Herbstwanderung im Siebengebirge

Diesmal war ich von einer Wanderfreundin eingeladen, zu einer Tour durch das herbstliche Siebengebierge. Grundlage dafür war eine Runde von wandernbonn.de (http://wandernbonn.de/2014/03/21/gluecklicher-fruehlingsanfang-im-siebengebirge/).
Wir haben die Tour noch um einen Abstecher zur Rosenau und zur Löwenburg etwas erweitert.
Das Wetter zeigte sich von einer seiner besten Seiten und ließ den Wald in schönsten Herbstfarben leuchten. Dazu gab es grandiose Fernsichten an den vielen Aussichtspunkten. Der Weg bestand zum größten Teil aus schmalen Pfaden, die auf Grund des vielen Laubs manchmal kaum zu sehen waren. Kurzum: Wir waren begeistert.

Gestartet sind wir am Wanderparkplatz auf der Margarethenhöhe. Es wird dort an den Wochenenden eine Parkgebühr von 1,50 Euro fällig und der Parwächter weisst höflich aber bestimmt darauf hin, keinen Platz zu verschwenden und sein Fahrzeug vernünftig abzustellen.
Von dort ging es erst mal steil bergauf über den Rheinsteigzubringer auf den großen Ölberg, wo wir von der Terrasse des dortigen Restaurants zum ersten Mal für den Tag die tolle Fernsicht genießen konnten.
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Nachdem die Mädels der Toilette einen Besuch abgestattet hatten ging es wieder bergab bis zur Stuttgarter Hütte. Um den Wasserfall, so heist hier ein kleiner Berg, führte ein schöner Pfad, den wir uns nicht entgehen lassen wollten.
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Dann ging es auf direktem Weg zur Burg-Wüstung Rosenau, wo wir bei einer kurzen Pause Sonne und Aussicht genießenen konnten.
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Hier kam anschließend ausnahmsweise mal Otto, mein GPS-Gerät, zum Einsatz um uns wieder auf den geplanten Weg zurück zu führen. Otto meinte, es müsse da einen Pfad nach unten geben, wenn man um die Burgruine herum geht. Gesagt, getan … und etwas pfadähnliches wurde gefunden. Man könnte auch sagen, es ging schlicht geradeaus den Berg hinunter bis zur Eduard-Spoelgen-Hütte. Meine Mitwanderer meinnten, dass das höchstens ein Wildwechsel für Mufflons oder sonstige Klettertiere war. Aber Spaß hat es ihnen auf jeden Fall doch gemacht. Und eine Punktlandung an der Hütte hatten wir auch.
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Nun ging es geradewegs Richtung Rheinsteig und zur Brücke über die L 331. Dort haben wir den Rheinsteig aber gleich wieder verlassen und sind hinter der Brücke nach rechts abgebogen, zunächst bergab und in steilen Serpentinen wieder bergauf. Immer zielstrebig Richtung Milchhäuschen zu einem sehnsüchtig erwarteten Kaffee.
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Irgendwie hatten die gesamten Eindrücke wie Herbstfarben, Waldduft, Kaffeedurst und hochpreisiger Kaffeegenuss im Milchhäuschen zusammengenommen den Effekt, dass ich völlig den Faden verlor und nur noch unkontrolliert in der Natur herumknipste. Im nachhinein kann ich die Bilderflut gar nicht mehr genau zuordnen. Zum Glück musste ich mich nicht selbst orientieren, sondern fast nur hinterher dackeln.
Auf der Löwenburg übermannte mich dann fast völlig unvorbereitet ein Mampfanfall. Dieser war so heftig dass ich dort anscheinend gar keine Fotos machte, aber meine Vorräte gänzlich vernichtete.
Aber da macht alles nichts, wie ich finde. Die Bilder in meinem Kopf und auf meinem Chip in der Kamera sprechen für eine sehr gelungene Herbstwanderung.
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Dort oben befindet sich das Gasthaus auf dem Ölberg. Das weiß ich genau.

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Dass der bergische Weg bis ins Siebengebirge reicht, war mir auch nicht bewusst.
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Erfolgreich und nur leicht erschöpft erreichten wir wieder die Margarethenhöhe, wo wir uns zum Abschluss mit einer weiteren Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen belohnten.

Fazit:
Eine sehr gelungene Runde, reich an Pfaden. Ein Muss für Wanderer, die viel Wald und Fernblicke mögen. Bestimmt sehr schön zu jeder Jahreszeit.

Hier geht es zur Diashow mit mehr Bildern und hier ist mein aufgezeichneter GPS-Track zu finden.

Siebengebirge 5. und letzter Tag

… oder die Wanderung, die keine wurde.

Der Plan:
Mit dem Auto vom Basislager nach Bad Hönningen, mit der Personenfähre nach Bad Breisig übersetzen, von dort den RheinBurgenWeg Richtung Süden bis zu einem alten Steinbruch aus der Römerzeit und wieder auf gleichen Wege zurück.

Die Ausführung:
Waghalsige Überquerung des Rheins.
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Hinter dem Bahnhof vom Bad Breisig hieß es dann bergauf. Es ging einige hundert Meter am Hang entlang weiter bergauf bis auf eine Höhe wo elektrifizierte Heiligenscheine den Weg weisen.
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In greifbarer Nähe war schon die erste Burg zu sehen.
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Jedoch führte der Weg erst ins Tal um dann wieder steil hinauf hoch zur Burg zu führen. Am Fuße des Bergs wurde fairerweise darauf hingewiesen dass Burg Rheineck nicht zu besichtigen sei. Na prima.
Unser Weg ging trotzdem den Berg hinauf. Hinauf und nochmals hinauf.
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An einem Denkmal zweigte der Weg schließlich vom Burgweg ab und führte weiter nach oben zu einer Aussichtsterasse am Steilhang der Reuterslei.
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Dort oben angekommen war ich völlig kraft- und Lostlos. Die vorangegangenen Tage steckten mir plötzlich bleischwer in den Knochen. Ich konnte die Aussicht gar nicht richtig genießen.
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Von dort konnte dann auch die Burg in respektvollem Abstand besichtigt werden-
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Wir saßen dort weit über eine Stunde. Die brauchte ich auch. Dann stellte ich entsetzt fest dass der weitere Streckenverlauf wieder steil hinab nach Brohl, um dahinter wieder noch höher hinauf zu führen. Ich suchte eine Alternativeroute um mir das Auf und Ab zu ersparen, fand jedoch keine praktikable. Dann fing es noch an leicht zu nieseln. Das bestärkte meinen Entschluss an dieser Stelle das Vorhaben abzubrechen und umzukehren. Nah am Fuße der Reuterslei wählten wir die Autofähre.
Auf dem Weg zum Basislager wurde der Regen dann langsam stärker….
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Siebengebirge 4. Tag

Unser Pensionswirt legte uns die Löwenburg und das Tretschbachtal ans Herz. Beides ist hervorragend miteinander zu verbinden. Aus Genussgründen sollten wir das Tretschbachtal hinunter gehen.
Wir fuhren mit der Straßenbahn nach Röhndorf und gingen der Beschilderung nach hinauf zur Löwenburg.

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Kurz vor dem finalen Endanstieg findet man eine Einkehrmöglichkeit, die wir jedoch nicht nutzten.
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Wie schon erwähnt, sind die letzten Meter etwas steiler und ich musste nochmal alle Kräfte mobilisieren bis ich endlich zur Ruine gelangte.
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Erst ärgern wir uns über dieses schäbige Gerüst. Dann erfuhren wir dass aktuell zu diesem Zeitpunkt Ausgrabungen im Bergfried stattfanden. Über eventuelle, oder zu erwartende Funde wollte man uns jedoch keine Auskunft geben.
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Wir erkundigten erst einmal die Anlage bevor wir uns unter einem Baum an einem Platz mit einer tollen Aussicht zu einer ausgedehnen Rast niederließen.
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Zum Abstieg entdeckten wir einen etwas holprigen, weniger benutzten Pfad.
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Die folgenden Bilder können die wahre Schönheit des Tretschbachtals kaum wiedergeben. Teilweise möchte man glauben dass irgendwelche Waldriesen Mikado gespielt haben.
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Imposantes Wurzelwerk.
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k-DSCF2374 Leider haben hier manche Sportgeräte auch schon deutliche Spuren hinterlassen.

Als wir wieder in der zurück in der Zivilisation waren nahmen wir das Angebot eines großen Biergarten auf der Rheininsel Grafenwerth war.
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Siebengebirge 3. Tag

Heute legen wir eine Wanderpause ein, um die ersten Eindrücke zu verdauen und spazieren gemütlich zur Abbruchkante des Steinbruchs auf dem Weilsberg. Dort sitzen wir chillend ein paar Stunden mitten im Wald. Auf dem Rückweg schlendern wir noch an einem Weinberg entlang zu einem Steinkreis und lassen zu guter Letzt den Tag bei einem Dämmerschoppen im Garten unseres Basislagers ausklingen.

Ein paar Impressionen vom Ort bis zum Wald.
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Weg vom offiziellen Weg in die Stille der Natur.
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Impressionen aus unserem Basislagergarten.
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Siebengebirge 2. Tag

Viel haben wir uns an diesem Tag vorgenommen. Über die Burgruine Rosenau zum Dach des Siebengebirges, den Großen Ölberg und zurück durch das traumhafte Nachtigallental.
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Vom Rest der Rosenau hat man einen schönen Fernblick.
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Und immer wieder Drachenfels…
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Und gefähliche Gefahr …
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Einfach nur so hätte ich es nie gewagt …..
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…. denn die Besteigung des Großen Ölbergs war steil und lang.
Nebenbei möchte ich noch einen weiteren Grund nennen warum ich darauf MUSSTE. Mein Kiez, das Viertel in dem ich wohne, wird ebenfalls Ölberg genannt.
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Unterwegs bekomme ich das unbestimmte Gefühl ausgelacht zu werden.
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Nur wenige Meter vor dem Ziel entscheidet ein schneller Blick auf den Kalender zwischen Leben und Tod. Die Chancen stehen immerhin 6 zu 1. Es war Dienstag.
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Wie dem auch sei, die Aussicht von da oben ist grandios.
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Kurz vorm Drachenfels kamen wir an dem alten, verlassenen Burghof vorbei.
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So ging es früher auch hinauf.
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Und natürlich Schloß Drachenburg.
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Doch bevor wir in den Touristenstrudel gerieten bogen wir ab in das Nachtigallental wo wir wieder alleine mit der Natur waren. An dessen Ende befindet sich noch ein alter in den Felsen getriebener Weinkeller.
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Der restlichen Meter am Rhein entlang waren dagegen echt langweilig.
Für die fleißigen Fährtenleser halte ich gerne unseren Track bereit.

Siebengebirge 1. Tag

Die ursprünglich Planung war der Rheinsteig von Königswinter in Richtung Koblenz im April 2013 zu bewandern. Da ich auf Nummer sicher gehen wollte, hab ich mich ca. 4 Wochen vorher daran gemacht Übernachtungmöglichkeiten im Voraus zu buchen. Nach 2 geplanten Etappen kam ich ins Stocken und fand keine passende Unterkunft. Ich erinnerte mich an ein Telefonat mit einem potentiellen Vermieter der sehr bereitwillig seine Hilfe anbot. Den wollte ich nach weiteren Möglichkeiten fragen. Gesagt, getan.
So kam es dass Königswinter/Oberdollendorf für ein paar Tage unser Basislager wurde.
Noch eine kleine Anekdote: Beim Auspacken unserer Expeditionsausrüstung musste ich völlig entgeistert feststellen dass meine Wanderschuhe nicht den Weg ins Auto fanden. Nur gut dass wir nicht in Phuket oder so unterwegs waren. Also nochmal wacker zwei Stunden Autofahrt und alles war wieder gut.
Der Herbergsvater versorgte und reichlich mit Wandervorschlägen fernab der „Wanderautobahn“, wie er den Rheinsteig nannte, die wir bereitwillig und dankend annahmen. Deshalb sahen wir Orte, die wir normaler Weise nicht gesehen hätten. Und der Rheinsteig war quasi unser ständiger Begleiter, weil er immer wieder kreuzte oder streckenweise gleich verlief.
Weil uns das Wetter auch wohlgesonnen war, war das eine schöne, wenn auch kurze Woche.
Ca. !0 Minuten Fußweg von unserem Basislager entfernt begann das Siebengebirge.
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Und es war Frühling
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Unser Wirt verriet uns einen versteckten Pfad zur Abbruchkante eines alten Steinbruchs auf dem Weilberg.
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Da die Abbruchkante nur unzureichend gesichert ist, ist höchste Vorsicht geboten!
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Einigermaßen trittsicher sollte man schon sein.
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Selbstverständlich gibt es auch einen offiziellen, völlig harmlosen Zugang zum Steinbruch.
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Auf dem Stenzelberg gibt es auch einen Steinbruch mit einem Zugang den man als Nichteingeweihter kaum findet.
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An geschichtsträchtigen Orten
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Das Einkehrhaus ist auf jeden Fall eine Einkehr wert
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Weiter führt uns der Weg hinauf zum Petersberg.
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Vom Petersberg gibt es einen schönen Blick auf Vater Rhein
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und Burg Drachenfels
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Von dort gingen wir zurück ins Basislager….
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Für Interessierte ist hier der aufgezeichnete Track hinterlegt.