Moselsteig von Cochem nach Beilstein

Es war einmal …
eine Gruppe eines sozialen Netzwerkes, genannt die Wanderteufel.
Alljährlich begab es sich dass einige unstetige Mitglieder dieser Gruppe sich trafen um gemeinsam ein Stück durch die Lande zu wandern. So auch im warmen Frühsommer des Jahres 2015. Man traf sich mehr oder weniger pünktlich, wie verabredet, oder auch ein wenig später am Bahnhof zu Cochem unterhalb der mächtigen Reichsburg zu Cochem. Ein freudiges Hallo erhob zwischen altbekannten und ein neugieriges beschnuppern der Neulinge und noch unbekannten. Als dies geschehen, schulterten alle fröhlich ihr Säcklein und machten sich frohen Mutes auf den auserkorenen Weg.

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Schnell war auf die andere Flußseite gewechselt und Cochem, mit seinen Schlösschen und Palästchen aus leichter Entfernung zu betrachten.
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Der überaus selten gewordene und daher geschützte Apollofalter solle hier heimisch sein. Dies bestätigten einige fremde Gesellen, die schwerbewaffnet mit gewaltigen photooptischen Gerätschaften auf der Pirsch dem raren Falter nachstellten, um ihn zum Beweis abzulichten. Eine gute Fee aus unseren Reihen hatte bereits dieses Glück und händigte jedem von uns ein hochglänzendes Abbild jenes Falters, zum eindeutigem Beweis seiner Existenz aus.
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Eine Heilige Madonna mit ihrem jüngsten wacht über uns, dass wir nicht naschen an des Winzers Früchten, oder will uns vielleicht nur auf den Kopf spucken ….  wer weiß?
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Der Weg führt uns durch die Weinberge immer höher und gibt an ausgewiesenen Stellen weite Blicke ins Flusstal frei. Brauselay, Drachenfliegerrampe, Eisener Mast, Valwiger Berg, usw.
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Sagenumwobene Gestalten und Wesen begegnen uns immer wieder.
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Bis wir nach einer Weile wieder eintauchen in den Märchenwald und nicht weiter auffallen zwichen all den Kobolden, Zauberwesen und anderen Gestalten und folgen dem Kaprainer Bach.
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Unweit des Ortes Ellenz-Poltersdorf, auf der gegenüberliegenden Flussseite und der Schleusenanlage Frankel, gibt uns der Wald wieder frei.
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Hie kommt eitweise die Sonne durch die Wolkendecke und läßt uns dann auch ordentlich schwitzen. Glücklicherweise ist das letzte Stück noch recht schattig und wir kommen gesund und wohl in Beilstein an, um uns im Klostercafé zu stärken.
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Hier endete zwar unsere Wanderung, nicht jedoch der Tag. Für die Rückreise enterten wir ein Schiff genossen alles Gesehene nochmals aus der Kahnperspektive und ließen ein letztes mal die Gläser klingen.
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Zurück in Cochem, verteilten sich die Wanderteufel wieder in alle Himmelsrichtungen, um in ihrem Reich die Geschichte zu erzählen.
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Und wenn sie nicht gestorben sind, wandern sie bald schon wieder.
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Moral:
Ein verwanderter Teufel ist kein verteufelter Wanderer aber ein Wanderteufel ein verteufelt wandernder.

Diashow
Die Etappe
Apolloweg

Traumschleife Baybachklamm

Pläne schmieden und ändern … eine meiner liebsten Beschäftigungen, wenn das Endresultat zufriedenstellend, oder besser ist.
Meine Wanderpartnerin und ich hatten ursprünglich vor an diesem Tag durch irgend welche Weinberge an der Mosel zu kraxeln. Ein weiterer Wanderfreund, der zur selben Zeit in der Gegend auf Urlaub war, bekam das irgendwie mit und meinte dass das keine gute Idee bei angesagten 30°C und mehr sei. Er ludt uns ein ihn durch die Baybachklamm zu begleiten. Nach kurzer, kaum erwähnenswerter Abstimmung sagten wir zu und trafen uns fast pünktlich zur verabredeten Zeit auf dem Wanderparkplatz bei Heyweiler, dem Anfang der Traumschleife, die wir im Uhrzeigersinn erwandern werden.

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Nach wenigen Metern geht es schon recht steil bergab ins Buchbachtal.
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Kaum sind wir unten, geht es auchschon wieder steil noch oben auf das Hunsrückplateau, an Steffenshof vorbei. Hier kann man die ersten, wenigen Fernblicke in den Hunsrück genießen.
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Wer sich bis zu diesem Pavillion die Schuhe beschmutzt hat, bekommt hier Gelegenheit zur Zwischenreinigung.
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Kurz hinter Steffenshof tauchen wir wieder ein in den schattigen, kühlen Wald und folgen dem Prinzbach immer tiefer ins Tal.
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Der Weg führt vorbei an alten Zeitzeugen des Schieferabbaus im Hunsrück.
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Schließlich gelangen wir an den Baybach.
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Vorbei an schroffen, moosbewachsenen Felsen bekommen wir einen ersten Eindruck wie tief der Bach sich im Laufe der Zeit in den Fels gegraben hat.
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Auf der Hälfte der Strecke erreichen wir die gut besuchte Schmausemühle. Sogar Reitergruppen sind hier herzlich willkommen. Mit Ach und Krach finden wir noch drei Sitzplätze teils im Schatten und gönnen und eine kleine gastronomische Erfrischung. Hier spüren wir die sengende Hitze der Sonne und sind heilfroh dass wir an diesem heißen Mittag nicht in irgend welchen Weinbergen halb verdursten und uns die Haut verbrennen. Vor lauter Hitze habe ich es versäumt die Mühle selbst abzulichten.
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Danach folgen die ersten leichten Kletterstellen, die ein wenig Trittsicherheit erforden und durch Stahlseile gesichert sind, die ausreichenden Halt geben.
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Die wiederaufgebaute Heyweiler Mühle wurde auch schon länger nicht betreten.
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Es folgen im weiteren Verlauf noch ein paar Seilgesicherte Stellen, die jedoch für den halbwegs geübten Wanderer kein Problem sein dürften. Dann verlassen wir den Baybach und Folgen dem Frankweiler Bach. Auch dieser führt durch ein wildromantisches Tal.
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Ach ja! Wir müssen ja auch wider hinauf. Es erfolgte der unvermeidliche Schlussanstieg auf eine weitere Freifläche und wieder zurück in den Wald. Auf diesem letzten anstrengenden Abschnitt wurden wir dafür immer wieder mit sehr schönen Aussichten belohnt.
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Fazit:
Die Traumschleife Baybachklamm ist mit ihren ca. 10 km eine sehr gute Alternative in der Sommerhitze. Eine schöne Klammwanderung durch den Hunsrückschiefer. Entlang des Baches führt die Tour über schmale Pfade vorbei an felsigen, mit Moos bewachsenen Hängen. Sehr kühl und schattig, trotzdem mit einigen Freiflächen inklusiver schöner Aussichten. Sehr gut und empfehlenswert eine Einkehr in die Schmausemühle auf der Hälfte der Strecke.

Links zur Tour:
Traumschleife Baybachklamm
Schmausemühle
meine Diashow

Erdener Treppchen und etwas Moselsteig Etappe 12

Ich war in Kröv an der Mosel zu einem kleinen Familientreffen verabredet und wollte die Gelegenheit nutzen, dort auch etwas zu wandern. Nachdem ich am frühen Morgen schon mein Gepäck in die Unterkunft bringen durfte, hatte ich noch Zeit bis zum späten Nachmittag.
Geplant hatte ich die 12. Etappe des Moselsteigs von Ürzig nach Traben-Trarbach und den Klettersteig, Erdener Treppchen. Hin und zurück wollte ich mit dem Bus.
Von meinem Gastgeber erfuhr ich dann dass ich den ersten Bus verpasst hatte und der nächste erst in über drei Stunden fuhr. Also spendierte ich mir ein Taxi nach Ürzig. Nachdem ich dem Fahrer bestimmt sehr umständlich erklärt hatte wo ich hin wollte, fragte er nach meinem Vorhaben. Bereitwillig gab ich ihm Auskunft.
„Ach so.“ sagte er. „Dann bringe sie ich am besten gleich nach oben zum Wanderparkplatz. Dort verläuft der Wanderweg.“ Ich vertraute der Ortskenntnis des Einheimischen und willigte ein. Kurz bevor er auf den Wanderparkplatz abbog, zeigte er mir noch wo der Weg in den Wald führte. Ich wiederum erkannte gleich das Wanderzeichen und konnte mich über ca. zwei eingesparte Bergaufkilometer freuen die über Straßen führen und in Straßennähe verlaufen.
Es war dort oben noch sehr nebelig. Vom Wanderparkplatz ins Tal schaute ich ich vor eine graue Wand.
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Die Aussicht von der Burgberghütte war auch noch nicht so toll. Aber von hier kommt man zum Erdener Treppchen. Da mir die gestrige Wanderung noch etwas in den Knochen steckte war ich zunächst etwas unschlüssig. Aber man hatte mir ja bereits zwei Kilometer geschenkt. Also machte ich mich auf zum Treppchen. Weil ich mal wieder überhaupt nicht wusste was mich erwartete, beschloss ich erst einmal dem Track so zu folgen, dass ich eine ganze Weile fast parallel zum Moselsteig ging. So wäre ich schnell wieder zurück auf die Strecke gelangt.
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Zu meiner Überraschung ging es zunächst über den bewaldeten Hang gemütlich bergab, bis ich in die Weinberge kam. Von dort geht es dann auf asphaltierten Wirtschaftswegen weiter bis zum entscheidenden Richtungswechsel. Ich folgte dem Klettersteig, der mir noch nichts zum Klettern bot, weiter hinunter bis zur Mosel.
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Hier unten an der Mosel bei den römischen Kelteranlagen beginnt der eigentliche Klettersteig. Es geht steil nach oben in die Weinberge.
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Hier haben sich einige Wanderer ein kleines Denkmal gesetzt.
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Hinter der Brücke versteckt sich auf der rechten Moselseite Lösnich im Nebel.
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Eine kleine Passage mit Halteseil und seltene Weinbergklettersteigpflanzen.
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Mineralien und Edelstahl könnte man hier im Tagebau ernten, während ander Blumen gut dazu riechen.
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Dort unten liegt der Ort Erden.
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Als ich wieder auf dem Weg zur Burgberghütte bin, kommt allmählich die Sonne durch. Der Blick ins Tal war immer noch leicht diesig, aber nun immerhin vorhanden.
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Links neben der Bildmitte wachsen die ersten Pfeiler der im Bau befindlichen Hochmoselbrücke empor. Über sie soll einmal die neue B 50 verlaufen. Schön für den Verkehr, schade für das schöne Tal.
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Von nun an geht es auf Pfaden und Wirtschafswegen über den Moselsteig und den Moselhöhenweg durch die Wälder der südlichen Eifel, bis der Bewuchs sich lichtet und den Blick in Moseltal wieder freigibt.
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Hier, in etwa einem Kilometer oberhalb von Kröv habe ich mich entschieden die Tour abzubrechen und bin auf kürzestem Wegen hinunter in den Ort gegangen. Der Klettersteig, auch wenn er recht harmlos war, hat mich doch einiges an Zeit gekostet. Ich habe es in dem Moment vorgezogen rechtzeitig meine Bande zu treffen, um mit ihr noch ein paar schöne Tage an der Mosel zu verbringen.
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Fazit:
Nun ja, die 12. Moselsteigetappe bin ich aus Zeitnot und Faulheit ungefähr nur zur Hälfte gegangen. Aber das Stück war schön und gut gemischt aus Wald und Passagen mit Weitblick.
Den Erdener Klettersteig bin ich im Prinzip am falschen Ende angegangen. Empfehlenswert ist es unten bei den römischen Kelteranlagen zu starten und anschließend gemütlich wieder hinab zu gehen. Die Warnhinweise klingen viel schlimmer als es ist. Es geht halt nur steil bergauf. Im letzten Viertel nach oben lädt ein kleiner Unterstand zur Rast ein. Schöner ist es jedoch weiter oben an der Bergburghütte.
Wer das Erdener Treppchen mit dem Moselsteig, bzw. Moselhöhenweg in Richtung Traben-Trarbach kombinieren möchte, dem empfehle ich ebenfalls von der Kelteranlage zu starten, um über die Burgberghütte auf die Strecke zu gelangen.
Zu guter Letzt noch ein Link mit Karten und GPS-Daten zum Erdener Treppechen und zur 12. Etappe Moselsteig.

Moselsteig Etappe 16 und Calmont Klettersteig

Eigentlich lautete mein Ziel den Calmont Klettersteig zu begehen. Da ich Anfang Oktober für ein paar Tage ein kleines, aber feines Familientreffen in Kröv an der Mosel hatte, ließ sich das prima miteinander verbinden. So machte ich mich einen Tag voher, noch vor Sonnenaufgang, auf den Weg nach Neef. Von dort konnte ich den Klettersteig mit der kürzesten Etappe des Moselsteigs kombinieren und mit mit der Bahn wieder zurückgelangen. Aber es kam wieder mal anders…

Ich startete gegen 10 Uhr auf dem Moselsteig im kleinen Moselörtchen Neef. Weder der Himmel, noch die Gipfel der Weinberge waren zu sehen, da das Moseltal noch mit einer ordentlichen Nebelschicht gefüllt war.
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Es ging zunächst über die Mosel in Richtung Bremm, wo ich recht zügig durch die noch nicht sehr steilen Weinberge auf einen Kreuzweg gelangte. Ab dort geht es steil bergan durch bewaldetes Gelände oberhalb der Rebengewächse.k-DSCF5698 k-DSCF5702 k-DSCF5715 k-DSCF5718k-DSCF5717

Mittlerweile war ich hoch genug um die ersten Sonnestrahlen zu bemerken. Angekommen auf der Lichtung am Bremmer Gipfelkreuz musste ich erst einmal verschnaufen und konnte den schönen Blick ins Moseltal erst mal nur erahnen. k-DSCF5723k-DSCF5721 k-DSCF5726

Ich ließ mich nieder und wartete noch eine Weile bis der Nebel sich langsam auflöste und ich endlich einen Blick auf die Moselschleife werfen konnte.
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Dann kam der Moment dass ich die Akkus meiner Kamera wechseln musste. Dabei bemerkte ich ganz zufällig dass ich ungefähr keinen einzigen Cent Geld bei mir hatte. In der Aufregung beim Start in Neef hatte ich offensichtlich versäumt meine Geldbörse aus dem Handschuhfach in den Rucksack zu packen. Naja, man wird halt eben nicht jünger, dafür um so schusseliger. Umkehren wollte ich deshalb aber nicht. Die Strafe folgte auf dem Fuße, bei dem Gedanken an die mit Vorfreude erwartete Einkehr in Eller, die nun leider aus finanziellen Gründen abgesagt wurde. Mal ganz abgesehen von der plötzlich unbezahlbaren Rückfahrt mit der Bahn. Ich bin schon lange nicht mehr per Anhalter gefahren. Aber dieses Problem löste sich später anders. Ich folgte weiter dem Moselsteig, der hier gleichzeitig Moselhöhenweg ist. Oberhalb der Weinberge geht es weiter durch den Wald, vorbei an tollen Ausblicken.
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Ein paar hundert Meter vor der Galgenlay geht es sehr steil, teilweise über Schieferschotter, hinab. Wohl dem, der hier Wanderstöcke dabei hat. An der Schutzhütte habe ich den Moselsteig verlassen und begab mich auf den Klettersteig.
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Zum Klettersteig gibt es nicht sehr viel zu berichten. Insgesamt besteht er aus einem sehr schmalen Pfad, der sich auf etwa halber Höhe, am Calmont entlang schlängelt. Der Abschnitt ist auf jeden Fall kein Sonntagsspaziergang! Es wäre gut wenn man hier Kondition, festes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit dabei hat. An besonders schwierigen Stellen stehen Hilfsmittel wie Leitern, Tritteisen und Haltestahlseile bereit.
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Der Tip einer Wanderkameradin, diesen Weg nicht an einem langen Wochenende zu begehen, war sehr gut. Ich war zwar nicht ganz alleine dort unterwegs, aber es war angenehm ruhig auf den Wegen.
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Ob hier ein Winzer oder ein Wanderer seine Wäsche trocknete konnte ich nicht eindeutig erkennen.
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Hin und wieder gilt es den Blick zu genießen. Auch wenn es mal bergab geht.
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Ich kann nicht sagen wie dieses Schild zu deuten ist. Für mich war an dieser Stelle, oder später nichts schlimmer als es schon war.

 

 

 

 

In Anbetracht der vorangeschrittenen Zeit und Bremm in Reichweite, entschied ich mich hier an dieser Stelle den Klettersteig zu verlassen und das letzte Stück nach Neef zu gehen. Ich hatte den Klettersteig und die steilen Abschnitte mächtig unterschätzt. Inklusive der langen Pause am Bremmer Gipfelkreuz hat mich das mehr Zeit gekostet als ich dachte. Mein Otto hat mir nur etwas mehr als 13 km Strecke aufgezeichnet, für die ich 6,5 Stunden benötigt habe.
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Noch ein Blick zurück.
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Vom Klettern abgekämpft und müde erreichte ich wieder mein Auto. Mein erster Gedanke galt meiner Urlaubskasse, die unberührt an erwarteter Stelle lag. Ich hatte mir im Vorfeld ein paar Telefonnummern von Pensionen auf dem Weg zu meiner zweiten Station notiert. Dummerweise waren alle belegt. So machte ich mich noch in Neef auf die Suche nach einer Bleibe für die Nacht. Dabei wurde ich nach wenigen Schritten von wohltuenden Küchendüften und meinem schier unglaublichen Durst auf Bier unterbrochen.
Nachdem ich für mein leibliches Wohl gesorgt hatte, war es auch um meine Fahrtüchtigkeit geschehen. Ich trottete zum Auto und faltete mich in meinem Notschlafsack irgendwie auf die Rückbank und entschlummerte alsbald.
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Fazit:
Die Kombination Mosel- und Klettersteig hat prima geklappt. Mit etwas mehr Tempo und weniger Pausen ist das auch in 4-5 Stunden gut zu schaffen. Ich bin wohl etwas zu schwer zum Klettern.
Wer hat, sollte seine Wanderstöcke benutzen. Die vielen Blicke ins Moseltal sind grandios.
Bei hoher Regenwahrcheinlichkeit rate ich wegen der Rutschgefahr besser woanders zu wandern.

Mehr Bilder zu dieser Tour sind in meiner kleinen Diashow zu sehen, hier sind die Tracks und weitere Informationen vom Moselsteig zu finden und hier geht es zum Calmont Klettersteig.

Moselsteig von Nittel nach Konz

Die dritte Etappe des Moselsteigs, von Nittel nach Konz ist wieder ein wahres Feuerwerk der Fernblicke. Ich habe sie allerdings um ca. 2,5 km verkürzt, da sich in Wasserliesch, nur wenige hundert Meter vom Moselsteig entfernt, meine Unterkunft befand. Ausserdem ist das letzte Stück nicht sonderlich hübsch und führt wieder sehr nah an der B419 entlang.
Ich ließ mich also in Nittel aussetzen und wanderte von dort im Prinzip wieder nach Hause.
Nittel ist wie die meisten Moselorte geprägt vom Weinbau und Tourismus. Über den Zuweg geht es mitten durch den Ort, teilweise am Nitteler Bach entlang auf die angrenzenden Weinberge. Dort trift man auf den Felsenweg, dem man eine ganze Weile folgt. Auf entsprechenden Informationstafeln kann man etwas über die Geologie und Geschichte des Moseltals an dieser Stelle lernen. Das Auge wird mit schönen Ausblicken belohnt, für die es sich immer wieder lohnt stehen zu bleiben und zu genießen. Der Weg verläuft erst direkt unterhalb der markanten Felswand auf Wirtschaftswegen und anschließend oberhalb auf einem schmalen Pfad durch üppigen Bewuchs an der Hangkante entlang.
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Dann gelangt man auf das Hochplateau zum Hunsrück, wo fern der Bundesstraße hinter der Hangkante wieder wohltuende Ruhe für die Ohren einsetzt. Der Weg führt auf Feld- und Wiesenwegen durch weitläufige Rapsfelder teilweise auch an Waldrändern entlang, bis ein größeres Waldgebiet durchquert wird. Immer wieder muss ich stehen bleiben und die Blicke genießen.
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An dieser Stelle werde ich durch ein Warnschild aufgehalten. Ich lausche in den Wald, höre jedoch kein brechendes Geäst oder Motorsägenlärm. Als setze ich verbotenerweise meinen Weg fort und muss wenige Meter weiter über querliegende Bäume klettern. Als ob Rübezahl Mikado gespielt hätte.
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Irgendwo gibt der Wald einen Blick auf Tawern in einem entfernten Tal frei. Hinter dem Wald geht es wieder ein kurzes Stück durch die Felder. Zum Teil über sehr zugewachsene Feldwege und durch Weinberge hinab in Richtung Fellerich.
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Bevor es in den Ort geht, biegt der Weg in den nächsten Wald ab. Über zunächst breite Forstwege folge ich eine Weile dem Abach, bis ich auf einen Pfad treffe der langsam wieder bergan führt. Kurz darauf folgt ein recht knackiger, und nicht kurzer Anstieg durch den Wald, bis ich kurz vor der Kuppe auf einen Hinweis treffe. Es wird eine ausgeschiderte Alternativroute durch ein Orchideengebiet angeboten. Nach 1,6 km trifft man dann fast ohne Umwege wieder auf den Moselsteig.
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Ich folge der Alternative und befinde mich bald oberhalb von Wasserliesch im Naturschutzgebiet „Perfeist“. Die Wege im Orchideengebiet sind zum größten Teil asphaltiert und führen zunächst durch geschützte Wiesen. Dort wo die seltenen Pflanzen wachsen, sind die Flächen durch zusätzlich Barrieren geschützt. Anscheinend war gerade keine Blütezeit. Mir sind jedenfalls keine besonderen Blümchen aufgefallen.
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Ich verlasse das Naturschutzgebiet über einen Asphaltweg an Aussichtspunkten ins Moseltal vorbei und gelange bei der Löschemer Kapelle wieder auf den Moselsteig. Von dort geht es über teils gesicherte Pfade sehr steil durch den Wald bergab. Da es in der vorherigen Nacht geregnet hatte, war der Boden äusserst rutschig. Ohne das Holzgeländer hätte ich bestimmt mehrfach die Textilbremse einsetzen müssen.
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Wie immer findet man zum Schluss noch mehr Bilder in der Diashow und den leicht geänderten Track.

Moselsteig von Palzem nach Nittel

Gleich zu Anfang möchte ich erwähnen dass mir diese Etappe aus verschiedenen Gründen nicht sonderlich gut gefallen hat.
Das hat jedoch nichts mit der etwas verkorksten Anfahrt zu tun.
Wir stellten das Auto am Ziel in Nittel ab, gingen zur Haltesation und fuhren mit der nächsten Bahn Richtung Palzem. Zwei Stationen vorm Ziel quäkte es aus dem Lautsprecher: „Dieser Zug endet hier. Bitte alles aussteigen.“ Aha, an Samstagen fahren hier die Züge etwas anders. Nun hatten wir in Wincheringen eine Stunde Zeit den Fahrplan genauer zu studieren, bis die nächste Bahn kam. Was uns am Ende nicht wirklich schlauer machte.
Endlich in Palzem angekommen, waren es nur ca. 600 m bis zum Moselsteig.

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k-DSCF3544Hier dachte ich zuerst dass das eine Wagenburg für Erntehelfer ist. Jedoch stehen die recht heruntergekommenen Wohnwagen eher abgestellt als hingestellt.

 

 

 

Noch ein kurzer Blick zurück auf Palzem und dann geht es weiter über breite Waldwege, ein Stück entlang der Via Caliga bis zur Helfantermühle.
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Ein kleines Stück weiter fällt unser Blick auf Helfant, mit der als Helfanter Dom genannten Pfarrkirche St. Bartholomäus. Es folgen weitere Kapellen, wovon eine langsam von einem Neubaugebiet umschlungen wird und von den Kindern dort als Garage genutzt wird.
Wir stellten uns die Frage ob in Helfant wohl lauter hilfsbereite Helfanten leben.
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Im Folgenden ein paar Bider, die mir dieser Etappe einen faden Beigeschmack gegeben haben.
Zum einen die Stelle, die zum Verdruss der Anwohner wohl des öfteren als Toilette benutzt wurde, offensichtlich mit „Unkraut-Ex“ behandelte Weinberge und der Weg entlang einer langweilen Weinbergstützmauer.
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Mag sein dass diese Aussicht bei Sonnenschein recht schön ist. Zu dem Zeitpunkt regnete es leicht. Uns gefielen die kargen bewirtschafteten Flächen nicht, die oftmals frisch gepflückt, frisch bepflanzt oder behandelt, eher wie eine ausserirdische und unnatürliche Landschaft auf uns wirkten.
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Frisch lieblos aufgeschüttete Wege nehmen der Natur ihre Natürlichkeit und ihre Ursprünglichkeit, während angelegte Stufen die wie eingewachsen wirken nicht störend sind. Na gut, die Zeit wird es wohl richten.
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Nicht zu verzeihen sind allerdings die auffallend vielen Neubaugebiete die wir unterwegs sehen mussten. Sie wirkten sehr surreal auf uns. Da hätte ich mir eine andere Wegführung gewünscht. Es kam nicht mal ein sehenswerter, historischer Ortskern auf dieser Etappe .
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In Rehlingen möchte ich auf diesen Weg hinauf zur Friedhofskapelle aufmerksam machen. Die vom Regen nassen Steinplatten auf dem recht steilen Anstieg waren sehr, sehr rutschig. Obacht bitte!
Dafür wird man oben mit einem tollen Panoramablick auf die Mosel entschädigt.
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Subjektive Mondlandschaft und objektive Großbaustelle. Zum Glück folgt darauf bald ein schöner, schmaler Pfad.
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Diese Art der Schuttverklappung hat nicht wenig Hinterhofcharakter.
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Noch ein Beispiel für beispiellose Unkrautvernichtung.
Ob ich bei derartigem Einsatz von Chemie noch Wein trinken mag?
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Für diese Kapelle verließen kurz den Moselsteig und machten ein klitzekleinen Umweg.
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Zum Schluß ging es nochmal unvermeidlich durch ein Neubaugebiet in den Zielort Nittel hinein.
Mehr Bilder sind wieder in der Diashow zu sehen.

Anzumerken hätte ich noch dass uns während fast der ganzen Tour die unschöne Geräuschkulisse der B 419 begleitete, weil man auf dieser Etappe nur zu Anfang ein kurzes Stück weit genug aus dem Tal heraus kommt, wie anhand des aufgezeichneten Tracks zu sehen ist.

Moselsteig von Perl nach Palzem

Wie alles begann:
Meine Schwester brachte mir von ihrem letzten Aufenthalt an der Mosel anstelle einer Kiste Wein den Wanderführer Moselsteig mit. Genau in dieser Sekunde entschied ich mich zu einem mehrtägigem Aufenthalt an der Mosel um den Moselsteig zu besichtigen und Wein zu kaufen.
Ich wollte den Steig wie im Wanderführer beschrieben in Perl beginnen zu wandern.
Also schlugen wir unser Basislager ein Stück hinter Tier, in Wasserliesch auf.
Von dort fuhren wir mit dem Pkw zum Zielbahnhof in Palzem und dann mit der Bahn weiter nach Perl um über den Moselsteig zurück zu wandern.
In Perl angekommen wurden wir auf einem recht desolaten Bahnhof empfangen. Kaum zu glauben, aber wir konnten den Bahnhof nur durch die professionell markierte Türe verlassen. Mit bedrücktem Gefühl gingen wir also durch diese „Fast-Ruine“ hinaus.
Es ging nur wenige Meter über die Straße bis wir nach einem gut befahrenen Kreisverkehr auf einen Wiesenweg geführt wurden. Noch befanden wir uns ja nur auf einem der vielen Zuwege. Ich erwartete eine große Übersichttafel oder ähnliches am offiziellen Beginn. Aber nichts dergleichen. Unspektakulär wechselte das Symbol des Wanderzeichens von braun auf gelb und wir befanden uns fast unbemerkt, aber nun  wirklich auf dem Moselsteig.

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Ganz nebenbei befanden uns im Dreiländereck Frankreich, Deutschland und Luxemburg. Kurzzeitig verlief der Pfad genau auf der deutsch-französichen Grenze.
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Diesen wirklich sehr schönen Abschnitt teilen sich offensichtlich mehrere Wege. Unter anderem der Saar-Hunsrück-Steig.
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Auf dem weiteren Weg folgen wir ein kurzes Stück einem Pfad der Sinne, wo es einiges zu fühlen und zu tasten gibt.
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Im ständigen Wechsel gab es grandiose Aussichten, saftige Wiesen und waldige Abschnitte. Die wenigen Meter über Straßen können mit ruhigem Gewissen vernachlässigt werden.
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Der Straßenlärm, der von der A8 ausging die unterquert wurde, war ungewöhnlich lang anhaltend und recht nervig. Auf der anderen Seite stellten wir fest dass dort Straßenbauarbeiten durchgeführt wurden und mehrere Kehrmaschinen diesen Lärm verursachten. Das war dann nicht so schön, aber eben persönliches Pech. Dafür gibt es für die Begehhung von befahrenen Straßen eine hervorragende Gebrauchsanweisung und sehr sicher wirkende Elektrozäune.
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Nach knapp 9 km durchqueren wir das Örtchen Wochern. Hier lohnt sich eine kleine Ehrenrunde um das nett herausgeputzte Dörfchen anzusehen.
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Weiter geht es Richtung Tettingen, mit seiner markanten Kirche. Der Ort wird nur leicht am Rand gestreift. Und wieder erhält man eine Gebrauchanweisung zu Überquerung einer Straße.
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Ein paar Worte zum Wetter. Es war freundlicher als es ausehen mag. Trocken, aber windig mit einigen sonnigen Auflockerungen.
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Deshalb war es so windig. Alle Ventilatoren waren eingeschaltet.
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Irgendwo bei Nennig streiften wir noch den Dolinenweg und wissen nun auch was eine Doline ist. Man lernt ja nie aus. Insgesamt War die Etappe sehr schön.
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Bei Dilmar müssen wir den Dilmarbach überqueren. Mein Wanderführer erwähnt eine schwierige Überquerung über wackelige Trittsteine nach ergiebigen Regenfällen. Nee, was hatten wir ein Glück dass er völlig trocken war.
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An der kleinen Kapelle in Palzem verlassen wir den Moselsteig und finden nach wenigen hundert Metern wieder zu unserem Auto.

Hier folgt noch eine Diashow mit noch mehr Fotos und der aufgezeichnete Track.

Niederfell – Burg Thurant

Eigentlich war geplant an diesem Tag im Juli 2013 nicht zu wandern, sondern vom Basislager aus irgendwo hin zu fahren und nicht viel zu machen. Es kam jedoch anders. Meine bessere Hälfte war mit der eingebauten Aussichtplattform (Balkon) völlig zufrieden und widmete sich der Bemalung ihrer gefundenen Steine. Ich spielte ein wenig mit meinem GPS-Gerät herum und entdeckte eine neue Funktion. Man kann sich auch zu einem auf der Karte gefundenen Punkt navigieren lassen. Und das auf unterschiedlichen Wegen, je nach Profileinstellung. Eigentlich so, wie man es vom Auto-Navi auch kennt. Jedoch erkennt Otto, wie meine bessere Hälfte mein Wandernavi immer nennt, auch Wald- und Wirtschaftswege sowie Pfade und nutzt diese auch. Das musste ich unbedingt testen. Ich ließ mir die POIs (Points of Interest) in der Nähe anzeigen und entschied mich für die Burg Thurant. Otto machte aus ca. 4,5 km Luftlinie gute 10 km Wanderroute.
Rein in die Wanderschuhe und los.
Zunächst wurde ich rauf aufs Moselplateau geführt. Es war inzwischen Mittag und entspechend warm. so dass ich auf dem ersten Stück schon viel Wasser verbrauchte und mehrmals verschnaufen musste.
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Oben wurde ich dafür wieder mit tollen Panoramen belohnt.
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An einem Schilderkreuz komme ich ins Grübeln. Soll ich mal eben zur dicken Eiche und schauen wer hier dick ist? Oder doch lieber Richtung Weinglas? Aber ich lasse beides und richte mich wieder nach der Gerät.
k-DSCF4086Otto lenkt mich am Waldrand zum Hunsrück an den Feldern vom Moselplateau vorbei, ein paar hundert Meter parallel zum Schwalberstieg, bis es in einen Wald geht. Dort habe ich an einer Stelle einen Blick auf die Wallfahrtskirche Bleidenberg werfen können.
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Hier noch ein Beispiel über welch schönen Pfade mein GPS-Gerät mich geführt hat.
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Ein erster Blick auf Burg Thurant. Die Flagge weht, also ist jemand zu Hause. Nix wie hin.
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Ein Pfad direkt unterhalb der Burg, der recht vergessen schien und ziemlich zugewachsen war führte in Serpentinen den sehr steilen Hang hinauf. Dort musste ich auch ein wenig kraxeln weil umgestürzte Bäume den Weg versperrten. Und ganz oben musste ich mich noch in kurzen Hosen und T-Shirt durch einen Brennesselwald kämpfen
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Als ich dann direkt an der Burg aus dem Busch kam schauten ein paar Touristen etwas verwirrt. Vielleicht weil ich unter dieser Absperrung hervorgekrochen bin.
k-DSCF4111 Der Hinweis fehlte leider am anderen Ende des Weges. Egal. Haupsache ich war oben, wenn auch leicht lädiert.
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Die Burg ist wirklich sehr schön. Eine Besichtigung kann ich wärmstens empfehlen.
Im Burghof befindet sich eine Art Kiosk. Dort bekommt man neben Touristenschnickschnak auch Eintrittskarten, Bockwurst mit Kartoffelsalat und Getränke, was man alles in dem schönen, schnuckeligen Burghof verzehren darf. Ich gönne mir eine Eintrittskarte und eine Flasche Hefeweizen mit Glas zur Erfrischung. Prost. Dann erkunde ich die Burg.
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Nachdem ich alles ausgiebig besichtigt hatte, ging ich hinunter nach Alken und ließ mich dort von meiner besseren Hälfte mit dem Auto abholen. Wie gut dass es moderne Technik gibt.
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Zum Schluss noch für Interssierte mein Track

Ehrbachklamm (Hunsrück)

Im Juli 2013 wanderte ich meine erste Traumschleife. Für das hochsommerliche Wetter mit viel Sonne und hohen Temperaturen war die Ehrbachklamm genau das richtige und nicht sehr weit weg von unserem Basislager in Niederfell.
Von Fotografische Reisen und Wanderungen und Bildwanderung war ich vorgewarnt dass die Wegführung teilweise etwas obskur sein solle.
Geparkt wurde auf einem Wanderparkplatz zwischen Windhausen und Schloss Schöneck. Von dort starteten wir gegen den Uhrzeigersinn, mussten also erstmal oberhalb der Klamm zum anderen Ende.
Zunächst durch ein kleines Waldstück und an einem Feld vorbei.
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Dann bekamen wir auch schon die ersten Probleme. Wenn auch andere, weil die von den anderen beschriebene Problemstelle noch weiter weg war, die wir dann dafür souverän meisterten.
Wir verhedderten uns an einem Hang in einem Wirrwar von Pfaden und uns unklarer Beschilderung.Auch wussten wir nichts von abkürzenden Verbindungswegen und suchten vergebens nach einem auf meinem GPS-Gerät angezeigten Weg, fanden in jedoch nicht, Dafür aber eben andere. Die Klamm erschien greifbar nah, wir konnten den Ehrbach rauschen hören. Ca. 30 m nach vorne und 50 m nach unten.
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Irgendwie  kamen wir wieder auf den richtigen Weg.
Bevor wir in die Teufelschlucht gelangten kamen wir noch durch einen Wald, in dem ein Waldkindergarten ansässig war. Leider habe ich von dort keine brauchbaren Bilder. Jedoch erwähnen möchte ich das nette Schild, das den Wanderer bittet in diesem Waldgebiet nicht an einen  Baum zu pinkeln, weil dahinter ein Kind spielen könnte.
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Als wir endlich an einen größeren Bach kamen, es war der Ehrbach, gingen wir über die breite Brücke und verpassten um ein Haar den Eingang zur Klamm. Abgelenkt wurde ich zusätzlich noch durch ein Hinweisschild zur Lokalität Eckmühle mit Biergarten und alles.
Nun ging es jedoch endlich in die Klamm. An schwierigeren Stellen waren Handläufe angebracht.
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Der Bach hatte im Hochsommer so wenig Wasser, dass wir gelassen und mit trockenen Füßen durch die Klamm wandern konnten.
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Nach der Klamm wäre in der Daubisbergermühle noch eine Einkehrmöglichkeit gewesen, die jedoch auf uns einen sehr unaktraktiven Eindruck machte und wir deshalb weiter marschierten.
Der Weg  hätte noch über Schloss Schöneck führen sollen. Wir verpassten jedoch die richtige Ausfahrt und wanderten statt dessen drum herum. War aber auch schön.
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Auf den letzten Metern kamen wir noch an reichlich wildem Wein vorbei bevor wir wieder zum Startpunkt unserer Tour gelangten.
Meinen gegangen Track lade ich nicht hoch, weil er teilweise doch sehr vom Ursprung abweicht und irreführend sein könnte. *flöt*
Ich verweise deshalb zum Original Traumpfad Ehrbachklamm.

Schwalberstieg

Im Juli 2013 betrat ich zum ersten mal in meinem Leben einen Traumpfad. Den Schwalberstieg an der Mosel. Für unsere Expeditionen ins Umland schlugen wir unser Basiscamp in Niederfell, dierekt unterhalb des Schwalberstiegs auf.  Nach unserer Ankunft am Nachmittag erkundeten wir zunächst die Ansiedlung und tauschten von den Einheimischen Nahrungsmittel und Wasser für unsere Touren ein. Man bot uns auch gleich an gegen gewisse Geschenke an mehr oder weniger öffentlichen Speisungen und Gelagen teilzunehmen, wovon wir in den kommenden Tagen sehr gerne Gebrauch machten.
Nach einer erholsamen Nacht und einem reichhaltigem Frühstück starteten wir zu unserer ersten Wanderung. Und dies war nicht irgend eine Wanderung, sondern etwas ganz besonderes. Traumhaftes Wetter auf einem Traumpfad, zu dem wir ganz verträumt mal nicht per Pkw, sondern zu Fuß aufbrachen. Vom Lager bis zum Startpunkt waren es nur wenige hundert Meter.

Es ging zunächst über schmale Pfade bergauf durch Waldgebiet.
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Als wir dann weiter oben das Moselplateau erreichten, ging so richtig das Licht an. Die Farben und Aussichten waren sio überwältigend dass wir vor staunen, schauen und fotographieren kaum von der Stelle kammen.
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Dann erreichten wir ein Feld in dem unglaublich viele Mohnblumen in voller Blüte standen. In dem Moment wurde ich emotional überfallen und konnte das Feld nur mit leicht verwässertem Blick durchqueren. Klatschmohn war die Lieblingsblume meiner im letzten Dezember verstorbenen Mutter.
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Der Platz vor der  Röder-Kapelle ist gut ausgestattet für eine Rast.
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Von dort gelangten wir an wie gemalten Bildern vorbei zur Hitzlay, wo man einen tollen Blick auf das Moseltal hat,
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Der Weg führte weiter entlang der Oberkante des Moseltals wo man zwischen den Büschen und Bäumen immer wieder tolle Ausblicke hat.
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Auf einer schattigen Bank genoß ich noch eine Weile den Blick aufs Moseltal und trat den lebenden Beweis an, dass ich um ein paar Fransenlängen größer bin als der gegenüber liegende Weinberg.
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Dieser letzte Abschnitt führte an einem Klangobjekt vorbei, das ich natürlich ausgiebig erklingen lassen musste,
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zur Mönch-Felix-Hütte, ein letzter toller Aussichtspunkt auf dieser Tour.
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Dann ging es noch die letzten Meter wieder steil bergab zum Ausgangspunkt.
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Zum Tagesausklang genossen wir noch von unserer am Basislager angebauten Aussichtsplattform den Moselsonnenuntergang bei einem Schoppen Moselwein.
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