Bergischer Panoramasteig – Etappe 9

Sehr oft bin ich dem Bergischen Panoramasteig bereis begegnet bei meinen Wanderungen und durfte ich ihn ein kleines Stück begleiten. Dabei stellte ich fest dass diese Abschnitte meist auch besonders schön waren. So reifte in mir der Wunsch mehr von diesem Weg zu sehen. Bei meinen ersten Recherchen zu diesem Wanderweg fand ich zunächst einmal nur den Hinweis dass dieser Weg erst im Frühjahr 2013 offiziell eröffnet werden würde und sonst weiter nichts. Lange hat es gedauert bis ich endlich die erste vollständige Etappe des Bergischen Panoramasteigs gewandert bin.
So eine Streckenwanderung bedarf ja auch immer etwas mehr Vorbereitung weil ja irgendwie auch wieder nach Hause möchte. Nun ist das Bergische die ÖNPV betreffend schon eine Herausforderung. Daher hab ich mir gedacht dass es besser ist einen oder mehrere mobile Wanderpartner zu finden um den logistischen Part zu teilen.
Ich beschreibe die Prozedur einmal für Streckenwanderungsneulinge:
Man trifft sich am Endpunkt der Wanderstrecke, parkt dort ein, oder mehrere Fahrzeuge und fährt mit einem, oder mehreren anderen gemeinsam zum Startpunkt. Nun wandert man zum Ende, sowie dem bereitgestellten Fahrzeug und fährt wieder gemeinsam zum Startpunkt zurück, um die restlichen Fahrzeuge abzuholen. Alles in Abhängigkeit der Teilnehmerzahl und zur Verfügung stehenden Sitzplätzen. Als Notlösung für einen Alleingang besteht noch die Möglichkeit mit einem Taxi zum Startpunkt zu gelangen. blablabla ….

Wir trafen uns auf einem Wanderparkplatz wenige hundert Meter vor Nespen und fuhren von dort nach Morsbach, wo wir auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Ortsmitte parkten. Gleich zu Beginn begegneten wir einem Schirmherren und wenig später ein paar verteufelt vorwitzigen kleinen Kerlchen.
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Gleich zu Anfang noch in Morsbach übersahen wir den ersten Abzweig und gingen ein klein wenig anders als vorgegeben. Bei diesem einen versehentlichem Verläufer blieb es auch fast, da der Weg insgesamt sehr gut und kaum übersehbar ausgeschildert ist. Die Ortschaft ist sehr klein, so dass man schnell im Grünen ist und das bergische Panorama genießen kann.
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Während ich noch im  Auto auf der Auobahn war, regnete es unterwegs recht heftig. Wenn ich noch 5 Minuten länger am Treffpunkt im Regen hätte warten müssen, hätte ich wohl übellaunig alles abgeblasen und wäre wieder nach Hause gefahren. Zum Glück war unser Timing so perfekt, dass ich keine Zeit mehr hatte zu überlegen. Aber es war verdammt knapp. Im leichten Nieselregen fuhren wir weiter zum Startpunkt, konnten beinahe trocken starten, bekamen so noch die aufsteigende Feuchtigkeit und später sogar noch die Sonne zu sehen.
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Wir wissen nicht warum; aber an den paar Tropfen, die kaum der Rede wert waren, konnte es nicht gelegen haben dass jemand seine Wanderschuhe an den Nagel gehangen hatte. Vielleicht ist dieser jemand, so wie wir, den kleinen Abstecher nach Rom gegangen und dann dort hängengeblieben. Wir wissen es nicht.
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Ein Stück weiter hatten wir das unverschämte Glück eine ganze Weile ein Reh beobachten zu können, das uns erst sehr spät bemerkte bevor es das Weite suchte. An anderer Stelle bremsten uns einige Kirschbäume sehr, sehr stark. Wir kamen kaum noch von der Stelle weil es so gut schmeckte. Zum Glück duftete ein paar Meter weiter die blühende Kamille recht magenberuhigend.
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Die Ventilatoren standen. Es war also fast Windstill.
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Fleissige Bienen und startende Kühe am Wegesrand.
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Auch hier haben die letzten Stürme ihre Spuren hinterlassen.
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Schon vor einer ganzen  Weile hatten wir beschlossen eine Rat einzulegen. Aber lange kamen wir an keiner Bank, oder sonst einem geeignetem Platz vorbei. Bis zu dieser schönen Stelle mit einer unter Bäumen und Büschen geschüzten Bank und einer tollen Ausssicht. Ein wirklich schöner Platz für eine ausgedehnte Rast.
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Auf der Sonnenseite des Weges hebt sich das Gemüt.
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Nahe der Wieler Talsperre kommen wir auf einen langweiligen, schotterigen Forstweg der der Talsperre bis zum Ende folgt. Dort liegt die aus der Film- und Fernsehwerbung bekannte Krombacherinsel. Ein Weg führt zu einem Aussichtsplatz. Enttäuscht stelle ich fest dass die Insel sich leicht hinter den Bäumen am Ufer versteckt und nicht ganz zu sehen ist. Schade eigentlich.
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Am Ende der Etappe entdeckten wir dieses Schild auf einem großen Stein. Inzwischen weiß ich dass so ein Stein jede Etappe ziert. Aus Unwissenheit übersahen wir offensichtlich den Stein am anderen Ende in Morsbach.
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Fazit:
Der Bergische Panoramasteig macht seinem Namen alle Ehre. Es gibt unterwegs eine Vielzahl schöner Blicke. Der Weg ist gut beschildert und bietet eine gute Mischung aus Wald-, Wiesen-, Feldweg und schmalem Pfad.
Einziger Abzug ist der zugewachsene Blick auf die Krombacher Insel und die letzten ca. 1,5 Kilometer Wirtschaftsweg an der Talsperre entlang. Und auf dieser Etappe gab es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit.

Wer mag, darf auf der Diashow noch mehr Bilder anschauen.

Mein aufgezeichneter Track weicht hier und da ein klein wenig vom Original ab.

7 Gedanken zu „Bergischer Panoramasteig – Etappe 9

    • Danke Reiner, ich tue was ich kann. Wenn dir mal wieder der Wanderschuh juckt, sag Bescheid. Der Panoramasteig ist lang und schön. Wann man wieviel davon geht ist einem selbst überlassen.

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