Moselsteig von Palzem nach Nittel

Gleich zu Anfang möchte ich erwähnen dass mir diese Etappe aus verschiedenen Gründen nicht sonderlich gut gefallen hat.
Das hat jedoch nichts mit der etwas verkorksten Anfahrt zu tun.
Wir stellten das Auto am Ziel in Nittel ab, gingen zur Haltesation und fuhren mit der nächsten Bahn Richtung Palzem. Zwei Stationen vorm Ziel quäkte es aus dem Lautsprecher: „Dieser Zug endet hier. Bitte alles aussteigen.“ Aha, an Samstagen fahren hier die Züge etwas anders. Nun hatten wir in Wincheringen eine Stunde Zeit den Fahrplan genauer zu studieren, bis die nächste Bahn kam. Was uns am Ende nicht wirklich schlauer machte.
Endlich in Palzem angekommen, waren es nur ca. 600 m bis zum Moselsteig.

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k-DSCF3544Hier dachte ich zuerst dass das eine Wagenburg für Erntehelfer ist. Jedoch stehen die recht heruntergekommenen Wohnwagen eher abgestellt als hingestellt.

Noch ein kurzer Blick zurück auf Palzem und dann geht es weiter über breite Waldwege, ein Stück entlang der Via Caliga bis zur Helfantermühle.
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Ein kleines Stück weiter fällt unser Blick auf Helfant, mit der als Helfanter Dom genannten Pfarrkirche St. Bartholomäus. Es folgen weitere Kapellen, wovon eine langsam von einem Neubaugebiet umschlungen wird und von den Kindern dort als Garage genutzt wird.
Wir stellten uns die Frage ob in Helfant wohl lauter hilfsbereite Helfanten leben.
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Im Folgenden ein paar Bider, die mir dieser Etappe einen faden Beigeschmack gegeben haben.
Zum einen die Stelle, die zum Verdruss der Anwohner wohl des öfteren als Toilette benutzt wurde, offensichtlich mit „Unkraut-Ex“ behandelte Weinberge und der Weg entlang einer langweilen Weinbergstützmauer.
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Mag sein dass diese Aussicht bei Sonnenschein recht schön ist. Zu dem Zeitpunkt regnete es leicht. Uns gefielen die kargen bewirtschafteten Flächen nicht, die oftmals frisch gepflückt, frisch bepflanzt oder behandelt, eher wie eine ausserirdische und unnatürliche Landschaft auf uns wirkten.
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Frisch lieblos aufgeschüttete Wege nehmen der Natur ihre Natürlichkeit und ihre Ursprünglichkeit, während angelegte Stufen die wie eingewachsen wirken nicht störend sind. Na gut, die Zeit wird es wohl richten.
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Nicht zu verzeihen sind allerdings die auffallend vielen Neubaugebiete die wir unterwegs sehen mussten. Sie wirkten sehr surreal auf uns. Da hätte ich mir eine andere Wegführung gewünscht. Es kam nicht mal ein sehenswerter, historischer Ortskern auf dieser Etappe .
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In Rehlingen möchte ich auf diesen Weg hinauf zur Friedhofskapelle aufmerksam machen. Die vom Regen nassen Steinplatten auf dem recht steilen Anstieg waren sehr, sehr rutschig. Obacht bitte!
Dafür wird man oben mit einem tollen Panoramablick auf die Mosel entschädigt.
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Subjektive Mondlandschaft und objektive Großbaustelle. Zum Glück folgt darauf bald ein schöner, schmaler Pfad.
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Diese Art der Schuttverklappung hat nicht wenig Hinterhofcharakter.
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Noch ein Beispiel für beispiellose Unkrautvernichtung.
Ob ich bei derartigem Einsatz von Chemie noch Wein trinken mag?
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Für diese Kapelle verließen kurz den Moselsteig und machten ein klitzekleinen Umweg.
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Zum Schluß ging es nochmal unvermeidlich durch ein Neubaugebiet in den Zielort Nittel hinein.
Mehr Bilder sind wieder in der Diashow zu sehen.

Anzumerken hätte ich noch dass uns während fast der ganzen Tour die unschöne Geräuschkulisse der B 419 begleitete, weil man auf dieser Etappe nur zu Anfang ein kurzes Stück weit genug aus dem Tal heraus kommt, wie anhand des aufgezeichneten Tracks zu sehen ist.

4 Gedanken zu „Moselsteig von Palzem nach Nittel

  1. Wenn ich Gefällt mir klicke, dann wegen der kritischen Beschreibung der Strecke. Man mag argumentieren, dass das Wetter bestimmt einen Einfluss hatte, aber eine wirklich schöne Landschaft (z.B. das Hohe Venn letzten Samstag) hat auch bei Regenwetter genug Reize. Also: gefällt mir 🙂

    • Danke Guido, ich weiß dicke, schwere Wolken und Mistwetter sehr zu schätzen … weil ich wasserdicht bin. 😉
      Da dieser Blog auch meine Erinnerungen wach halten soll, würde ich mich selbst belügen wenn ich alles schön schreiben würde.
      Und das Hohe Venn

  2. Na, das sind ja keine schönen Aussichten. Ich möchte den Moselsteig gern im August, mit den ersten zwei Etappen beginnen und diese Etappe wäre dann ja wohl dabei. Das dämpft jetzt natürlich meine Wanderlust auf dieses Stück. Ich finde es aber gut, wenn auch negative Eindrücke zur Sprache kommen. Es kann halt auch nicht immer jedes Wegstück mit Highlights gespickt sein. Ich bin auf jeden Fall drauf eingestellt und vielleicht wird ja besserals gedacht. Danke auch für den Hinweis mit der Bahn.

    • Der eine mag dieses, der andere mag jenes. Jeder Jeck ist zum Glück anders. Diesen Blog führe ich eher wie eine Art Tagebuch meiner Wanderungen und soll kein fachgerechter Ratgeber sein. Da gehören dann negative Empfindungen für mich unbedingt auch dazu.
      Jeder mag aus meinen Erlebnissen das seinige herauslesen und für sich auf seine eigene Art umsetzen. Wenn etwas mal hilfreich ist freut es mich natürlich.

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