Schieferweg bei Bad Fredeburg

Eine Reha hat mich ins Hochsauerland bei Schmallenberg geführt. Was war die erste Freizeitbeschäftigung? Natürlich Wandern. Meine Wahl fiel zuerst auf den Schieferweg-Schmallenberg / Bad Fredeburg. Weil ich nicht noch mit dem Auto bis zum eigentlichen Startpunkt fahren wollte, änderte ich den Track ein wenig, sparte die kleine Schleife im Nordwesten aus und hatte dafür einen Zuweg von zwei Kilometern. Mit einem gut geschotterten Wirtschaftsweg begann die Runde und schnell wurde ich verwirrt durch die vielen Wanderzeichen und Schilder.
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Das Wetter war bedeckt und ein wenig nebulös, was die Fernsicht etwas verminderte. Beim frisch geschlagenem Holz roch es sehr intensiv nach Harz und Fichtennadeln. Ich blieb ein paar Minuten dort stehen, schloss die Augen und ließ den Duft mit einigen tiefen Atemzügen durch mein Riechorgan strömen. Viel, viel besser als die künstlichen Aromen im Saunaaufguss.
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Mit welcher Begründung werden solche Wege asphaltiert? Wanderautobahn? Kehrmaschienenfreundlich? Neue Sportart: Inline- oder Skateboardhiking? Oder ist es Teil einer fast behindertengerechten Kneippanlage? Ich weiß es nicht. Wenigstens wird man nett begrüßt.
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Dann verzog sich der Nebel ein wenig und gab ein wenig mehr der Landschaft frei.
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Die Orte Holthausen und Huxel wollten im Regen nicht sehr fotogen sein, dafür gab es wieder Hartbelag unter den Wanderstiefeln.
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Dann entdeckte ich einen sehr merkwürdigen Berg. Das musste ich mir genauer ansehen. Leider war der direkte Zugeng ein wenig verstellt, aber ich fand die Lücke und nahm mir für die Exkursion ein wenig Zeit.
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Das Verbot entdeckte ich leider etwas zu spät. Sonst hätte ich es selbstverständlich nicht gebrochen. Das Betriebsgelände war auch noch recht neu. Sicherlich hatte man noch nicht genügend Zeit für eine ausreichende Beschilderung. Aber der Track, den ich aus dem Netz gefischt hatte, wollte mich mitten über das gesperrte Gelände führen. Ich suchte einen Ausweg und fand ihn in Form eines sehr frischen, kaum zu erkennenden Pfad entlang des Zaunes.
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Hier werden tatsächlich echte Schieferplatten aus echtem Sauelandschiefer für Dächer hergestellt. Mit dieser Erkenntnis und dem gebrochenen Verbot schlich ich weiter mit nun schlechtem Gewissen um das Gelände herum.
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Ein paar Meter weiter, am Rande von Bad Fredeburg kam ich an einem leerstehenden Gebäude vorbei, in dem sich einst ein Altenstift befand, wie ich später erfuhr. Das musste ich mir natürlich genauer ansehen. Kurz vor dem Grundstück befand sich ein Park, in dem ein Paar Kinder herumlungerten und nichts besseres zu tun hatten, als ohne Unterlass hinter mir her zu brüllen: „Ey, alter Mann, wohnen sie da? Ey, alter Mann, da dürfen sie nicht rein!“ Ich beachtete sie nicht weiter und stieg unbeirrt über den am Boden liegenden Stacheldraht, während die Blagen zwar weiter brüllten, aber mit jedem Schritt leiser wurden.
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Die immer noch brüllenden Kinder wurden langsam kecker, lauter und kamen langsam näher. Ich drehte mich ruckartig herum, machte mich unter meinem Poncho noch breiter und ging mit strammen Schritt auf die Pens zu. Mit lautem Geschrei machten sie auf der Hacke kehrt, stoben auseinander und suchten das Weite mit ihrem Fersengeld. Zufrieden grinsend und in Ruhe ging ich weiter meines Weges.

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Fazit:
Die Strecke hatte weite Blicke und war schon auch abenteuerlich, was die Entdeckungen und Begegnungen betraf. Im letzten Viertel ging es einen schönen Pfad bergauf. Wegen des insgesamt doch sehr hohen Asphaltanteil werde ich sie jedoch nicht noch einmal gehen.

Moselsteig von Cochem nach Beilstein

Es war einmal …
eine Gruppe eines sozialen Netzwerkes, genannt die Wanderteufel.
Alljährlich begab es sich dass einige unstetige Mitglieder dieser Gruppe sich trafen um gemeinsam ein Stück durch die Lande zu wandern. So auch im warmen Frühsommer des Jahres 2015. Man traf sich mehr oder weniger pünktlich, wie verabredet, oder auch ein wenig später am Bahnhof zu Cochem unterhalb der mächtigen Reichsburg zu Cochem. Ein freudiges Hallo erhob zwischen altbekannten und ein neugieriges beschnuppern der Neulinge und noch unbekannten. Als dies geschehen, schulterten alle fröhlich ihr Säcklein und machten sich frohen Mutes auf den auserkorenen Weg.

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Schnell war auf die andere Flußseite gewechselt und Cochem, mit seinen Schlösschen und Palästchen aus leichter Entfernung zu betrachten.
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Der überaus selten gewordene und daher geschützte Apollofalter solle hier heimisch sein. Dies bestätigten einige fremde Gesellen, die schwerbewaffnet mit gewaltigen photooptischen Gerätschaften auf der Pirsch dem raren Falter nachstellten, um ihn zum Beweis abzulichten. Eine gute Fee aus unseren Reihen hatte bereits dieses Glück und händigte jedem von uns ein hochglänzendes Abbild jenes Falters, zum eindeutigem Beweis seiner Existenz aus.
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Eine Heilige Madonna mit ihrem jüngsten wacht über uns, dass wir nicht naschen an des Winzers Früchten, oder will uns vielleicht nur auf den Kopf spucken ….  wer weiß?
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Der Weg führt uns durch die Weinberge immer höher und gibt an ausgewiesenen Stellen weite Blicke ins Flusstal frei. Brauselay, Drachenfliegerrampe, Eisener Mast, Valwiger Berg, usw.
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Sagenumwobene Gestalten und Wesen begegnen uns immer wieder.
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Bis wir nach einer Weile wieder eintauchen in den Märchenwald und nicht weiter auffallen zwichen all den Kobolden, Zauberwesen und anderen Gestalten und folgen dem Kaprainer Bach.
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Unweit des Ortes Ellenz-Poltersdorf, auf der gegenüberliegenden Flussseite und der Schleusenanlage Frankel, gibt uns der Wald wieder frei.
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Hie kommt eitweise die Sonne durch die Wolkendecke und läßt uns dann auch ordentlich schwitzen. Glücklicherweise ist das letzte Stück noch recht schattig und wir kommen gesund und wohl in Beilstein an, um uns im Klostercafé zu stärken.
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Hier endete zwar unsere Wanderung, nicht jedoch der Tag. Für die Rückreise enterten wir ein Schiff genossen alles Gesehene nochmals aus der Kahnperspektive und ließen ein letztes mal die Gläser klingen.
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Zurück in Cochem, verteilten sich die Wanderteufel wieder in alle Himmelsrichtungen, um in ihrem Reich die Geschichte zu erzählen.
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Und wenn sie nicht gestorben sind, wandern sie bald schon wieder.
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Moral:
Ein verwanderter Teufel ist kein verteufelter Wanderer aber ein Wanderteufel ein verteufelt wandernder.

Diashow
Die Etappe
Apolloweg

Traumschleife Baybachklamm

Pläne schmieden und ändern … eine meiner liebsten Beschäftigungen, wenn das Endresultat zufriedenstellend, oder besser ist.
Meine Wanderpartnerin und ich hatten ursprünglich vor an diesem Tag durch irgend welche Weinberge an der Mosel zu kraxeln. Ein weiterer Wanderfreund, der zur selben Zeit in der Gegend auf Urlaub war, bekam das irgendwie mit und meinte dass das keine gute Idee bei angesagten 30°C und mehr sei. Er ludt uns ein ihn durch die Baybachklamm zu begleiten. Nach kurzer, kaum erwähnenswerter Abstimmung sagten wir zu und trafen uns fast pünktlich zur verabredeten Zeit auf dem Wanderparkplatz bei Heyweiler, dem Anfang der Traumschleife, die wir im Uhrzeigersinn erwandern werden.

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Nach wenigen Metern geht es schon recht steil bergab ins Buchbachtal.
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Kaum sind wir unten, geht es auchschon wieder steil noch oben auf das Hunsrückplateau, an Steffenshof vorbei. Hier kann man die ersten, wenigen Fernblicke in den Hunsrück genießen.
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Wer sich bis zu diesem Pavillion die Schuhe beschmutzt hat, bekommt hier Gelegenheit zur Zwischenreinigung.
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Kurz hinter Steffenshof tauchen wir wieder ein in den schattigen, kühlen Wald und folgen dem Prinzbach immer tiefer ins Tal.
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Der Weg führt vorbei an alten Zeitzeugen des Schieferabbaus im Hunsrück.
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Schließlich gelangen wir an den Baybach.
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Vorbei an schroffen, moosbewachsenen Felsen bekommen wir einen ersten Eindruck wie tief der Bach sich im Laufe der Zeit in den Fels gegraben hat.
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Auf der Hälfte der Strecke erreichen wir die gut besuchte Schmausemühle. Sogar Reitergruppen sind hier herzlich willkommen. Mit Ach und Krach finden wir noch drei Sitzplätze teils im Schatten und gönnen und eine kleine gastronomische Erfrischung. Hier spüren wir die sengende Hitze der Sonne und sind heilfroh dass wir an diesem heißen Mittag nicht in irgend welchen Weinbergen halb verdursten und uns die Haut verbrennen. Vor lauter Hitze habe ich es versäumt die Mühle selbst abzulichten.
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Danach folgen die ersten leichten Kletterstellen, die ein wenig Trittsicherheit erforden und durch Stahlseile gesichert sind, die ausreichenden Halt geben.
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Die wiederaufgebaute Heyweiler Mühle wurde auch schon länger nicht betreten.
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Es folgen im weiteren Verlauf noch ein paar Seilgesicherte Stellen, die jedoch für den halbwegs geübten Wanderer kein Problem sein dürften. Dann verlassen wir den Baybach und Folgen dem Frankweiler Bach. Auch dieser führt durch ein wildromantisches Tal.
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Ach ja! Wir müssen ja auch wider hinauf. Es erfolgte der unvermeidliche Schlussanstieg auf eine weitere Freifläche und wieder zurück in den Wald. Auf diesem letzten anstrengenden Abschnitt wurden wir dafür immer wieder mit sehr schönen Aussichten belohnt.
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Fazit:
Die Traumschleife Baybachklamm ist mit ihren ca. 10 km eine sehr gute Alternative in der Sommerhitze. Eine schöne Klammwanderung durch den Hunsrückschiefer. Entlang des Baches führt die Tour über schmale Pfade vorbei an felsigen, mit Moos bewachsenen Hängen. Sehr kühl und schattig, trotzdem mit einigen Freiflächen inklusiver schöner Aussichten. Sehr gut und empfehlenswert eine Einkehr in die Schmausemühle auf der Hälfte der Strecke.

Links zur Tour:
Traumschleife Baybachklamm
Schmausemühle
meine Diashow

Eulenkopfweg Teil 3

Der ursprüngliche Plan war Teil 3 und 4 zu verbinden wie die ersten beiden Teile. Auf Grund der kurzen Tage im November habe ich davon mal Abstand genommen. Das war auch gut so. Aber dazu später mehr.
Nach meiner eigenen Planung bin ich in Schöller gestartet statt in Düssel und bin dann noch in entgegengesetzter Richtung gegangen, wie in der Beschreibung auf Berg-Mark-Wege empfohlen, wo auch alles weitere zur Strecke zu finden ist. Die Strecke ist bis auf ganz wenige Abschnitte gut markiert. Vom Wanderparkplatz in Schöller, einem winzigen Ortsteil von Wuppertal, bin ich also gestartet.
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Selbst um kurz nach zehn Uhr steht die Sonne noch sehr tief und zieht lange Schatten. Ich verlasse den kleinen Ort über den Schöllerweg in Richtung Bundesstraße 7.
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Nachdem ich wenige hundert Meter der Bundesstraße gefolgt bin, gelange ich direkt hinter der Zufahrt zu den Kalkwerken Oetelshofen an eine Eisenbahnunterführung. Hinter dem kurzen Tunnel biege ich nach rechts ab und komme auf das weit verzweigte Gelände der Kalkwerke, das auf öffentlichen Wegen und Staßen zu durchqueren ist. An einer Industrieanlage ertönt ein ständiges Maschinendröhnen. Die Anlagen werden also selbst am Totensonntag nicht abgeschaltet.

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Es geht weiter an einem kleinen Reiterhof und einer kleinen Wohnsiedlung vorbei. Hier und da erhasche ich einen Blick in die Weiten und Tiefen des Kalkabbaugebietes.
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Hier ist die Entstehung eines sogenannten Tillmannsdorfer Sattel zu bewundern.
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Hinter diesem Naturdenkmal folgt ein erster kurzer Abschnitt mit einem gut befestigtem Waldweg. Ein Stück weiter fällt mein Blick auf den Ort Düssel. An dem Flüsschen Düssel treffe ich wieder auf den zweiten Teil des Eulenkopfweges. Die beiden Wege verlaufen parallel bis zum Dorfplatz. Wenn man der „2“ folgt, kommt man nach wenigen Metern, bei der Kirche, an ein paar netten Einkehrmöglichkeiten vorbei. Ich folge aber hier der „3“ und gleichzeitig eine Weile dem Neanderlandsteig.
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Endlich sehe ich einen schmaleren Weg, der allerdings auch gut befestigt ist. Die Freude vom Asphalt herunter gekommen zu sein wärt aber nur kurz. Es geht weiter über gut befestigte Wirtschaftswege an einem Hof vorbei und über einen kurzen Wiesenpfad, bis ich mich auf einem gepflastertem Fahrweg wiederfinde. Dieser führt auf einem kleinen Höhenkamm über Wiesen und Felder mit Fernblicken auf den „Eckbusch“, einem Wuppertaler Ortsteil, und auf die Kalkwerke.
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Ich verlasse den Pflasterweg und biege ab auf einen breiten Wirtschaftsweg. Dieser fühhrt mich über einen Reiterhof zum Ortsteil Hahnenfurt, wo ich wieder auf die Bundestraße 7 treffe.
Da ich mich am Ortsausgang befinde, wird hier etwas schneller gefahren. Sicherheitshalber suche ich Schutz hinter der Leitplanke. Es geht vorbei an Gut Heresbach, aus dem 15. Jahrhundert, bis kurz vor die Bahntrasse, wo ich endlich die Rennstrecke wieder verlasse.
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Noch ein kurzes Stück Über einen Wirtschaftsweg neben den Gleisen entlang und schon ist Schöller wieder in Sicht.
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Der letzte erhaltene Rest des ehemaligen Rittergut Schöller, sind der Bergfried und ein Teil der ehemaligen Burgmauer.
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Fazit:
Ein Wanderweg mit einem sehr hohen Hartbelaganteil. Eher etwas für einen ausgedehnten Sonntagsspaziergang und saubere Schuhe bei trockener Witterung. Ca. 12 Kilometer ohne nenneswerte Steigungen, jedoch einigen schönen Weitblicken und interessanten Einblicken in den Kalksteinabbau.

Herbstwanderung im Siebengebirge

Diesmal war ich von einer Wanderfreundin eingeladen, zu einer Tour durch das herbstliche Siebengebierge. Grundlage dafür war eine Runde von wandernbonn.de (http://wandernbonn.de/2014/03/21/gluecklicher-fruehlingsanfang-im-siebengebirge/).
Wir haben die Tour noch um einen Abstecher zur Rosenau und zur Löwenburg etwas erweitert.
Das Wetter zeigte sich von einer seiner besten Seiten und ließ den Wald in schönsten Herbstfarben leuchten. Dazu gab es grandiose Fernsichten an den vielen Aussichtspunkten. Der Weg bestand zum größten Teil aus schmalen Pfaden, die auf Grund des vielen Laubs manchmal kaum zu sehen waren. Kurzum: Wir waren begeistert.

Gestartet sind wir am Wanderparkplatz auf der Margarethenhöhe. Es wird dort an den Wochenenden eine Parkgebühr von 1,50 Euro fällig und der Parwächter weisst höflich aber bestimmt darauf hin, keinen Platz zu verschwenden und sein Fahrzeug vernünftig abzustellen.
Von dort ging es erst mal steil bergauf über den Rheinsteigzubringer auf den großen Ölberg, wo wir von der Terrasse des dortigen Restaurants zum ersten Mal für den Tag die tolle Fernsicht genießen konnten.
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Nachdem die Mädels der Toilette einen Besuch abgestattet hatten ging es wieder bergab bis zur Stuttgarter Hütte. Um den Wasserfall, so heist hier ein kleiner Berg, führte ein schöner Pfad, den wir uns nicht entgehen lassen wollten.
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Dann ging es auf direktem Weg zur Burg-Wüstung Rosenau, wo wir bei einer kurzen Pause Sonne und Aussicht genießenen konnten.
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Hier kam anschließend ausnahmsweise mal Otto, mein GPS-Gerät, zum Einsatz um uns wieder auf den geplanten Weg zurück zu führen. Otto meinte, es müsse da einen Pfad nach unten geben, wenn man um die Burgruine herum geht. Gesagt, getan … und etwas pfadähnliches wurde gefunden. Man könnte auch sagen, es ging schlicht geradeaus den Berg hinunter bis zur Eduard-Spoelgen-Hütte. Meine Mitwanderer meinnten, dass das höchstens ein Wildwechsel für Mufflons oder sonstige Klettertiere war. Aber Spaß hat es ihnen auf jeden Fall doch gemacht. Und eine Punktlandung an der Hütte hatten wir auch.
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Nun ging es geradewegs Richtung Rheinsteig und zur Brücke über die L 331. Dort haben wir den Rheinsteig aber gleich wieder verlassen und sind hinter der Brücke nach rechts abgebogen, zunächst bergab und in steilen Serpentinen wieder bergauf. Immer zielstrebig Richtung Milchhäuschen zu einem sehnsüchtig erwarteten Kaffee.
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Irgendwie hatten die gesamten Eindrücke wie Herbstfarben, Waldduft, Kaffeedurst und hochpreisiger Kaffeegenuss im Milchhäuschen zusammengenommen den Effekt, dass ich völlig den Faden verlor und nur noch unkontrolliert in der Natur herumknipste. Im nachhinein kann ich die Bilderflut gar nicht mehr genau zuordnen. Zum Glück musste ich mich nicht selbst orientieren, sondern fast nur hinterher dackeln.
Auf der Löwenburg übermannte mich dann fast völlig unvorbereitet ein Mampfanfall. Dieser war so heftig dass ich dort anscheinend gar keine Fotos machte, aber meine Vorräte gänzlich vernichtete.
Aber da macht alles nichts, wie ich finde. Die Bilder in meinem Kopf und auf meinem Chip in der Kamera sprechen für eine sehr gelungene Herbstwanderung.
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Dort oben befindet sich das Gasthaus auf dem Ölberg. Das weiß ich genau.

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Dass der bergische Weg bis ins Siebengebirge reicht, war mir auch nicht bewusst.
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Erfolgreich und nur leicht erschöpft erreichten wir wieder die Margarethenhöhe, wo wir uns zum Abschluss mit einer weiteren Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen belohnten.

Fazit:
Eine sehr gelungene Runde, reich an Pfaden. Ein Muss für Wanderer, die viel Wald und Fernblicke mögen. Bestimmt sehr schön zu jeder Jahreszeit.

Hier geht es zur Diashow mit mehr Bildern und hier ist mein aufgezeichneter GPS-Track zu finden.

Bergisch-Neukirchener Rundweg

Schön ist es immer wieder wenn Tracks schon eine gefühlte Ewigkeit auf der Festplatte schlummern und man sich nicht mehr eindeutig an die Quelle erinnern kann. In diesem Fall stolperte ich über den Bergisch-Neukirchener Rundweg in meiner Sammlung. Gefunden hab ich ihn ursprünglich bestimmt, wie viele andere Wege, auf der Seite von berg-mark-wege.de. Für die genaue Wegbeschreibung, ÖPNV-Hinweise, Karten und den Track verweise ich dort hin und gebe hier meine subjektiven Eindrücke wieder.
Ich hatte an diesem Sonntagmorgen einen Frühstart und war schon um neun Uhr am Haus Diepental, dem Start- und Endpunkt dieser knapp 17 km langen Wanderung. In Anbetracht der Uhrzeit, war dort noch nichts los. Mir begegneten dort zwei Jogger und drei Hunde, nebst Halter. Dierekt am anderen Ufer der winzigen Talsperre durchquere ich das erste, kleine herbstliche Waldstück.
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Im angrenzenden Wohngebiet Linde wird klar dass dieses Gebiet gut erschlossen ist und eine Vielfalt von Wanderwegen bereit hält. Wenige Meter weiter unterquere ich die Balkan-Trasse, eine stillgelegte Bahnstrecke.
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Dann geht es weiter, teils auf schmalen Pfaden, über Feld-, Wald- und Wiesenwege.
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An diesem Schild hab ich mich erst mal vorsichtig umgesehen, ob mich jemand beobachtet. Leider hatte ich mein Kleid und meine Puppe nicht dabei.
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Etwas weiter, kurz vor einem Teich, schlummerte wie im Dornröschenschlaf eine alte, verlassene, geräumige Wohnbaracke
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Bei der Ortschaft Atzlenbach gelange ich an den Leverkusener Obstweg, der mich auf eine Hochebene führt.
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Von hier aus sehe ich durch den Dunst in der Ferne den Kölner Dom und die Schornsteine von Bayer in Leverkusen.
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Dann geht kurz durch ein Wohngebiet von Bergisch Neukirchen.
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Hinter dem Ort geht es vorbei an einigen Pferdekoppeln, zur nächsten Ortschaft Imbach. Dort kann man einige alte Fachwerkhäuser bestaunen.
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Nach dieser Ortschaft geht es weiter über Wiesen und Felder bis über die Bahnstrecke Köln – Wuppertal. Kurz dannach gehe ich ein paar Meter parallel zur Güterbahnstrecke Opladen – Düsseldorf.
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Schließlich biege ich ab und gehe einen Hang hinunter bis ich wie zufällig auf die Wupper treffe. An dieser Stelle unterquere ich dann die Bahnstrecke nach Wuppertal und gehe noch eine Weile am Wupperufer entlang.
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Schließlich verlasse ich den Wupperlauf, überquere eine Landstraße und gehe in Serpentinen weiter einen Hang hinauf in ein sehr schönes Wald- und Naturschutzgebiet zwischen Leverkusen und Leichlingen.
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Ich hoffe dass der Maurer rechtzeitig nach draussen gelangt ist.
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Hinter diesem schönen Abschnitt gelange ich auf ein Feld in direkter Nachbarschaft zu einem weiteren, langweiligen Wohngebiet, das ich leider auch durchwandern muss.
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Dieses Wohngebiet von ca. 900 m Länge, war so langweilig, dass es mir kein Foto wert war.
Als ich endlich wieder die Zivilisation verlasse, komme ich ins Murbachtal zur Wietsche Mühle, wo man innerhalb der Öffnungszeiten einkehren könnte.
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Von hier aus gehe ich weiter entlang des Murbachs.
Es war inzwischen früher Nachmittag und Meter für Meter nahm ab hier die Sonntagsspaziergängerdichte zu. Es konnte also nicht mehr sehr weit bis in Diepental sein.
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Schließlich kam ich wieder an die Diepentalsperre. Menschen saßen in der Herbstsonne an ihrem Ufer und am Wegesrand. Der Parkplatz war mittlerweile hoffnungslos überfüllt und in der angeschlossenen Restauration war es schwer einen Platz zu ergattern. Ich gönnte mir schnell noch einen Abschlusstrunk und suchte dann das Weite.
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Fazit:
Der Bergisch-Neukirchener Rundweg von knapp 17 unanstrengenden Kilometern bietet viel Abwechslung und führt in erster Linie über gut befestigte Wald- und Feldwege. Er beinhaltet auch einige schmale Pfade und Weitblicke. Innerhalb der Wohngebiete geht es natürlich über Asphalt. Im Bereich der Wupper und später im Naturschutzgebiet war der Weg aufgrund hoher Feuchtigkeit stellenweise recht geschmeidig.

Eine völlige Trockenlegung der Diepentalsperre stand in 2013 kurz bevor. Wie es dazu kam und wie es weiter geht ist in der örtlichen Presse nachzulesen.

Zu guter letzt noch meine kleine Diashow

Erdener Treppchen und etwas Moselsteig Etappe 12

Ich war in Kröv an der Mosel zu einem kleinen Familientreffen verabredet und wollte die Gelegenheit nutzen, dort auch etwas zu wandern. Nachdem ich am frühen Morgen schon mein Gepäck in die Unterkunft bringen durfte, hatte ich noch Zeit bis zum späten Nachmittag.
Geplant hatte ich die 12. Etappe des Moselsteigs von Ürzig nach Traben-Trarbach und den Klettersteig, Erdener Treppchen. Hin und zurück wollte ich mit dem Bus.
Von meinem Gastgeber erfuhr ich dann dass ich den ersten Bus verpasst hatte und der nächste erst in über drei Stunden fuhr. Also spendierte ich mir ein Taxi nach Ürzig. Nachdem ich dem Fahrer bestimmt sehr umständlich erklärt hatte wo ich hin wollte, fragte er nach meinem Vorhaben. Bereitwillig gab ich ihm Auskunft.
„Ach so.“ sagte er. „Dann bringe sie ich am besten gleich nach oben zum Wanderparkplatz. Dort verläuft der Wanderweg.“ Ich vertraute der Ortskenntnis des Einheimischen und willigte ein. Kurz bevor er auf den Wanderparkplatz abbog, zeigte er mir noch wo der Weg in den Wald führte. Ich wiederum erkannte gleich das Wanderzeichen und konnte mich über ca. zwei eingesparte Bergaufkilometer freuen die über Straßen führen und in Straßennähe verlaufen.
Es war dort oben noch sehr nebelig. Vom Wanderparkplatz ins Tal schaute ich ich vor eine graue Wand.
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Die Aussicht von der Burgberghütte war auch noch nicht so toll. Aber von hier kommt man zum Erdener Treppchen. Da mir die gestrige Wanderung noch etwas in den Knochen steckte war ich zunächst etwas unschlüssig. Aber man hatte mir ja bereits zwei Kilometer geschenkt. Also machte ich mich auf zum Treppchen. Weil ich mal wieder überhaupt nicht wusste was mich erwartete, beschloss ich erst einmal dem Track so zu folgen, dass ich eine ganze Weile fast parallel zum Moselsteig ging. So wäre ich schnell wieder zurück auf die Strecke gelangt.
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Zu meiner Überraschung ging es zunächst über den bewaldeten Hang gemütlich bergab, bis ich in die Weinberge kam. Von dort geht es dann auf asphaltierten Wirtschaftswegen weiter bis zum entscheidenden Richtungswechsel. Ich folgte dem Klettersteig, der mir noch nichts zum Klettern bot, weiter hinunter bis zur Mosel.
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Hier unten an der Mosel bei den römischen Kelteranlagen beginnt der eigentliche Klettersteig. Es geht steil nach oben in die Weinberge.
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Hier haben sich einige Wanderer ein kleines Denkmal gesetzt.
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Hinter der Brücke versteckt sich auf der rechten Moselseite Lösnich im Nebel.
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Eine kleine Passage mit Halteseil und seltene Weinbergklettersteigpflanzen.
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Mineralien und Edelstahl könnte man hier im Tagebau ernten, während ander Blumen gut dazu riechen.
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Dort unten liegt der Ort Erden.
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Als ich wieder auf dem Weg zur Burgberghütte bin, kommt allmählich die Sonne durch. Der Blick ins Tal war immer noch leicht diesig, aber nun immerhin vorhanden.
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Links neben der Bildmitte wachsen die ersten Pfeiler der im Bau befindlichen Hochmoselbrücke empor. Über sie soll einmal die neue B 50 verlaufen. Schön für den Verkehr, schade für das schöne Tal.
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Von nun an geht es auf Pfaden und Wirtschafswegen über den Moselsteig und den Moselhöhenweg durch die Wälder der südlichen Eifel, bis der Bewuchs sich lichtet und den Blick in Moseltal wieder freigibt.
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Hier, in etwa einem Kilometer oberhalb von Kröv habe ich mich entschieden die Tour abzubrechen und bin auf kürzestem Wegen hinunter in den Ort gegangen. Der Klettersteig, auch wenn er recht harmlos war, hat mich doch einiges an Zeit gekostet. Ich habe es in dem Moment vorgezogen rechtzeitig meine Bande zu treffen, um mit ihr noch ein paar schöne Tage an der Mosel zu verbringen.
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Fazit:
Nun ja, die 12. Moselsteigetappe bin ich aus Zeitnot und Faulheit ungefähr nur zur Hälfte gegangen. Aber das Stück war schön und gut gemischt aus Wald und Passagen mit Weitblick.
Den Erdener Klettersteig bin ich im Prinzip am falschen Ende angegangen. Empfehlenswert ist es unten bei den römischen Kelteranlagen zu starten und anschließend gemütlich wieder hinab zu gehen. Die Warnhinweise klingen viel schlimmer als es ist. Es geht halt nur steil bergauf. Im letzten Viertel nach oben lädt ein kleiner Unterstand zur Rast ein. Schöner ist es jedoch weiter oben an der Bergburghütte.
Wer das Erdener Treppchen mit dem Moselsteig, bzw. Moselhöhenweg in Richtung Traben-Trarbach kombinieren möchte, dem empfehle ich ebenfalls von der Kelteranlage zu starten, um über die Burgberghütte auf die Strecke zu gelangen.
Zu guter Letzt noch ein Link mit Karten und GPS-Daten zum Erdener Treppechen und zur 12. Etappe Moselsteig.

Moselsteig Etappe 16 und Calmont Klettersteig

Eigentlich lautete mein Ziel den Calmont Klettersteig zu begehen. Da ich Anfang Oktober für ein paar Tage ein kleines, aber feines Familientreffen in Kröv an der Mosel hatte, ließ sich das prima miteinander verbinden. So machte ich mich einen Tag voher, noch vor Sonnenaufgang, auf den Weg nach Neef. Von dort konnte ich den Klettersteig mit der kürzesten Etappe des Moselsteigs kombinieren und mit mit der Bahn wieder zurückgelangen. Aber es kam wieder mal anders…

Ich startete gegen 10 Uhr auf dem Moselsteig im kleinen Moselörtchen Neef. Weder der Himmel, noch die Gipfel der Weinberge waren zu sehen, da das Moseltal noch mit einer ordentlichen Nebelschicht gefüllt war.
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Es ging zunächst über die Mosel in Richtung Bremm, wo ich recht zügig durch die noch nicht sehr steilen Weinberge auf einen Kreuzweg gelangte. Ab dort geht es steil bergan durch bewaldetes Gelände oberhalb der Rebengewächse.k-DSCF5698 k-DSCF5702 k-DSCF5715 k-DSCF5718k-DSCF5717

Mittlerweile war ich hoch genug um die ersten Sonnestrahlen zu bemerken. Angekommen auf der Lichtung am Bremmer Gipfelkreuz musste ich erst einmal verschnaufen und konnte den schönen Blick ins Moseltal erst mal nur erahnen. k-DSCF5723k-DSCF5721 k-DSCF5726

Ich ließ mich nieder und wartete noch eine Weile bis der Nebel sich langsam auflöste und ich endlich einen Blick auf die Moselschleife werfen konnte.
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Dann kam der Moment dass ich die Akkus meiner Kamera wechseln musste. Dabei bemerkte ich ganz zufällig dass ich ungefähr keinen einzigen Cent Geld bei mir hatte. In der Aufregung beim Start in Neef hatte ich offensichtlich versäumt meine Geldbörse aus dem Handschuhfach in den Rucksack zu packen. Naja, man wird halt eben nicht jünger, dafür um so schusseliger. Umkehren wollte ich deshalb aber nicht. Die Strafe folgte auf dem Fuße, bei dem Gedanken an die mit Vorfreude erwartete Einkehr in Eller, die nun leider aus finanziellen Gründen abgesagt wurde. Mal ganz abgesehen von der plötzlich unbezahlbaren Rückfahrt mit der Bahn. Ich bin schon lange nicht mehr per Anhalter gefahren. Aber dieses Problem löste sich später anders. Ich folgte weiter dem Moselsteig, der hier gleichzeitig Moselhöhenweg ist. Oberhalb der Weinberge geht es weiter durch den Wald, vorbei an tollen Ausblicken.
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Ein paar hundert Meter vor der Galgenlay geht es sehr steil, teilweise über Schieferschotter, hinab. Wohl dem, der hier Wanderstöcke dabei hat. An der Schutzhütte habe ich den Moselsteig verlassen und begab mich auf den Klettersteig.
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Zum Klettersteig gibt es nicht sehr viel zu berichten. Insgesamt besteht er aus einem sehr schmalen Pfad, der sich auf etwa halber Höhe, am Calmont entlang schlängelt. Der Abschnitt ist auf jeden Fall kein Sonntagsspaziergang! Es wäre gut wenn man hier Kondition, festes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit dabei hat. An besonders schwierigen Stellen stehen Hilfsmittel wie Leitern, Tritteisen und Haltestahlseile bereit.
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Der Tip einer Wanderkameradin, diesen Weg nicht an einem langen Wochenende zu begehen, war sehr gut. Ich war zwar nicht ganz alleine dort unterwegs, aber es war angenehm ruhig auf den Wegen.
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Ob hier ein Winzer oder ein Wanderer seine Wäsche trocknete konnte ich nicht eindeutig erkennen.
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Hin und wieder gilt es den Blick zu genießen. Auch wenn es mal bergab geht.
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Ich kann nicht sagen wie dieses Schild zu deuten ist. Für mich war an dieser Stelle, oder später nichts schlimmer als es schon war.

 

 

 

 

In Anbetracht der vorangeschrittenen Zeit und Bremm in Reichweite, entschied ich mich hier an dieser Stelle den Klettersteig zu verlassen und das letzte Stück nach Neef zu gehen. Ich hatte den Klettersteig und die steilen Abschnitte mächtig unterschätzt. Inklusive der langen Pause am Bremmer Gipfelkreuz hat mich das mehr Zeit gekostet als ich dachte. Mein Otto hat mir nur etwas mehr als 13 km Strecke aufgezeichnet, für die ich 6,5 Stunden benötigt habe.
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Noch ein Blick zurück.
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Vom Klettern abgekämpft und müde erreichte ich wieder mein Auto. Mein erster Gedanke galt meiner Urlaubskasse, die unberührt an erwarteter Stelle lag. Ich hatte mir im Vorfeld ein paar Telefonnummern von Pensionen auf dem Weg zu meiner zweiten Station notiert. Dummerweise waren alle belegt. So machte ich mich noch in Neef auf die Suche nach einer Bleibe für die Nacht. Dabei wurde ich nach wenigen Schritten von wohltuenden Küchendüften und meinem schier unglaublichen Durst auf Bier unterbrochen.
Nachdem ich für mein leibliches Wohl gesorgt hatte, war es auch um meine Fahrtüchtigkeit geschehen. Ich trottete zum Auto und faltete mich in meinem Notschlafsack irgendwie auf die Rückbank und entschlummerte alsbald.
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Fazit:
Die Kombination Mosel- und Klettersteig hat prima geklappt. Mit etwas mehr Tempo und weniger Pausen ist das auch in 4-5 Stunden gut zu schaffen. Ich bin wohl etwas zu schwer zum Klettern.
Wer hat, sollte seine Wanderstöcke benutzen. Die vielen Blicke ins Moseltal sind grandios.
Bei hoher Regenwahrcheinlichkeit rate ich wegen der Rutschgefahr besser woanders zu wandern.

Mehr Bilder zu dieser Tour sind in meiner kleinen Diashow zu sehen, hier sind die Tracks und weitere Informationen vom Moselsteig zu finden und hier geht es zum Calmont Klettersteig.

Bergischer Panoramasteig Etappe 2

Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Ich saß frühzeitig im Auto, hatte ausreichend Zeit und konnte mich ganz gemütlich ohne Zeitdruck auf den Weg machen. In Lindlar am Freilichtmuseum war ich mit meinem Wanderpartner verabredet. Ich habe mein Navi gebeten mich auf dem kürzesten Weg dorthin zu führen, was eben nicht der schnellste ist. So kam ich tatsächlich wenige Minuten zu spät.
Diese Etappe führt bei „Bergisches Wanderland“ von Lindlar nach Biesfeld. Unter dem Link ist auch alles weitere, wie Karten, GPX-Daten, Anfahr- und Parkmöglichkeiten, ÖPNV und Rückfahrmöglichkeuten zu finden. Wir sind allerdings in Gegenrichtung gegangen.
Die nächste Hürde war auf dem Weg nach Biesfeld in Form einer gesperrten Straße. Wir nahmen einen anderen Abzweig, was zur Folge hatte dass mein Navi mich pausenlos dazu aufforderte zu wenden. Normalerweise dauert es nicht sehr lange bis es die Route neu berechnet. Aber diesmal quäkte es sehr beharrlich: „Wenn möglich, bitte wenden.“ Zum Glück verfügte mein Wanderpartner über einen besseren Orientierungssinn und wies mir den Weg bis das Navi kurz vor dem Ziel endlich fertig mit rechnen war.
Nun ging es endlich los.
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Leider war das Wetter an diesem Tag nicht sehr fotogen, dafür aber trocken und für mich angenehm temperiert. Der Weg war sehr abwechlungsreich, wenn auch ein wenig waldlastig. Trotzdem gab es auch auf dieser Etappe ausreichend Panorama.
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Bis auf ausgesetzte Kletterstellen waren wohl alle Wegarten vertreten.
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Bedauerlicherweise müssten wir auch einige Male über Asphalt gehen.
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Dieser Platz war für eine Rast optisch sehr einladend. Zu diesem Zeitpunkt leider etwas unappetitlich da auf allen umliegenden Wiesen frische Gülle ausgebracht war. Also gingen wir, im wahrsten Sinne des Wortes, immer der Nase nach weiter.
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Verwegen unter umgestürzte Bäume und durch hölzerne Sicherheitsschleusen.
In Gedanken ertönte immer das Alarmsignal bis wir uns allen metallenen Utensilien entledigt hatten.
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Schließlich kamen wir zum einzigen wirklich negativen Teil der Strecke. Es ging durch ein kleines, aber hässliches Gewerbegebiet in Hommerich, das eigentlich besser umwandert werden sollte.
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Dafür ging es in dem direkt angrenzenden Wald sehr kräftig bergauf. Der Hang hatte für mich schon einen recht alpinen Charakter. Fluchend quälte ich mich hoch und wünschte innerlich, besser andersherum gegangen zu sein. Mein Navi sagte heut morgen schon: „Bitte wenden.“
Aber das relativierte sich beim nächsten längeren Gefälle wieder.
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Teilweise war der Weg durch Forstarbeiten aufgewühlt und schlammig. Aber zum Glück ging es hier durchs trockenere Abseits.
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Dieses schmucke Fachwerk lädt den müden Wanderer ein zu Bett und Frühstück.k-DSCF5622k-DSCF5623

Den Sehnerv langsam wieder zur Ruhe kommen lassen.
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Und weiter geht es.
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Ich hab schon viel gesehen. Doch die alte Dampflok im Garten stellt das alles Gesehene in den Schatten.
Es handelt sich hierbei um den Banhof Linde an der ehemaligen Bahnstrecke Köln – Hoffnungstal – Lindlar. Die Strecke wurde 1960 für den Personenverkehr und 1966 für den Güterverkehr stillgelegt. Der Bahnhof und das umliegende Gelände befinden sich seit 1972 in Privatbesitz.
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Die ehemalige Trasse der Sülztalbahn dient heute als Rad- und Gehweg.
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Und fast sind wir am Ziel dieser Etappe.
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Fazit:
Die zweite Etappe des Bergischen Panoramasteigs ist sehr abwechslungreich was die Wegbeschaffenheit betrifft. Auch hier ist die Beschilderung sehr gut. Und das sogar in Gegenrichtung. Es gibt viele Waldabschnitte und herrliche Aussichten. Als sehr negativ bewerte das Gewerbegebiet in Hommerich. Laut Karte ist das aber gut zu umgehen.

Der offizielle Track und mehr Informationen sind zu finden bei: Bergisches Wanderland – Panoramasteig Etappe 2

und weitere Fotos in meiner kleinen Diashow.