieder einen Blick auf das gegenüber liegende Solinger Gebiet frei gibt.
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Dort irgendwo entdeckte ich ein Wanderpaar das sich eine ganz besonders reizvolle Stelle für eine Rast ausgesucht hatte.
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Die bereits angeschlagene Brücke hat in letzter Zeit anscheinend keine weiteren Schäden erlitten. Oha, dann kam auch wieder dieser steile Felsrücken. Schmerzvoll die Erinnerung an die letzte Besteigung bei Regen. Zwei Schritte vor, einen Schritt, ähm Rutsch zurück. Diesmal war es trocken und relativ einfach, wenn auch trotzdem sehr steil dort hoch.
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Potentiellen Nachwanderern sei noch gesagt, dass ich kurz vor dem Rüdenstein irgendwo von meinem eigentlichen Track ab kam und ein Stück querbeet durch den Wald musste, um wieder in die richtige Spur zu gelangen.
Ah, da ist ja wieder der Weg …..
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Am Rüdenestein, dem Scheitelpunkt meiner Wanderung, angekommen legte ich eine kleine Rast ein, bevor ich abermals die Wupper überquerte.
Eine Legende sagt dass Robert von Berg, ein Jungherzog aus dem Herzogtum Berg, um  Weihnachten 1424 auf der Jagd bei Wupperhof stürzte und sich verletzte. Sein Rüde rannte der Jagdgesellschaft nach, die sich schon auf dem Rückweg nach Schloss Burg befand. Diese folgt dem aufgeregten Bellen des herrenlosen Hundes. Und so wurde der Herzog gerettet.
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Von dort ging es dann zunächst hoch in einen Wald und später wieder über einen versteckten Pad, den ich erst suchen musste, hinunter durch das pittoreske Fleckchen Wüstenhof, direkt oberhalb von Wupperhof gelegen.
Offensichtlich war gerade Waschtag.
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Und wieder ging es über einen Pad hinauf, neben einem schon länger nicht mehr benutzten Hohlweg entlang, zum Haus Hohenscheid, vorbei am Naturlandhof „Gut Hohenscheid“. Praktisch und schön nah beieinander, der Hofladen und das Sonntags-Cafe im der Burg Höhenscheid.
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Über Feldwege, Wiesen- und Waldpfade geht der Weg weiter an einem Reitehof vorbei und durch winzigste Ortsteile von Solingen, Scharfhausen, Hästen, Birken und Dörperhof zurück nach Schaberg.
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Bis sich mir bis dahin unbekannte Perspektiven auf die Müngstener Brücke öffneten.
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k-DSCF4269 Im Nahbereich der Eisenbahnbrücke befindet sich ein recht dichtes Wegenetz. Hier einmal die direkte Gegenüberstellung eines Weges für kniebestrümpfte und bepömpte Sonntagsspaziergänger, im Bild links zu sehen. Und die Variante für dickbesohlte und ruckbesackte Wandersleut, im Bild auf der rechten Seite zu sehen.

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Als Alternative für eine gesicherte Schlusseinkehr schlage ich als Start- und Zielpunkt den Brückenpark vor.
Die Gaststätte im Bahnhof Schaberg hat leider nur an wenigen Tagen geöffnet. Im Internet zu findene Öffnungszeiten waren zu diesem Zeitpunkt nicht aktuell.

Wer nun noch mag, darf sich gerne noch mehr Bilder in meiner Diashow ansehen und oder sich mit meinem augezeichneten Track bechäftigen.

Vom Sender Langenberg in die Elfringhauser Schweiz

So lautet die Tour 2 aus meinem Wanderführer Bergischs Land von Hikeline.
Für Besitzer und Nutzer dieses Wanderführers:
Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der Originaltrack des Wanderführers über Privatgelände führt und habe den von mir aufgezeichneten Track an der betreffenden Stelle geändert.
So werden keine Anwohner gestört und Wanderer merken nichts von einer Änderung, da die kleine Umgehung kein nennenswerter Umweg ist.

Vor ab und vorne weg möchte ich erwähnen dass die Elfringhauser Schweiz nur zu einem kleinen Teil durchwandert wird, genauer gesagt das Felderbachtal. Die volle Schönheit bleibt noch hinter den Hügeln verborgen.
Ich parkte wie empfohlen auf dem Parkplatz des Waldkletterparks nah beim Sender.

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Der Weg geht zum größten Teil über bequeme Wald- und Schotterwege.
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So geht das erst einmal viel bergab an Künning vorbei bis zum Felderbach. Dann wieder bergauf an der Wüstung Taex vorbei, von der ich nichts gesehen habe, An Eggendahl vorbei und über den Zipperberg wieder hinunter ins Felderbachtal. Dort folge ich eine Weile erst dem Felderbach, dann einem andern Bach der in den Felderbach mündet, bis ich ihn irgendwo überquere und auf der anderen Seite wieder zurück gehe und bei der Laker Mühle wieder an den Felderbach komme.
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Dort fand ich unterwegs sehr stabile Zaunpfähle, Traktorgleise und eine schaurige Vogelscheuche.
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Hinter der Laker Mühle folgte ein Abschnitt den ich bereits kannte. Es ging über einen Pfad hinauf in den Wald und dann auf eine Wiese mit Talblick auf den Flecken Talblick.
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So ging es weiter in Richtung Sender. Kurz vor dem Ziel musste ich hinter dem markanten Wohnheim der Lebenshilfe noch einmal kurz durch eine Senke mit Blick auf Langenberg.
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Unmittelbar vor dem Ziel warf ich noch einen kurzen Blick auf den Bismarckturm nebst Ausflugsgastronomie und den gut besuchten Waldkletterpark.
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Auch hierfür gibt es wieder eine Diashow und den aufgezeichneten Track.

Herbringhauser Acht

Da schlummerte schon eine ganze Weile ein Track in meiner Sammlung, den ich fast schon vergessen hatte. Nach genauerer Betrachtung stellte ich fest dass es ganz in der Nähe ist. Da es nach meiner letzten, für mich etwas längeren Wanderung bereits wieder in den Füßen juckte, war die Entscheidung leicht. Nah und jucken ist bei mir spontan. Und die Gegend war mir auch unbekannt. Dass ich im Verlauf  in mir bekannte Gefilde vorrücken würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Bütterchen, Äpfelchen und Fläschchen waren schnell verstaut, ein schneller Griff nach den Wanderlatschen und ab die Post.
Nach schlappen 23 Minuten war ich am Startpunkt, einem kleinen Wanderparkplatz unmittelbar neben der Autobahn, bei der Olper Höhe, einem winzigen Ortsteil von Remscheid.

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Das Tanzlokal hat bestimmt schon bessere Zeiten erlebt. Besonders hinten herum.
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Offensichtlich ist kein Wolfspelz unter ihnen. So kann ich gefahrlos das Fleckchen Windgassen passieren.
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Nicht viel später finde ich mich auf der Staumauer der Herbringhauser Trinkwassertalsperre wieder. Gleich daneben steht das Wasserwerk.
Aha, von hier geht also ein Rohr bis in meine Küche, … quasi.
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Von hier aus geht es weiter am Herbringhauser Bach entlang bis zur Wupper beim Ortsteil Kemna.
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Hier setzte dann der weltberühmte bergische Nieselregen von feinster Quallität ein und begleitete mich noch ein Stück des Weges.
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Mal eben fix über die Wupper und zurück gegangen, als ich realisierte: Hier war ich schon mal. Das war der geographische Tiefpunkt der Wandedrung. Ab hier geht´s wieder bergauf.
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Das folgende Häuschen machte zuerst einen verlassen und verkommenen Eindruch auf mich. Voller Neugier schlich ich ums Gebäude auf den Hinterhof, der überraschend aufgeräumt und gepflegt war. EInziges Indiez der Benutzung waren ein paar offensichtlich in Gebrauch befindliche Küchengerätschaften hinter den Fenstern und ein paar frisch gezimmerte Vogelhäuschen vor der Tür liegend.
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Die folgenden Bilder zeigen noch einmal deutlich wie abwechslungsreich die Wege waren. Vom Wiesen-, Wald- und Wirtschaftsweg bis zum Tampelpfad ist alles vorhanden. Auch ein kleines Stück Landstraße am anderen Ende der Talsperre.
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Nein. Das ist nicht etwa die ehemalige innerdeutsche Grenze, sondern hinter dem Zaun befindet sich lediglich das Trinkwasserschutzgebiet.
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Für noch mehr Bilder ist hier die Diashow.
Und der Track für die Verfolgerer.